Kopenhager Deutung

22/08/2008 - 16:44 von Vogel | Report spam
Kopenhager Deutung, Verschrànkung, hidden Parameters und Bell




Die Kopenhager Deutung geht man davon aus, dass der Quantenzustand eines
quantischen Systems vor der Messung unbestimmt sei, nach der Messung aber
bestimmt.
Abgeleitet wird dies in der QM aus der Unschàrferelation, gestützt durch
Interpretationen dessen was bei der Verschrànkung geschieht,
als auch durch die Interpretation der Bellschen Ungleichung, welche gemàss
der heutigen Interpretation, die Existenz von Zustandgrössen vor der
Messung, sogenannter hidden Parameters, verneint. Wohlgemerkt, sie
verneint, gemàss der gàngigen Interpretation,
die Existenz von Zustandsgrössen selber, nicht etwa nur die Existenz eines
Wertes einer Zustandsgrösse.
Was soll das aber für ein materielles System denn sein, das gar keine
Zustandsparameter hat, also gar keinen Zustand. Das ist schlichtweg eine
unphysikalische Ansicht, der übrigens ein Werner Heissenberg nicht folgte.




Logisch und physikalisch unwidersprüchlich ist folgendes:




Wie funktioniert denn nun eine Messung? Man làsst verschiedene Teilchen in
die Messappartur hinein und erhàlt beim Ausgang Teilchen die alle im
gleichen Zustand sind.




Wie ein Teilchen sich in der Messapparatur verhàlt, wird durch den vorab
bestimmten momentanen Wert einer Zustandsgrösse und durch die
Unschàrferelation bestimmt.




In der Messapparatur findet eine Selektion der eingegangenen Teilchen
statt, im Einklang mit der Unschàrferelation und dem momentanen Wert der
gemessenen Zustandsgrösse vor dem Messen.




Teilchen deren Zustandsgrösse einen passenden Wert bereits vor der Messung
hat, verlassen die Messapparatur *ohne* Änderung ihres Zustandes.
Dies làsst sich durch wiederholte Messungen mit dem gleichen
Messergebnises, desselben Teilchens bei gleicher Pràparation, beweisen.




Die logisch zwingende Schlussfolgerung ist, dass deren Zustand bereits vor
der Messung feststand. Da aber die Auswahl dieser Untermenge rein zufàllig
ist, muss diese Schlussfolgerung für alle Teilchen gelten, nàmlich dass der
Zustand aller Teilchen bereits vor der Messung bestimmt ist.
Denn durch geeignete Änderung der Pràparation, finden sich immer Teilchen
die mit unveràndertem Zustand den Messapparat verlassen, was sich ebenfalls
durch Wiederholung der Messung mit gleichem Messergebnis bei gleicher
Pràparation beweisen làsst.




Teilchen deren Zustandgrösse einen anderen, aber bestimmten Wert hat,
gehen nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit aus dem Messvorgang hervor,
wegen der Unschàrferelation.




Eine Wechselwirkung mit dem Messapparat findet (gemàss Feyman) NIE statt
bei einer Messung. Es findet immer nur eine Selektion statt.
(eine physikalisch vorhandene Superposition ist daher Unfug, woraus sich
dann so ein Schwachsinn wie Vieleweltentheorie ableitet)
Selbst wenn diese Teilchen vor der Messung einen bestimmten Zustand haben,
ist das Ergebnis der Messung, gemàss der Unschàrferelation, unbestimmt.
Es ist nicht erforderlich, dass der Zustand der Teilchen vor der Messung
unbestimmt ist, um ein unbestimmtes Messergebnis zu erhalten.
(kann man bei Feynman nachlesen)




Es ist also die Unschàrferelation die die Unbestimmtheit des Messergebnises
hervorruft, nicht die unterstellte Unbestimmtheit einer Zustandsgrösse vor
dem Messen.




Nach der Messung verlàsst das Teilchen die Messapparatur in einem
bestimmten Zustand, genau in der Art wie es in die Messapparatur hinein
kam.
Wàre es anders, nàmlich so wie die Kopenhager Deutung es aussagt
(Zustandsreduktion beim Messen von unbestimmt zu bestimmt), dann könnte ja
eine Messung (bzw. Messungen) den statistischen Zustand des Universums
dauerhaft veràndern, bzw. die Entropie des Universums dauerhaft vermindern,
was im Widerpruch zur Thermodynamik und den beobachtbaren Fakten steht.




In der QM wird dann eine statistische Zusammenfassung aller möglichen
Messergebnisse an einem Teilchen, als statistische Aussage gemacht,
welche mathematisch durch die Wellenfunktion beschrieben wird.




Werner Heisenberg, "Physik und Philosophie"
"Es muß aber betont werden, daß die Wahrscheinlichkeitsfunktion nicht
selbst einen Ablauf von Ereignissen in der Zeit darstellt. Sie stellt etwa
eine Tendenz zu Vorgàngen, die Möglichkeit für Vorgànge oder unsere
Kenntnis von Vorgàngen dar."
"Daher erfordert die theoretische Deutung eines Experiments drei deutlich
unterschiedene Schritte. Im ersten wird die experimentelle
Ausgangssituation in eine Wahrscheinlichkeitsfunktion übersetzt. Im zweiten
wird diese Funktion rechnerisch im Laufe der Zeit verfolgt. Im dritten wird
eine neue Messung am System vorgenommen, deren zu erwartendes Ergebnis dann
aus der Wahrscheinlichkeitsfunktion berechnet werden kann."
"Nur im dritten Schritt kann wieder der Wechsel vom *Möglichen* zum
*Faktischen* vollzogen werden."




********************************************************
Betrachten wir nun mal ein System zweier verschrànkter Teilchen.
Bei der Erzeugung dieser Teilchen, erhàlt eine Zustandsgrösse der
Einzelteilchen, korrellierte Werte. Das heisst die beiden Werte stehen in
einer festen Beziehung zueinander im verschràngten Bezugsystem, solange
keine àusseren Einflüsse diese Beziehung zerstören. Gleichzeitig mit der
Erzeugung mögen die Einzelteilchen auch noch eine Fortbewegung erhalten.




Gemàss der Kopenhager Deutung ist der Zustand des Gesamtsystems, nach der
Erzeugung, gegenüber dem Rest der Welt unbestimmt, wobei allerdings der
relative Zustand der Einzelteilchen zueinander im verschrànkten System
bestimmt ist. Das ist schlichweg mathematisch unlogisch und somit auch
physikalisch unmöglich.




Wegen der, bei der Erzeugung imprimierten Fortbewegung, bewegen sich die
Teilchen nun an unterschiedliche Orte, wobei wir Ort im Rahmen der
Unschàrferelation betrachten wollen.




Macht man nun eine Messung an an einem Ort A, an einem Teilchen des
verschrànkten Systems bez. der korrellierten Zustandsgrösse, so kann man
das Ergebnis einer *vergleichenden* Messung an einem Ort B, des anderen
Teilchens des veschrànkten Systems, exakt vorhersagen. Das ist eine
eindeutige Widerlegung der Kopenhager Deutung, denn man erhàlt das
vorhergesagte Ergebnis am Ort nur dann zu 100%, wenn die Pràparation der
Messapparaturen bei A und B miteinander korrelliert ist.
Dies belegt, dass der Zustand der Teilchen bereits vor der Messung bestimmt
war.




Nun kommt die Interpretation der bellschen Ungleichung ins Spiel, welche
die Unbestimmtheit vor der Messung beweisen soll. In der jetzigen Fassung
beweist die Bellsche Ungleichung nur, dass die gemachten Annahmen, unter
anderem über die Unschàrferelation, falsch sind. Durch eine Zusatzaussage
über die Unschàrferelation verwandelt sich diese Ungleichung nàmlich in
eine Gleichung, wodurch die Bestimmtheit des Zustandes vor der Messung
bewiesen wird.




Also Gregor, Messer wetzen, aber diesmal nicht auf Borsteinniveau.





Selber denken macht klug.
 

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#1 Kurt Bindl
22/08/2008 - 17:34 | Warnen spam
Vogel wrote:



Sag mal was schreibst du da für ein Zeugs zusammen.

dass der Quantenzustand
eines quantischen Systems vor der Messung unbestimmt sei, nach der
Messung aber bestimmt.



Ein angenommeses Etrwas, ein Quantenzustand.
Wer sagt denn das es sowas überhaupt gibt, es besteht keine Notwendigkeit
solche Annahmen zu machen.

Abgeleitet wird dies in der QM aus der Unschàrferelation, gestützt
durch Interpretationen dessen was bei der Verschrànkung geschieht



Abgeleitet, aber nicht real, es gibt nichts Unscharfes.
Alles ist ectrem scharf, keinerlei Zufall oder unbestimmtheit existiert.

vor der Messung, sogenannter hidden Parameters, verneint.



Es existieren keine versteckten Parameter, es ist alles was es gibt
zugànglich.
Dafür das wir nicht in der Lage sind die Umstànde zu erfassen, dafür kann
niemand etwas.

Was soll das aber für ein materielles System denn sein, das gar keine
Zustandsparameter hat, also gar keinen Zustand. Das ist schlichtweg
eine unphysikalische Ansicht, der übrigens ein Werner Heissenberg
nicht folgte.



Ob materiell oder nicht, solcherart zu denken ist nicht auf die Realitràt
bezogen, also "Hirngespinnste".

Wie funktioniert denn nun eine Messung? Man làsst verschiedene
Teilchen in die Messappartur hinein und erhàlt beim Ausgang Teilchen
die alle im gleichen Zustand sind.
>
Wie ein Teilchen sich in der Messapparatur verhàlt, wird durch den
vorab bestimmten momentanen Wert einer Zustandsgrösse und durch die
Unschàrferelation bestimmt.
>
In der Messapparatur findet eine Selektion der eingegangenen Teilchen
statt, im Einklang mit der Unschàrferelation und dem momentanen Wert
der gemessenen Zustandsgrösse vor dem Messen.
>
Teilchen deren Zustandsgrösse einen passenden Wert bereits vor der
Messung hat, verlassen die Messapparatur *ohne* Änderung ihres
Zustandes.
Dies làsst sich durch wiederholte Messungen mit dem gleichen
Messergebnises, desselben Teilchens bei gleicher Pràparation,
beweisen.





Sag mal, was soll der ganze Abschnitt?
Wenn du Teilchen im gleichem Zustand aus einer Apparatur rauskriegen willst
dann musst du ein Manipulierendes Geràt verwenden.
Etwas das in der Lage ist die Teilchen entsprechend zu manipulieren.
Und das dann alle im gleichem Zustand sind die dann hinten rauskommen
das ist reine Wunschvorstellung.

Wie ein Teilchen sich im Messapparat verhàlt das hàngt von den darin
ablaufenden Ereignisen ab.
Diese bestimmen was rauskommt.
Etwas Unscharfes existiert dabei nicht, es ist alles bis auf i-Tüpferl si
wie die Umstànde eben sind.
Das Ergebnis ist entsprechend.

In der Messapparatur findet nur dan neine Slektion statt wenn entsprechende
Einrichtúngen vorhanden sind.
Irgendwelcher Einklang mit irgendwelcher Unschàrfe existiert nur in manchen
Köpfen, sonst nirgends.

Es verlassen auch keine Teilchen die Messapparaztur unveràndert, sowas gibts
nicht.
Sobald irgendetwas ge/be/vermessen wird ist dieses Vermessene veràndert.
Es gibt keine Messung die Rückwirkungsfrei auf den zu Messenden ablàuft.
Selbstverstàndlich veràndert jede Messung, und sei sie noch so einfach,
unser All.
Es hat nach der Messung eine andere Gestalt.

Teilchen deren Zustandsgrösse einen passenden Wert bereits vor der
Messung hat, verlassen die Messapparatur *ohne* Änderung ihres
Zustandes.



Nein, gibts nicht.
Es kann den gleichen Zustand wie vor der Messung haben,
sobald gemessen wird veràndert sich der Zustand des Vermessenen.
Die zwischendurch stattgefundene Verànderung wirkt auf andere
Teilnehmer ein, darum gibt es keinelei neutrale Messung.

Aus solchen Gedanken irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen ist
schon etwas -sehr seltsam-


Kurt

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