Konzept Spannungsversorgung Serverraum

20/10/2009 - 12:13 von Carsten Kreft | Report spam
Hallo,
für einen Kunden sollen wir eine Spannungsversorgung eines hochsicheren
Serverraums erstellen.
Vorhandene Daten:
Benötigte Leistung (zur Zeit): 5300VA
USV: 10kVA, 30min, 3Phasen Ein- und Ausgang, getrennter Bypass, aufrüstbar
auf 20kVA, 15min (Software), durch Zusatzakkus auch auf höhere Zeiten
erweiterbar
Diesel: 28kVA (!), muss aber im Notfall eine Tauchpumpe (ED bei 5%) mit 5,3A
3~ (=ca. 4kVA) und ein bisserl Notlicht, rund 2kW versorgen

Alle Server haben redundante Netzteile, also je zwei 230V Kaltgeràtestecker
Im eigentlichen Serverraum sind zwei Klimageràte vorgesehen, eins alleine
ist ausreichend, im Technikraum (USV, Löschanlage, Alarmzentrale,
Brandfrühesterkennung) wird es EIN eigenes Klimageràt geben.

Die Versorgung wird über zwei Leitungen erfolgen:
1. 5x10mm² direkt vom hauseigenen Trafo
2. 5x10mm² vom Diesel, im Netzbetrieb kommen da 400V vom Trafo, beim Ausfall
einige zig Sekunden gar nichts, dann 400V vom Diesel.

Ich werde also drei Verteilungen haben:
Netz, Diesel und USV.
Zu den Netzwerkschrànken werden je zwei 5x2,5mm² (3 x 16A abgesichert)
liegen für zwei Stromversorgungsleisten. Diese haben je 10 Abgànge, die mit
Feinsicherungen individuell abgesichert werden können. (Aktuell hat jeder
Abgang 6A mitteltràge).

Nun die Fragen:
Die USV:
Wenn ich die Netzversorgung auf "Netz" packe und den Bypass auf "Diesel",
dann wird beim langen Stromausfall die USV nicht mehr geladen, also muss die
Netzversorgung doch über den Diesel laufen? (Abzuklàren wàre, ob die USV bei
Wegfall des Netzes und vorhandenem Dieselstrom auf Bypass schaltet oder stur
die Akkus leerzieht.)

Die jeweils andere Stromversorgungsleiste des Schrankes:
Eher auf "Netz" oder auf "Diesel"?

Die Klimageràte:
Eins auf "USV" (dann muss auf 20kVA aufgelastet werden) und eins auf Diesel?
Oder auf "Netz" und "Diesel" (im Falle der Netzunterbrechung und Störung des
Diesel erfolgt dann nach einiger Zeit die Zwangsabschaltung der EDV wegen
Übertemperatur im Raum).

Tja, und dann die RCD Geschichte.
Klar ist, dass RCD nicht gesetzt werden. Die Gefahr eines elektrischen
Schlages ist niedrigst, da die Servergehàuse zusàtzlich zum Schutzleiter
auch direkt mit dem Potenzialausgleich verbunden sind. Die Leitungen, die
mitgeliefert wurden, muss ich nochmal nachmessen, ich denke aber, dass das
6mm² Leitungen waren. Allerdings möchte ich das Ganze doch auch überwachen,
gerade auch, um schleichende Verschlechterungen der Ableitströme zu
bemerken. Hat jemand das schon mal mit RCM gemacht? (Fehlerstrom-Anzeiger,
die auch bei Grenzwerten Schaltausgànge aktivieren)
 

Lesen sie die antworten

#1 Wilhelm Ernst
21/10/2009 - 21:17 | Warnen spam
Am Tue, 20 Oct 2009 12:13:53 +0200 hat "Carsten Kreft"
viele Projektdetails erzàhlt.

Mein Vorschlag:
Lass es jemanden machen, der das kann. Deine Fragen zeugen von
fundamentalen Lücken - siehe unten.
Damit wird das keine hochsichere Stromversorgung für einen hochsicheren
Serverraum...
mfg
Willi
Hallo,
für einen Kunden sollen wir eine Spannungsversorgung eines hochsicheren
Serverraums erstellen.
Vorhandene Daten:
Benötigte Leistung (zur Zeit): 5300VA
USV: 10kVA, 30min, 3Phasen Ein- und Ausgang, getrennter Bypass, aufrüstbar
auf 20kVA, 15min (Software), durch Zusatzakkus auch auf höhere Zeiten
erweiterbar
Diesel: 28kVA (!), muss aber im Notfall eine Tauchpumpe (ED bei 5%) mit 5,3A
3~ (=ca. 4kVA) und ein bisserl Notlicht, rund 2kW versorgen

Alle Server haben redundante Netzteile, also je zwei 230V Kaltgeràtestecker
Im eigentlichen Serverraum sind zwei Klimageràte vorgesehen, eins alleine
ist ausreichend, im Technikraum (USV, Löschanlage, Alarmzentrale,
Brandfrühesterkennung) wird es EIN eigenes Klimageràt geben.

Die Versorgung wird über zwei Leitungen erfolgen:
1. 5x10mm² direkt vom hauseigenen Trafo
2. 5x10mm² vom Diesel, im Netzbetrieb kommen da 400V vom Trafo, beim Ausfall
einige zig Sekunden gar nichts, dann 400V vom Diesel.

Ich werde also drei Verteilungen haben:
Netz, Diesel und USV.



Ich denke, Du solltest eine Verteilung haben.
Diese hat eine Einspeisung.
Im ungestörten Betrieb erfolgt diese über die Strecke
NetzUSVVerteilung, bei Netzausfall wird anstelle des Netzes der
Diesel in das Hausnetz bzw. den Zweig zur USV eingespeist.

Zu den Netzwerkschrànken werden je zwei 5x2,5mm² (3 x 16A abgesichert)
liegen für zwei Stromversorgungsleisten. Diese haben je 10 Abgànge, die mit
Feinsicherungen individuell abgesichert werden können. (Aktuell hat jeder
Abgang 6A mitteltràge).

Nun die Fragen:
Die USV:
Wenn ich die Netzversorgung auf "Netz" packe und den Bypass auf "Diesel",
dann wird beim langen Stromausfall die USV nicht mehr geladen, also muss die
Netzversorgung doch über den Diesel laufen? (Abzuklàren wàre, ob die USV bei
Wegfall des Netzes und vorhandenem Dieselstrom auf Bypass schaltet oder stur
die Akkus leerzieht.)

Die jeweils andere Stromversorgungsleiste des Schrankes:
Eher auf "Netz" oder auf "Diesel"?

Die Klimageràte:
Eins auf "USV" (dann muss auf 20kVA aufgelastet werden) und eins auf Diesel?
Oder auf "Netz" und "Diesel" (im Falle der Netzunterbrechung und Störung des
Diesel erfolgt dann nach einiger Zeit die Zwangsabschaltung der EDV wegen
Übertemperatur im Raum).

Tja, und dann die RCD Geschichte.
Klar ist, dass RCD nicht gesetzt werden. Die Gefahr eines elektrischen
Schlages ist niedrigst, da die Servergehàuse zusàtzlich zum Schutzleiter
auch direkt mit dem Potenzialausgleich verbunden sind. Die Leitungen, die
mitgeliefert wurden, muss ich nochmal nachmessen, ich denke aber, dass das
6mm² Leitungen waren. Allerdings möchte ich das Ganze doch auch überwachen,
gerade auch, um schleichende Verschlechterungen der Ableitströme zu
bemerken. Hat jemand das schon mal mit RCM gemacht? (Fehlerstrom-Anzeiger,
die auch bei Grenzwerten Schaltausgànge aktivieren)




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