Kapaitive, fortlaufende Dickenmessung an extrudierten Folien

11/12/2010 - 20:36 von Rolf Bredemeier | Report spam
Hallo,

Kosntstofffolien werden entweder als Schlàuche gebalsen oder durch Breitschlitzdüsen extrudiert.
Die Breitschlitzdüsen sind in Segementen einstellbar, of manuell, manchmal auch mit sog.
Wàrmedehnbolzen. Bei beiden Varianten ist eine Messung der Folienstàrke über die gesamte Breite
erforderlich.

Es gibt die unterschiedlichsten Verfahren, sogar radiometrische. Für meinen Zweck würde eine
Messung mit einem berührenden kapazitiven Sensor ausreichen, denn es geht nicht um das absolute
Maß, sondern nur um die Gleichmàßigkeit der Folie. Prinzip hier: http://tinyurl.com/32nln7s

Ich möchte also einen Sensor leicht, wahrscheinlich pneumatisch, an die Folie drücken und den
Sensor über eine Mechanik (Zahnriemen, Führungen, Schrittmotor) immer über die gesamte
Folienbreite hin- und herfahren. Dann die Werte in geeigneter Form am Bildschirm darstellen. (Es
gibt sogar Hersteller, die projezieren das Dickenprofil mit einem Laser auf die Folie, dann weiß
der Bediener recht schnell, welche Segemente der Düse er verstellen muss. Das brauchen wir aber
nicht)

Die Mechanik, die Steuerung für den Motor und die Darstellung des Profil am PC sind lösbare
Aufgaben für mich.

Problem ist der geeignete Sensor UND der passende Singnalaufbereiter dafür. Kündig oder
Microepsilon haben zwar komplette Meßstationen im Programm, aber das kommt wegen des Preises
nicht in Frage. Gesucht ist Sensor und Verstàrker, mit am besten digitalen Ausgang.

Da die kein Absolutwert gemessen werden soll, dachte ich eventuell auch an einen Versuch mit
einem AVR und dem AD7745/AD7746. http://tinyurl.com/34gchwn

Hat jemand mit dem IC und Sensoren Erfahrung und mag mir ein paar Tipps oder auch Warnungen
geben?

Viele Grüße!

Rolf
 

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#1 Volker Staben
12/12/2010 - 00:03 | Warnen spam
Moin Rolf,

Am 11.12.10 20.36, schrieb Rolf Bredemeier:
Hat jemand mit dem IC und Sensoren Erfahrung und mag mir ein paar Tipps oder auch Warnungen
geben?



Erfahrungen mit dem AD7746 direkt nicht - aber mit kapazitiver
Messtechnik schon. Das direkte Frontend ist meist nicht das Problem.

Das Problem ist immer der Aufbau: Wie stark schwankt das epsilon_r?
Was ist mit dem restlichen Luftspalt bei "leichtem Anpresssdruck"?
Starker Anpressdruck beißt sich mit dem Hin- und Herfahren über die
gesamte Folienbreite - die Foliendicke soll ja wohl im laufenden
Prozess bei bewegter Folie gemessen werden? jeder cm Zuleitung
schafft Streukapazitàten. Streukapazitàten müssen auf jeden Fall
eliminiert werden, i.d.R. über einen gesteuerten Schutzschirm, der
die Messflàchen umgibt. Das Frontend muss meist direkt am Messort
angeordnet werden, lange Zuleitungen gehen normalerweise nicht.
Abschirmung ist ein Muss. Feste geometrische Randbedingungen sind
von Vorteil; alles, was sich bewegt, ist problematisch.

Industrielle Lieferanten haben diese Probleme meist gelöst und
liefern voll spezifizierte Systeme. Wenn man da versucht, Geld zu
sparen, bezahlt man vielleicht in Form von Zeit doppelt?

Volker.

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