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Kondensatormotor - Drehzahl reduzieren

21/09/2007 - 00:47 von Matthias Weingart | Report spam
Hi,

ich habe hier einen Kondensatormotor (250W, 230V, 10uF Kondensator),
dessen Drehzahl ich gern verringern möchte - bei möglichst
unveràndertem Drehmoment. (Also am besten die Frequenz der
Wechselspannung verringern, bei gleichbleibender Spannung).
Leider bràuchte ich da einen Inverter (Frequenzumrichter), der zwei um
90° verschobene Ausgangsspannungen erzeugt (der Kondensatormotor ist ja
ein 2 Phasenmotor), denn wegen des Kondensators dürfte da ein
Einphaseninverter nicht funktionieren (oder?).
Die Inverter, die handelsüblich sind, liefern ja
auch meist 3 Phasen für einen normalen Asynchronmotor.
Mit 3 Phasen an den 2 Phasenmotor, das klappt ja auch nicht.
Sollte ich das Aggregat dann doch lieber auf DC oder 3 Phasenmotor
umbauen? (Nur wo den passenden Motor hernehmen). Es geht hier nur um
ein Einzelstück. Den Inverter will ich nicht selber bauen.

Matthias
 

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#1 Andreas Bockelmann
21/09/2007 - 10:26 | Warnen spam
Matthias Weingart schrieb:
Hi,

ich habe hier einen Kondensatormotor (250W, 230V, 10uF Kondensator),
dessen Drehzahl ich gern verringern möchte - bei möglichst
unveràndertem Drehmoment. (Also am besten die Frequenz der
Wechselspannung verringern, bei gleichbleibender Spannung).



Nein, das willst Du nicht, denn dann steigt der Strom.
man Induktivitàt


Leider bràuchte ich da einen Inverter (Frequenzumrichter), der zwei um
90° verschobene Ausgangsspannungen erzeugt (der Kondensatormotor ist ja
ein 2 Phasenmotor), denn wegen des Kondensators dürfte da ein
Einphaseninverter nicht funktionieren (oder?).




Fragen wir mal anders:

Um wieviel Prozent willst DU mit der Drehzahl runter? Soll die Drehzahl
variabel werden oder fix eingestellt werden?

Ich habe hier jetzt nur den Katalog vom blauen Claus, da sind Siemens
Frequenzumrichter einphasig und dreiphasig drin.

Wer sagt Dir eigentlich, dass die Hilfswicklung (die mit der
Kondensatorphase) die gleichen Werte wie die Hauptwicklung hat? Mein
Studium ist lange her und Maschinen hatten wir Nachrichtentechniker nur
im Nebenfach, aber WIMRE bekommst Du bei Kondensatormotoren und
Spaltpollàufern gerade mal ein elliptisches Drehfeld hin.

Mein Ansatz wàre: Neue Frequenz fix vorgeben, einphasig einspeisen und
die Ströme auf zulàssige Werte begrenzen. Den Kondensator neu
berechnen/abschàtzen und für die neue Festfrequenz einbauen.

Ansonsten: Einphasenmotor entsorgen, Dreiphasenmotor verwenden und dafür
den geeigneten Frequenzumrichter einsetzen, dann kannst Du Deine
Maschine fast aus dem Stand mit ausreichend Drehmoment anfahren. Aber
auch dabei gilt: Spannungen müssen den Frequenzen angepasst werden. Du
darfst weder die Leistung noch die einzelnen Ströme über dem zulàssigen
Bereich fahren. Und bedenke auhc, dass Motoren zum Teil einen Lüfter
haben, der sich auf der Welle mitdreht. Geringere Motorendrehzahl -->
geringere Kühlung, somit geringere Verlustleistungsabführung.

Ach ja, an welche Leistung (mechanisch/elektrisch) denkst Du so und was
darf das Ganze kosten?



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