Kampfpreis für Elektroauto Nissan Leaf schockt die Branche

27/05/2010 - 10:14 von Martin Kobil | Report spam
Stromer zum Spartarif: Nissans Elektroauto Leaf wird in den USA
inklusive Ökorabatt kaum mehr kosten als ein herkömmlicher Benziner.
Der Kundenandrang ist immens, die Konkurrenz verdattert.

Das wohl einzige Elektroauto, das bislang für einen àhnlichen Hype
sorgte wie Nissans Leaf, war der Akkuflitzer Tesla Roadster. Zwischen
den beiden Fahrzeugen gibt es freilich einen gravierenden Unterschied:
Wàhrend der elektrifizierte Sportwagen aus dem Silicon Valley nur in
homöopathischen Stückzahlen gebaut wird und mit einem Preis von
111.000 Dollar für Normalverdiener viel zu teuer ist, soll der Leaf
das erste Elektroauto für Jedermann werden.

Darauf deuten das Kompaktklasseformat, die fünf Sitzplàtze und die
Reichweite von 160 Kilometern ebenso hin wie die Produktionsplanung -
gebaut werden soll der Wagen in hohen Stückzahlen, in Japan, Amerika
und Europa. Vor allem aber zeigt das der Kampfpreis, den Nissan
aufgerufen hat: In den USA wird der Wagen 32.780 Dollar kosten und
nach dem Abzug von 7500 Dollar Steuerrabatt aus Washington für 25.280
Dollar zu haben sein. Wer in Kalifornien wohnt, bekommt noch einmal
5000 Dollar vom Staat und zahlt damit für den Leaf weniger als für
Hybridautos wie den Toyota Prius oder den Honda Insight. Selbst
konventionell motorisierte Limousinen sind kaum billiger.

Seit Nissan Bestellungen entgegen nimmt, geht es auf der Website heiß
her. Nachdem sich zuvor schon mehr als 100.000 Interessenten
registriert hatten, folgen nun konkrete Reservierungen, angeblich im
Minutentakt. "Es waren 2700 Reservierungen in den ersten drei
Stunden", zitieren US-Medien den Nissan-Vertriebsmanager Dave
Mingle.

http://auto.t-online.de/neues-elekt...7472/index
.
.
.
Meine Meinung dazu: Es wird endlich Zeit, dass die deutschen
Hersteller mit ihren Elektrofahrzeugen herausrücken und die Sache
nicht weiter nur als Marketing-Gag ansehen. Ein eigensicherer LiFePO4
Akku mit 15 kWh Kapazitàt kostet heute schon zu Einzelhandelspreisen
deutlich weniger als 6000 EUR, ein Elektromotor samt Frequenzumrichter
höchstens soviel wie ein Dieselmotor. Damit làsst sich heute schon ein
Smart selbst ohne staatliche Förderung für deutlich unter 20.000 EUR
anbieten - wenn man wirklich will. Und nicht für absurde 700 EUR/Monat
angedachte Leasingrate, wie von Smart ab dem Jahr 2012 vorgesehen.

Und falls man eine staatliche Förderung für Elektroautos einführen
will, dann muss diese Förderung zwingend an die Selbsterzeugung
(Photovoltaikanlagenbetreiber, ...) oder den Bezug von regenerativ
erzeugtem Strom (Ökostrom, ...) gekoppelt sein. Alles andere macht
energetisch und ökologisch keinen Sinn! Kohlestrom und Atomstrom haben
in den Akkus von Elektroautos nichts, aber auch gar nichts verloren!

Die Bundesregierung ist gut beraten sich hier nicht wieder von den
Lobbyisten der Autokonzerne und den 4 grossen Energieversorgern mit
ihren Eigeninteressen über den Tisch ziehen zu lassen, sondern auf
Basis von Sachargumenten zu handeln.
 

Lesen sie die antworten

#1 Ansgar Strickerschmidt
27/05/2010 - 10:36 | Warnen spam
Also schrieb Martin Kobil:

Ein eigensicherer LiFePO4 Akku mit 15 kWh Kapazitàt kostet heute schon
zu Einzelhandelspreisen
deutlich weniger als 6000 EUR, ein Elektromotor samt Frequenzumrichter
höchstens soviel wie ein Dieselmotor.Damit làsst sich heute schon ein
Smart selbst ohne staatliche Förderung für deutlich unter 20.000 EUR
anbieten - wenn man wirklich will.



<motzmodus>
Wer will so einen überteuerten Elefantenrollschuh denn? Da kann man ja
kaum mal einen Kasten Bier transportieren, von Frau+ Kind ganz zu
schweigen...
</motzmodus>

Ansgar

*** Musik! ***

Ähnliche fragen