Konfiguration von stunnel

06/02/2008 - 14:02 von Norbert Dragon | Report spam
Zum Thema "PMMail/2 mit pop3s" schrieb ich


Ich gehöre zu den OS/2-Benutzern, die gerade einmal verstehen, zur
Installation diese oder jene Datei in dieses oder jenes Verzeichnis
zu kopieren.

Damit bei PMMail die Einstellung Settings Receive "Use Secure Channel"
auswàhlbar ist, muß, der Beschreibung nach, stunnel laufen. Wie man
stunnel startet, habe ich noch nicht herausfinden können.



Mittlerweile habe ich herausgefunden, wie man stunnel mit
Programmen verwendet, die selbst keine SSL-Verbindung zu einem
Mail-Server aufbauen können. Die folgende Beschreibung hàtte mir
Mühe erspart, sie hilft hoffentlich anderen OS/2-Benutzern.

Dazu zunàchst die OS/2-Version von stunnel 4.20 von Paul Smedley
herunterladen

http://download.smedley.info/stunnel-4.20-os2.zip

und in einem Verzeichnis, beispielsweise c:\apps auspacken.

unzip stunnel-4.20-os2.zip

Es entsteht das Unterverzeichnis stunnel, das die benötigten Dateien
enthàlt. Allerdings erwartet stunnel die Konfigurationsdatei in einem
Unterverzeichnis ./etc desjenigen Verzeichnisses, in dem es selbst
làuft.

Also solch ein Verzeichnis erzeugen und die Konfigurationsdatei
dorthin verschieben

cd stunnel

mkdir etc

mv stunnel.conf etc

In der Datei ./etc/stunnel.conf müssen dann noch mit einem
Editor die folgenden Änderungen vorgenommen werden:

Die Zeile cert = stunnel.pem durch ein vorgestelltes Semikolon ";"
auskommentieren, denn stunnel wird vom Endbenutzer im Client-Modus
verwendet.

; cert = stunnel.pem

Um möglichst ausführliche Fehlermeldungen zu bekommen, entfernt man
das Semikolon vor ;debug = 7 .

debug = 7

Für den Endbenutzer làuft stunnel als Client. Es muß
daher das Semikolon vor ;client = yes entfernt werden.

client = yes

Die Konfiguration von [pop3s] muß für den Endbenutzer nicht

accept = 995
connect = 110

heißen, sondern

accept = 110
connect = mein.mail.server:995

Dann akzeptiert stunnel die Anfragen von Programmen des Endbenutzers
auf Port 110 und leitet sie an mein.mail.server dortiger Port 995
weiter.

Die [imaps] Konfiguration habe ich bei mir mit Semikolons
auskommentiert, da ich eine Verbindung zum pop3s Server benötige.

Für ausgehende Post heißt die [ssmtp] Konfiguration bei mir nicht

accept = 465
connect = 25

sondern

accept = 25
connect = mein.mail.server:465

Dann akzeptiert stunnel Anfragen von Programmen des Endbenutzers
auf Port 25 und leitet sie an mein.mail.server dortiger Port 465
weiter.

Damit beispielsweise PMMail/2 mit stunnel zusammenwirkt, muß in
PMMail/2 in Account Settings Receive als Pop-Server

localhost

und Port 110 eingetragen werden, in Account Settings Send ist als
SMTP-Server

localhost

und Port 25 einzutragen. Per Kommandozeile (oder als Programmobjekt)
startet man dann stunnel und verwendet PMMail/2 so wie vorher.

[OS/2-Kommando] stunnel

Auch mein Antispamprogramm Deleatur làuft so wie bisher, wenn ich als
mailsever

localhost

angebe.

Aberglaube bringt Unglück

www.itp.uni-hannover.de/~dragon
 

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#1 Christian Hennecke
08/02/2008 - 12:01 | Warnen spam
On Wed, 6 Feb 2008 13:02:21 UTC, Norbert Dragon
wrote:

Zum Thema "PMMail/2 mit pop3s" schrieb ich

> Ich gehöre zu den OS/2-Benutzern, die gerade einmal verstehen, zur
> Installation diese oder jene Datei in dieses oder jenes Verzeichnis
> zu kopieren.

> Damit bei PMMail die Einstellung Settings Receive "Use Secure Channel"
> auswàhlbar ist, muß, der Beschreibung nach, stunnel laufen. Wie man
> stunnel startet, habe ich noch nicht herausfinden können.

Mittlerweile habe ich herausgefunden, wie man stunnel mit
Programmen verwendet, die selbst keine SSL-Verbindung zu einem
Mail-Server aufbauen können. Die folgende Beschreibung hàtte mir
Mühe erspart, sie hilft hoffentlich anderen OS/2-Benutzern.



Schön und gut, aber das hàttest Du eigentlich nicht tun müssen. Dafür
gibt's bei PMMail die Einstellungsnotizbuchseite Settings > Secure
Transfer. Dort lassen sich Kanàle definieren, so daß Du die
Einstellungen für Send und Receive nicht àndern mußt.
"I smell blood and an era of prominent madmen." - W.H. Auden

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