Kausale Beschreibung von Verschraenkungen

07/09/2008 - 16:04 von ram | Report spam
Mir ist heute eingefallen, wie man Verschraenkungen kausal
beschreiben könnte.

Zunàchst erinnere ich an die bekannten Voraussetzungen:
An einem verschrànkten Bisystem beobachte man bei Messungen an
jeweils einem Teil aufgrund eines Erhaltungssatzes stets nur
die Zustànde (+,-) oder (-,+), aber niemals (+,+) oder (-,-).
Da die Teile an zwei verschiedenen Orten sind und das
Meßergebnis vor der Messung noch nicht bestimmt ist, fragt man
sich, wie der eine Teil von der »Entscheidung« des anderen
»erfàhrt«, um sich dann immer genau gegenteilig zu entscheiden.

Nun die Beschreibung, welche mir heute einfiel:
In einem Metaversum werden zunàchst alle vier Möglichkeiten,
also (+,-), (-,+), (+,+) und (-,-) realisiert.
Dies widerspricht zunàchst bekannten Erhaltungssàtzen,
ist dafür aber erst einmal rein lokal (kausal) beschreibbar.
Die »verbotenen« Möglichkeiten (+,+) und (-,-) sind nur für
Beobachter sichtbar, die sich in der Schnittmenge der vorderen
Lichtkegel beider Messungen befinden.

Nun kann man annehmen, daß diese Raumzeitpunkte, in denen die
Verletzung eines Erhaltungssatzes beobachtbar ist, irgendwie
instabil werden, so daß es dort keine Beobachter geben kann.
Dann bleiben nur die Beobachter übrig, die (+,-) und (-,+) sehen.

Diese Beschreibung ist vergleichbar mit der Beschreibung
des »Quantenselbstmordes«, bei der nur der Beobachter übrig
bleibt, der nicht getötet wurde, weswegen eine Tötung durch
diesen Beobachter nicht beobachtet wird.

Bei dieser Beschreibung breiten sich alle Wirkungen in einer
mit der Relativitàtstheorie vertràglichen Weise mit höchstens
Vakuumlichtgeschwindigkeit aus. Es ist nicht nötig, daß ein
Teil eines verschrànkten Systems von der Entscheidung des
anderen erfàhrt; es reicht, wenn spàter die Zeugen von »Fehlern«
eliminiert werden.
 

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#1 Alexander Streltsov
07/09/2008 - 16:19 | Warnen spam
Stefan Ram schrieb:
Mir ist heute eingefallen, wie man Verschraenkungen kausal
beschreiben könnte.

Zunàchst erinnere ich an die bekannten Voraussetzungen:
An einem verschrànkten Bisystem beobachte man bei Messungen an
jeweils einem Teil aufgrund eines Erhaltungssatzes stets nur
die Zustànde (+,-) oder (-,+), aber niemals (+,+) oder (-,-).
Da die Teile an zwei verschiedenen Orten sind und das
Meßergebnis vor der Messung noch nicht bestimmt ist, fragt man
sich, wie der eine Teil von der »Entscheidung« des anderen
»erfàhrt«, um sich dann immer genau gegenteilig zu entscheiden.

Nun die Beschreibung, welche mir heute einfiel:
In einem Metaversum werden zunàchst alle vier Möglichkeiten,
also (+,-), (-,+), (+,+) und (-,-) realisiert.
Dies widerspricht zunàchst bekannten Erhaltungssàtzen,
ist dafür aber erst einmal rein lokal (kausal) beschreibbar.
Die »verbotenen« Möglichkeiten (+,+) und (-,-) sind nur für
Beobachter sichtbar, die sich in der Schnittmenge der vorderen
Lichtkegel beider Messungen befinden.

Nun kann man annehmen, daß diese Raumzeitpunkte, in denen die
Verletzung eines Erhaltungssatzes beobachtbar ist, irgendwie
instabil werden, so daß es dort keine Beobachter geben kann.
Dann bleiben nur die Beobachter übrig, die (+,-) und (-,+) sehen.



Unter der berechtigten Annahme, dass alle Teilchen miteinander
verschrànkt sind, folgt daraus, dass sogut wie jeder Raumzeitpunkt
instabil ist.
Das kanns also nicht sein.

mfg
Alex

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