Jeeeeeeeez - Split and TAE us, please

23/09/2011 - 13:03 von Heinz Schmitz | Report spam
Als ich mein DSL-Modem installierte, war ich verblüfft darüber, daß
die vorhandene TAE-Struktur mit zwei Telefonen nicht mehr ging. Der
"Übergabepunkt" der Telekom liegt im Keller, von da gehts ins erste
OG (TAE-1,Telefon-1 und PC), über die Rückleitung wieder in den
Keller, und dann ins EG (TAE-2, Telefon-2).

Wenn der Splitter in die einzige F-Buchse von TAE-1 eingesteckt wird,
ist dort natürlich kein Platz mehr für Telefon-1. Wenn Telefon-1 dann
in den DSL-Router reingefriemelt wird, geht nur Telefon-1, und auch
nur dann, wenn der Router Netz bekommt und Energie verbraucht.
Hofft die Telekom nun auch noch darauf, daß ich 30 Meter Kabel
kaufe, um Telefon-2 per frei im Haus herumliegendem Draht an die
zweite TAE-Buchse des Routers anzuschließen?

Ah, nun hat ja der Splitter auch eine TAE-F-Buchse, in der aber das
DSL-Modem hàngt. Wozu braucht das Modem einen TAE-Anschluß,
wenn dessen TAE-Steckplàtze nicht genutzt werden? Also Telefon-1
in die F-Buchse des Splitters gesteckt und das Modem ohne gelassen.
Telefon-1 geht nu auch ohne daß der Router Netzspannung bekommt,
aber Telefon-2 geht immer noch nicht.
Ah ja: Dem Splitter wurde die TAE-konforme Weiterleitung auf die
Stifte 5/6 versagt.
In de.comm.provider.t-online gab Daniel Weber den freundlichen
Hinweis, wie man http://www.rpa-com.de/tae/TAE-Splitter.gif durch
eigenstàndiges Friemeln den Murks der Telekom reparieren kann.

Die Google-Suche liefert - und das ist mit ein Grund, weshalb ich das
hier poste - haufenweise Fundstellen zu dem Thema DSL, Splitter und
TAE, aber kaum eine der "Diskussionen" bietet mehr als mehr oder
weniger fundiertes "Man tue dieses oder jenes". Insbesondere scheint
als Grund dafür, daß der Splitter an der ersten TAE-Dose angeschlossen
sein "muß", eine Verordnung der Telekom impliziert zu werden :-).
Zwingend gehört zu unseren Bildungsanstrengungen die Ermutigung der
Frage "WARUM". Das Auswendiglernen von Klötzchen-Schemata, ohne
Wissen über die Gründe und Funktionsweisen, bringt ÜBERHAUPT nix.
Und sehr überraschend finde ich, daß Telekommunikation garnix nix mit
Elektrizitàt zu tun zu haben scheint :-).

So ist es dann auch nicht verwunderlich, daß ich die bisher einzige
Info über die Innenschaltung eines Splitters in einem US-Patent fand
http://www.google.com/patents?id=iE...mp;f=false
Wenigstens war die Fundstelle in einer deutschsprachigen Seite
http://de.wikipedia.org/wiki/DSL-Weiche
angegeben.

Grüße,
H.
 

Lesen sie die antworten

#1 Oliver Reinhold
23/09/2011 - 13:29 | Warnen spam
Wenden wir uns mal von dem 'Telekom ist böse und an allem
Schuld'-Gedanken ab und betrachten das technisch:

Der Splitter ist nichst als ein Filter, der das hochfrequente DSL vom
niederfrequenten Telefonsignal trennt. Das muß er vor dem ersten Telefon
machen weil sonst das Telefon mit seinem geringen Wechselstromwiderstand
das DSL-Signal so stark dàmpft das es unbrauchbar wird.
Und das ist auch im Ausland ohne Telekomverordnungen so.

Die TEA-Buchsen im Splitter sind auch kein Pfusch, Du benutzt sie nur
falsch. Der Router wird für die Routerfunktion an die RJ45-Buchse unten
rechts angeschlossen. Sein TAE-Stecker ist nur für die Zusatzfunktion
'Telefonanlage' nötig. Dann solltest Du aber auch beide Telefone am
Router anschließen.

Die alte Regelung 'Am Telefonnetz darf nur jemand arbeiten, der auch
weiß was er tut' gab es nicht ohne Grund und auch Dir würde ich zu einem
Blick in die Gelben Seiten raten.

MfG
Oliver

Ähnliche fragen