Kontinuierliche Digitaltechnik

28/08/2008 - 23:38 von Thorsten Wahn | Report spam
Hallo,

in der Zeitschrift "Elektronik" làuft gerade eine Artikelserie über
"Kontinuierliche Digitaltechnik". (1)
Ich bin zugegeben nicht der Hellste, aber irgendwie kommen mir manche
Schlussfolgerungen des Autors seltsam vor. Beispielsweise, wenn die
erklàrtermaßen audiotaugliche Variante einer Implementation der
Kontinuierliche Digitaltechnik mit 9 bit Auflösung daherkommt.
Die Begründung des Autors: das menschliche Ohr kann nur 5%
Pegelunterschiede wahrnehmen, daher kann man die 140 dB Dynamik des
menschlichen Ohres in 325 Stufen aufteilen - was 9 bit Auflösung
entspricht. Klingt zunàchst plausibel.
Aber selbst wenn nun das im Artikel beschriebene zeitvariante Sampling
zum Einsatz kommt, so sehe ich nicht, wie es gelingen sollte, einen
Ton von z.B. 50 Hz und zugleich einen Ton von 3 kHz mit sagen wir mal
30 dB kleinerem Pegel abzutasten - der 3kHz-Ton wàre kleiner als 5%
der Amplitude des 50Hz-Pegels und könnte somit nicht mehr abgetastet
werden - sofern ich das Verfahren richtig verstanden habe. Bei so
großem Frequenzabstand würde aber der Verdeckungseffekt des
menschlichen Ohres noch gar nicht zum Tragen kommen. (2)
Und ebenfalls unverstàndlich finde ich, dass bei der Kontinuierliche
Digitaltechnik kein Quantisierungsrauschen auftreten soll - aber als
Mathematik-DAU konnte ich den mathematischen Grundlagen im 1. Teil der
Serie natürlich kaum folgen geschweige diese verstehen.
Bevor ich nun mein nachrichtentechnische Grundlagenwissen über Bord
schmeiße, meine Frage an die Wissenschaftler und Fachleute unter euch:
Hat jemand diesen Artikel gelesen und ist in der Lage, diesen fachlich
zu kommentieren?

Grüße
Thorsten

(1) Online existiert ein Exzerpt des Autors: http://rosw.cs.tu-berlin.de/voelz/PDF/Werbung.pdf
(2) http://www.uni-oldenburg.de/musik/t...ERDECK.gif
 

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#1 Frank Buss
29/08/2008 - 00:28 | Warnen spam
Thorsten Wahn wrote:

in der Zeitschrift "Elektronik" làuft gerade eine Artikelserie über
"Kontinuierliche Digitaltechnik". (1)



Müsste man sich mal das Patent zu ansehen und dann in Software simulieren,
um zu sehen, ob man einen Unterschied hören kann. So auf den ersten Blick
sieht es so aus, als hàtte der Auto ADPCM neu "erfunden".

Frank Buss,
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

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