Kein Weib für Kain

12/10/2015 - 09:20 von WM | Report spam
In der Geschichte der Mathematik gibt es viele große Mathematiker, die nebenbei auch Kleriker waren (z. B. d'Oresme oder Wallis) oder hàtten werden sollen (z. B. Euler). Dass auch in der Moderne große Mystiker am Werke waren, ist hingegen weitgehend unbekannt, jedoch mit Blick auf die Entwicklung der Mathematik durchaus folgerichtig. Der von Prof. Dr. Alexander Zenkin gepràgte, mit feiner Ironie bewehrte Begriff Mythologiker verfehlt demnach sein Ziel nicht gànzlich. Es wird ein ewig unerreichtes ideal bleiben, alle Mathematik physikalisch nachzuprüfen. Doch die Grundlagen müssen ebenso konkret und nachprüfbar sein wie ein Bierseidel! Auf diesem Standpunkt stand ein großer Mathematiker. Matheologen, die widersinnige Axiome zum Ausgangspunkt ihrer Überlegungen nehmen, dürfen sich nicht beklagen, wenn sie gemeinsam mit Astrologen auf einer Bank angeklagt und verurteilt werden: Man hüte sich vor den Mathematikern, empfahl St. Augustinus. Hàtte er geahnt, was aus seinen Gedanken extrahiert wurde!

Eine ganz enge Parallele zur Theologie hat sich erst mit der transfiniten Mengenlehre aufgetan. Dort besteht bekanntlich die Behauptung, dass es mehr Zahlen als endliche Definitionen gibt, dass man aber trotzdem für jede Zahl eine endliche Definition finden kann. Entscheiden ist der gute Wille. Wer immer strebend sich bemüht ... Die naheliegende Frage, wie man denn, wenn schon alle endlichen Definitionen in allen Sprachen mit allen endlichen Alphabeten formuliert worden sind, eine weitere, davon verschiedene Definition definieren könnte, wird mit dem lapidaren Hinweis auf 1. Mose 4 beantwortet: Adam und Eva waren die erste Menschen und hatten zwei Söhne: Kain und Abel. Kain erschlug Abel, und damit hàtte die Episode schon zu Ende sein müssen. Kein Weib für Kain. Doch Kain ging in ein Land im Osten und nahm eine Frau. Das ist also kein neuer Trick der transfiniten Mengenlehre. Es ging schon vor 6000 Jahren - per Definition.

Gruß, WM
 

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#1 Michael Klemm
12/10/2015 - 11:45 | Warnen spam
WM wrote:

... Die naheliegende Frage, wie man denn, wenn schon alle endlichen
Definitionen in allen Sprachen mit allen endlichen Alphabeten formuliert
worden sind, eine weitere, davon verschiedene Definition definieren
könnte, wird mit dem lapidaren Hinweis auf 1. Mose 4 beantwortet: Adam und
Eva waren die erste Menschen und hatten zwei Söhne: Kain und Abel. Kain
erschlug Abel, und damit hàtte die Episode schon zu Ende sein müssen. Kein
Weib für Kain. Doch Kain ging in ein Land im Osten und nahm eine Frau. Das
ist also kein neuer Trick der transfiniten Mengenlehre. Es ging schon vor
6000 Jahren - per Definition.



Du scheinst auch in praktischen Fragen sehr unbedarft zu sein. Laut
http://www.faz.net/aktuell/gesellsc...26689.html
haben die etwa 100 wildlebenden Rotnackenwallabys nur eine einzige
Vorfahrin.

Gruß
Michael

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