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Kondensator im Netzteil von NLE20E

17/10/2012 - 21:46 von Rolf Bombach | Report spam
Hallo NG

Vorhin bei den LED-Lampen wurde schon das Thema Kondensator-
"Netzteile" angeschnitten. Hier meine Leidensgeschichte ;-].

Ein Luftentfeuchter Einhell NLE 20E wollte nicht mehr. Irgendwie
hatte ich den Eindruck, bereits neuwertig funktioniere die
Ekeltronik nicht richtig. Das wurde dann immer schlimmer,
manchmal fiel die Steuerung in Zustànde, aus der sie nicht
mehr rauskam, egal wie man auf dem Bedienknopf rumdrückte.
Im blockierten Zustand lief das Geràt, oder auch nicht,
und es leuchteten 0 bis 2 LED, in unterschiedlichen Farben.

Egal. Mit der Zeit ist mir vermehrt aufgefallen, dass die
LED(s) umso dunkler aufleuchten, je mehr davon leuchten wollten.
Und je mehr Verbraucher die Elektronik einschalten wollte.
Selbst der Tasten-Pieps verdunkelte die LEDs.

Schliesslich kam es vermehrt zu unerwarteten Abschaltungen,
manchmal konnte man dann auch nicht mehr einschalten. Das wurde
schliesslich dermassen bizarr, dass man nur noch Abends nach 21 Uhr
starten konnte, offenbar haben wir dann 1-2 Volt mehr auf der
Leitung. Und wehe man startet einen Fön an der gleichen Leitung...

Klar, gab Würgarounds, ganz schnell beim Einschalten bis zum
gewünschten Mode weiterdrücken, dann Knopf schnell loslassen,
bevor die Elektronik Strom für Schaltvorgànge braucht. Wie
gesagt, der Piepser war dann zuviel.

Ich hab mir dann mal die Elektronik vorgeknöpft. Zuerst dachte
ich, da wàre doch tatsàchlich ein kleiner Netztrafo eingebaut;
die Netzzuleitung ging an so einen schwarzen Würfelzucker. Der
stellte sich dann aber als Relais für den Kompressor heraus.
War wie zu erwarten so ein Kondensator-Netzteil. Bild vom Kondi
und dessen Nachfolger:
http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/kondis.jpg
Bild unscharf, da Teile direkt gescannt. RM 27.5.
Der ursprüngliche 1.5 uF hat noch, schràg abgelesen und
kaufmànnisch gerundet, 0.64 uF. Mit dem Neuen, allerdings auch
nicht über alle Zweifel erhabenen, funktioniert wieder alles
wie neu (ich vermeide "wie es sollte").
Alter Kondi 8 Gramm, neuer 14 Gramm. Neuer leider auch ungefàhr
doppelt so dick. Damit hatte er ganz genau nicht mehr Platz
neben den andern Bauteilen. Ich konnte allerdings recht elegant
den Hochleistungs-Triac (TO-92 ;-] ) für die Lüftersteuerung
auf die Platinenunterseite zum Hühnerfutter gesellen.

Fazit: Das Ding war wohl insgesamt kein Jahr am Netz, geschweige
denn in Betrieb (was ja für den Kondi egal ist). Und schon die
halbe Kapazitàt runter, wofern er den Nennwert überhaupt je
gehabt hat, was ich bezweifle.
Elektronik an dieser Stelle scheint mir generell Mist. Unter anderem
ist ein Betrieb an einer Schaltuhr so nicht mehr möglich. Auch
stoppt der Lüfter nur nach (elektronischem) Ausschalten (d.h.
das mit dem Triac funktioniert durchaus), aber im Regelbetrieb
làuft er durch. Frisst dadurch eventuell noch mehr Strom als
der im Intervall laufende Kompressor. Burggraben...


mfg Rolf Bombach
 

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#1 Joerg
17/10/2012 - 22:18 | Warnen spam
Rolf Bombach wrote:
Hallo NG

Vorhin bei den LED-Lampen wurde schon das Thema Kondensator-
"Netzteile" angeschnitten. Hier meine Leidensgeschichte ;-].

Ein Luftentfeuchter Einhell NLE 20E wollte nicht mehr. Irgendwie
hatte ich den Eindruck, bereits neuwertig funktioniere die
Ekeltronik nicht richtig. Das wurde dann immer schlimmer,
manchmal fiel die Steuerung in Zustànde, aus der sie nicht
mehr rauskam, egal wie man auf dem Bedienknopf rumdrückte.
Im blockierten Zustand lief das Geràt, oder auch nicht,
und es leuchteten 0 bis 2 LED, in unterschiedlichen Farben.

Egal. Mit der Zeit ist mir vermehrt aufgefallen, dass die
LED(s) umso dunkler aufleuchten, je mehr davon leuchten wollten.
Und je mehr Verbraucher die Elektronik einschalten wollte.
Selbst der Tasten-Pieps verdunkelte die LEDs.

Schliesslich kam es vermehrt zu unerwarteten Abschaltungen,
manchmal konnte man dann auch nicht mehr einschalten. Das wurde
schliesslich dermassen bizarr, dass man nur noch Abends nach 21 Uhr
starten konnte, offenbar haben wir dann 1-2 Volt mehr auf der
Leitung. Und wehe man startet einen Fön an der gleichen Leitung...

Klar, gab Würgarounds, ganz schnell beim Einschalten bis zum
gewünschten Mode weiterdrücken, dann Knopf schnell loslassen,
bevor die Elektronik Strom für Schaltvorgànge braucht. Wie
gesagt, der Piepser war dann zuviel.

Ich hab mir dann mal die Elektronik vorgeknöpft. Zuerst dachte
ich, da wàre doch tatsàchlich ein kleiner Netztrafo eingebaut;
die Netzzuleitung ging an so einen schwarzen Würfelzucker. Der
stellte sich dann aber als Relais für den Kompressor heraus.
War wie zu erwarten so ein Kondensator-Netzteil. Bild vom Kondi
und dessen Nachfolger:
http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/kondis.jpg




Es geht noch besser: Kondensator von Netzspannung an einen uC, nicht an
VCC sondern an einen Port Pin. Man nahm der Einfachheit halber die
parasitaeren Substratdioden als Gleichrichter, da nix kostet.
Kondensator an VCC. Regler: Keiner. Z-Diode oder sonstige Begrenzung: Keine.

Ich mit der Scope Spitze kurz an den Oszillator-Pin gekommen, die
Quarzschwingung muss dabei wohl abgerissen sein ... *POFF* ... Krater im
uC. Man hatte offenbar den Code so "austariert" dass selbiger immer in
etwa den gleichen Strom zog. Dummy-Routinen in den Ruhephasen und so.
Wehe wenn der Prozessor stehenblieb, aus welchem Grund auch immer. Auch
ein Brownout der Netzspannung durfte aus naheliegenden Gruenden nicht
vorkommen bzw. wurde mit Knall und Amperegeruch quittiert.

[...]

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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