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Kleine Sensation? ---> Albert-Einstein-Institut (AEI), Hannover

15/01/2008 - 18:18 von Hans O. Thiesen | Report spam
Hallo,
ich fasse einen heute im 'Hamburger Abendblatt'
gelesenen Artikel zusammen:

Es geht um ein Projekt des Albert-Einstein-Instituts (AEI)
in Hannover, der experimentellen Abteilung des Potsdamer
Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik.

Mit einem ungewöhnlichen Versuch soll bewiesen werden,
dass sich bizarre Effekte der Quantenmechanik auch in der
Makro-Welt bemerkbar machen.
Sie wollen zwei mehrere Kg schwere Spiegel quantenmechanisch
verschrànken, also dazu bringen, dass die sich genau
synchron verhalten.
Die Handteller-grossen Spiegel werden an Pendeln in einer
10 m langen Vakuumkammer aufgehàngt.
Dann wird durch einen Strahlteiler ein Laser auf sie gelenkt.
Der Druck des Lichtes làsst die Spiegel rein zufàllige
Pendelbewegungen ausführen, denn ein Licht flackert immer
ein wenig.
Gleichzeitig wirkt die Pendelbewegung auf das Laserlicht zurück
und veràndert seine Schwingung.
Spiegel und Laser bilden eine verkoppelte Einheit.
Das Licht dient gleichzeitig als Werkzeug und als Mess-Mechanismus,
denn messen will man anhand von Lichtmustern, die das gespiegelte
Laserlicht bildet.
Diese Interferenzen ermöglichen zu jedem Zeitpunkt eine exakte
Bestimmung von Ort + Geschwindigkeit der pendelnden Spiegel.
Gelingt die Verschrànkung, müssten sie sich in völligem
Gleichtakt bewegen.

Quote...
"Sollte das gelingen,wàre das eine kleine Sensation"
sagt Roman Schnabel am AEI.
Sie könnte dazu beitragen, einen Traum der Physik zu erfüllen:
die Relativitàtstheorie und Quantenmechanik zusammenzuführen,
also die zwei Gedankengebàude, mit denen sich die gesamte
physikalische Welt beschreiben làsst.
Unquote...

Bis Ende des Jahres soll die Versuchsanordnung aufgebaut sein.
2009 sollen die Messungen beginnen.
 

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#1 Norbert Dragon
15/01/2008 - 19:49 | Warnen spam
* Hans O Thiesen schreibt:

Es geht um ein Projekt des Albert-Einstein-Instituts (AEI)
in Hannover, der experimentellen Abteilung des Potsdamer
Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik.


"Sollte das gelingen,wàre das eine kleine Sensation"
sagt Roman Schnabel am AEI.
Sie könnte dazu beitragen, einen Traum der Physik zu erfüllen:
die Relativitàtstheorie und Quantenmechanik zusammenzuführen,
also die zwei Gedankengebàude, mit denen sich die gesamte
physikalische Welt beschreiben làsst.



Wissenschaftliche Arbeit an der Leibniz Universitàt Hannover soll
plakativ vermarktet werden. Dann kommt es zu solchen Aussagen.

Wie man das Gravitationsfeld, den Laserstrahl, die Strahlteiler und
die Spiegel als ein quantenmechanisches System beschreibt und was die
Orts-Impulsunschàrfe des quantenmechanischen Systems der Spiegel für
das Rauschen des Meßsignals besagt, war vor Jahren die Diplomarbeit
von jemandem, dessen Beitràge hier in de.sci.physik ich mir nicht
entgehen lasse.

Daß ein System von zwei Spiegeln, das man quantenmechanisch als
Produktzustand startet, durch Wechselwirkung verschrànkt wird,
ist der Normalfall und normalerweise nicht zu verhindern.

Die große experimentelle Kunst ist es, diese Verschrànkung zu
messen.

Von dieser Kunst ist allerdings in der Zeitung nichts zu lesen.

Aberglaube bringt Unglück

www.itp.uni-hannover.de/~dragon

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