Kelvin-Helmholtz-Mechanismus (Wärmeerzeugung durch gravitationelle Kompression)

28/12/2007 - 10:34 von Ferdinand Simpson | Report spam
Hallo liebe Physikergemeinde,

In einem anderen Thread bin ich auf den im Betreff genannten physikalischen
Effekt gestoßen, welcher angeblich größere Planeten durch Gravitation
aufheizen soll.

Nun habe ich zu diesem Thema bereits weitergehend gegooled aber bisher eher
erfolglos.

Was mir bekannt ist, ist beispielsweise diese Zigarettenanzünder, welche
durch Kompression von Luft so heiß werden, dass es ausreicht, um eine
Zigarette anzuzünden. Diese Zigarettenanzünder bestehen aus einem Kolben und
einem Glasröhren àhnlich wie bei einer Spritze vom Arzt. Der Glaskolben wird
zum Anzünden einer Zigarette von Oben schnell heruntergedrückt und
verdichtet das Gas.

Rein Rechnerisch ist mir natürlich klar was passiert.

Objekt (Gas) mit großer Oberflàche strahlt Menge X Wàrme Energie ab und
bekommt X Wàrmeenergie zurück.

Nach dem Zusammendrücken strahlt das Objekt (jetzt kleiner) die gleiche
Menge Wàrmeenergie ab, aber bekommt wegen der geringeren Oberflàche weniger
Wàrme Energie von außen zurück.

Soweit die Theorie.

Entspricht das, was ich hier beschrieben habe, denn überhaupt dem
Kelvin-Helmholtz-Mechanismus?

Weil bei den größeren Planeten des Sonnensystems wird gesagt, dass sich der
Planet durch _Abkühlen_ erhitzt.

Das verstehe ich nicht.

Kann mir das jemand in einzelschritten erklàren, so dass das ein
Nichtphysiker (wie z.B. ich) nachvollziehen kann?

Danke schonmal für die Mühen! Ich hoffe gemeinsam können wir das lösen.

Ferdinand
 

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#1 Ferdinand Simpson
31/12/2007 - 08:52 | Warnen spam
"Ferdinand Simpson"

In einem anderen Thread bin ich auf den im Betreff genannten
physikalischen Effekt gestoßen, welcher angeblich größere Planeten durch
Gravitation aufheizen soll.

Nun habe ich zu diesem Thema bereits weitergehend gegooled aber bisher
eher erfolglos.

Was mir bekannt ist, ist beispielsweise diese Zigarettenanzünder, welche
durch Kompression von Luft so heiß werden, dass es ausreicht, um eine
Zigarette anzuzünden. Diese Zigarettenanzünder bestehen aus einem Kolben
und einem Glasröhren àhnlich wie bei einer Spritze vom Arzt. Der
Glaskolben wird zum Anzünden einer Zigarette von Oben schnell
heruntergedrückt und verdichtet das Gas.

Rein Rechnerisch ist mir natürlich klar was passiert.

Objekt (Gas) mit großer Oberflàche strahlt Menge X Wàrme Energie ab und
bekommt X Wàrmeenergie zurück.

Nach dem Zusammendrücken strahlt das Objekt (jetzt kleiner) die gleiche
Menge Wàrmeenergie ab, aber bekommt wegen der geringeren Oberflàche
weniger Wàrme Energie von außen zurück.

Soweit die Theorie.

Entspricht das, was ich hier beschrieben habe, denn überhaupt dem
Kelvin-Helmholtz-Mechanismus?

Weil bei den größeren Planeten des Sonnensystems wird gesagt, dass sich
der Planet durch _Abkühlen_ erhitzt.

Das verstehe ich nicht.

Kann mir das jemand in einzelschritten erklàren, so dass das ein
Nichtphysiker (wie z.B. ich) nachvollziehen kann?

Danke schonmal für die Mühen! Ich hoffe gemeinsam können wir das lösen.




Also da bisher keiner geantwortet hat zitiere ich mal Wikipedia:
"Der Kelvin-Helmholtz-Mechanismus ist ein astronomischer Prozess,
der ablàuft, wenn die Oberflàche eines Sterns oder Planeten abkühlt.
Durch die Abkühlung wird der Druck reduziert, wodurch der Stern
oder Planet komprimiert wird. Dies wird von der Gravitation bewirkt.
Die Komprimierung erzeugt nun wiederum Wàrme, die den Kern des
Sterns oder Planeten aufheizt. Man vermutet diesen Mechanismus
sowohl auf Jupiter als auch auf Saturn."

Der Satz "Durch die Abkühlung wird der Druck reduziert, wodurch
der Stern oder Planet komprimiert wird" ist doch totaler physikalischer
Mist oder nicht?

Ich meine das einzig Logische wàre wenn man sagt dass sich Materie beim
Abkühlen zusammenzieht und dadurch weniger Platz einnimmt. Aber das
hat doch nichts mit Druck zu tun. Ich meine die gesamte abgestrahlte Energie
bleibt damit doch gleich und es àndert sich nur die Oberflàche die abstrahlt
und
somit die Energie pro m² Oberflàche. Aber das ist doch quark, weil dadurch
die Temperatur doch nicht steigt oder gleichbleibt sondern einfach nur
_langsamer sinkt_.

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