Kompilieren unter Windows für Dummies?

30/09/2014 - 01:33 von Harald Effenberg | Report spam
Hi!

Ich habe openssl kompiliert mit minGW und MSYS nach der Anleitung auf
https://qt-project.org/wiki/Compili...with-MinGW

Es hat auch alles geklappt, aber mein Problem ist:
Ich habe keine Ahnung, warum.
Was habe ich da eigentlich gemacht? Was bedeutet das "xvzf" bei
$ tar xvzf openssl-1.0.1c.tar.gz ?
Was geschieht bei
$ ./Configure --prefix=$PWD/dist no-idea no-mdc2 no-rc5 shared mingw ?
Warum
$ make depend && make && make install ?

Wollte ich z.B. LAME oder ffmpeg kompilieren: Müsste ich dann
die gleichen Befehle und Parameter verwenden?

http://www.mingw.org/wiki/HOWTO hat mir leider nicht weitergeholfen.
Kennt jemand ein Tutorial, welches sich in möglichst einfachen
Worten dieses Themas annimmt?

Oder eine NG, in welche diese Frage besser passt?

TIA und HAND,
Harald
Letzte Vorstellungen: 14. bis 16. Oktober im Schlosspark Theater
in "Der Lügenbaron" ("Mein bester Freund") von Eric Assous
http://www.effenberg.de/der-luegenbaron.htm
 

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#1 Florian Rehnisch
30/09/2014 - 04:58 | Warnen spam
o Harald Effenberg :
Ich habe openssl kompiliert mit minGW und MSYS nach der Anleitung auf
https://qt-project.org/wiki/Compili...with-MinGW



Mingw und cygwin bringen ja Unix-Befehle nach MS Windows. Hmm.
Ich habe OpenSSL auch nich nie selbst kompilert.

Es hat auch alles geklappt, aber mein Problem ist:
Ich habe keine Ahnung, warum.
Was habe ich da eigentlich gemacht? Was bedeutet das "xvzf" bei
$ tar xvzf openssl-1.0.1c.tar.gz ?



Tar ist ein Dateiarchivierer. Das ,x` steht fuer auspacken, ,v`
gibt die Dateinamen ,verbous` aus, ,z` gibt an dass das Archiv,
auch Tarball genannt, mit gzip komprimiert wurde, ,f` erwartet den
Dateinamen auf der Kommandozeile.

Ich ueberlege grade, und bezweifle, das die als Heartbleed
bekannte Sicherheitsluecke in Deiner Version von OpenSSL
behoben wurde.

Was geschieht bei
$ ./Configure --prefix=$PWD/dist no-idea no-mdc2 no-rc5 shared mingw ?



Ein Configure-Skript bereitet das Quellarchiv auf das Compileren
vor. Es prueft, ob bestimmte Systemvoraussetzungen und
Abhaegigkeiten (also Software, die bestimmte Faehigkeiten liefert,
.exe und .dll) vorhanden sind. Meist kann man mit --prefix einen
Installationsort vorgeben, PWD gibt das aktuelle Verzeichnis an.
Bei den no- Optionen gehe ich davon aus, das bestimmte
Verschluesselungsalgorithmen ausgeschlossen werden. Zu ,shared`
kann ich nicht viel sagen; es bedeutet fuer gewoehnlich, dass
ausfuehrbare Programme aus gemeinsam benutzten Libraries ihre
Funktionen beziehen. ,mingw`, hmm, aktiviert einen Regelsatz fuer
mingw.

Als Abschluss erstellen Configure-Skripte ein sogenanntes
Makefile, das Anweisungen fuer das Uebersetzen und Installieren
des Pakets enthaelt enthaelt.

Warum
$ make depend && make && make install ?



make kompiliert und installiert das Paket. ,make depend` ist
recht unueblich.

Wollte ich z.B. LAME oder ffmpeg kompilieren: Müsste ich dann
die gleichen Befehle und Parameter verwenden?



Zumindest aehnlich... Pakete enthalten ueblicherweise eine
Textdatei ,INSTALL` oder auch ,README`, wo der Build-Prozess
beschrieben wird. Mit Paket meine ich hier den Quellcode von
den Original-Autoren.

http://www.mingw.org/wiki/HOWTO hat mir leider nicht weitergeholfen.
Kennt jemand ein Tutorial, welches sich in möglichst einfachen
Worten dieses Themas annimmt?



Leider nicht ...
Oder eine NG, in welche diese Frage besser passt?



Da de.comp.gnu und de.alt.comp.cygwin wohl in die Ewigkeit
gegangen sind, faellt mir nur de.comp.os.unix.misc ein ...

fm- grad mit Linux from Scratch am machen, wo man
viele Pakete baut -r

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