Killerspiele einst und jetzt

01/04/2009 - 00:34 von Horst | Report spam
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Killerspiele einst und jetzt

Die kleine Guillotine

"Mord und Blutvergießen als einen Zeitvertreib." Caroline Fetscher ist mit Goethes Mutter gegen Killerspiele.

"Man zielt nicht auf Menschen!", hieß es, wenn wir als Kinder mit Plastikflinten "Bonanza" nachspielten. Wir zielten natürlich
doch, Peng! - wie die großen Leute im Film. Kinder ahmen Erwachsene nach. Sie spielen Vater-Mutter-Kind, Schule, Kochen,
Kaufladen, Baggerfahrer, Kranlenker. Die meisten Baustellen im Sandkasten der Kindheit spiegeln die Welt der Großen.

Zuzeiten der Zinnsoldaten lehrte man die frommen Kindlein singen: "Morgen kommt der Weihnachtsmann / Kommt mit seinen Gaben /
Trommel, Pfeife und Gewehr / Fahn und Sàbel und noch mehr / Ja ein ganzes Kriegesheer / Möcht' ich gerne haben." Möcht' ich gerne
haben? Die Kinder wollen das nun mal, behaupteten nicht nur Eltern und Spielzeugfabrikanten. Wir wollen die Bedürfnisse der Kinder
nicht unterdrücken, sagen sie heute und blenden aus, dass die Hersteller all der Dinge immer Erwachsene sind. Nie haben Kinder
solche Möcht-ich-haben-Sachen oder gar deren reale Vorbilder entworfen und produziert.

Gelegentlich dàmmerte das manchen Erwachsenen - Katharina Elisabeth Goethe zum Beispiel, der Mutter des deutschen Dichterfürsten.
Goethe, der in Weimar erfahren hatte, dass Miniatur-Guillotinen als Spielzeug angeboten wurden, bat seine Mutter, ihm aus
Frankfurt am Main ein Exemplar für den kleinen Sohn August zu schicken. Die "Frau Rat" antwortete ihrem Johann Wolfgang in einem
Brief vom 23. Dezember 1793: "Lieber Sohn! Alles was ich dir zu gefallen thun kan, geschieht gern und macht mir selbst Freude -
aber eine solche infame Mordmaschine zu kaufen - das thue ich um keinen preiß - wàre ich Obrigkeit (.) die Maschine hàtte ich
durch den Schinder offendtlich verbrennen laßen - was! die Jugendt mit so etwas abscheuliches spielen zu laßen - ihnen Mord und
Blutvergießen als einen Zeitvertreib in die Hànde geben - nein da wird nichts draus."

Zweihundert Jahre spàter, im Zeitalter der modernen Kriege und des Terrorismus, passen die Erwachsenen in den Spielzeugkonzernen
die Produkte dem Stand der Technik an. Sie programmieren jetzt Videospiele mit Killer-Thrill. Was soll man machen. Die Erwachsenen
wollen das nun mal.

*****

So ist es. Die Kinder bekommen die Killerspiele von
skrupellosen Erwachsenen aufgedrückt, die Werbung
sagt, daß Killerspiele "cool" sind und daß man sie haben
muss.

In Wirklichkeit würden Kinder ganz andere Spiele spielen,
friedfertige Aufbauspiele, Denkspiele, Sportspiele.

Der grosse Erfolg des Nintendo Wii mit "Wii Sports" zeigt,
daß es auch anders geht.

Deswegen müssen wir die skrupellose Killerspieleindustrie
bekàmpfen, wir müssen ihre mafiaöse Verstrickung mit
der USK zerschlagen und dafür sorgen, daß Killerspiele
in Deutschland und Europa verboten werden.

Die USK muss ersetzt werden durch eine Behörde, die
Killerspiele sofort verbietet und die andere Spiele mit der
richtigen Alterseinstufung versieht.

Man darf kein Geld mit dem Leid anderer verdienen und in
Killerspielen geht es nur um Mord&Totschlag. Vertrieb und
Herstellung von Killerspielen müssen verboten werden, damit
die Killerspielemafia diese Machwerke nicht mehr an unsere
Kinder verkaufen können.

Zerschlagt die Killerspielemafia!

Weg mit dem Killerspieledreck!

Horst
 

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#1 Patrick Teubner
01/04/2009 - 11:44 | Warnen spam
Horst schrieb:
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Killerspiele einst und jetzt



Reingefallen. Du hast es nicht begriffen.

Heute ist der 1. April.

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