Koran versus Bibel

05/10/2013 - 17:12 von Unvoreingenommener Mensch | Report spam




Vorab sei gesagt, wenn man dem wörtlichen Sinn der Worte dieser Schriften
folgt, daraus nicht viel Sinn zu gewinnen ist.




Es kommt also darauf an die inhaltlich Botschaft im Kontext der Kultur
der Zeit zu verstehen.


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Zur Bibel, als Entstehungsgeschichte, kann man sagen, ist die Bibel ein
Werk einer Institution, basierend auf den Schriften einer antiken
religiösen Gemeinschaft, benannt nach ihrem Proheten Christus, die
Christen.




Entstanden ist die Bibel etwa 300nCh, allerdings ist die Art der
Gestaltung und inhaltlichen Strukturierung an viel àltere Traditionen
angelegt, welche sich bereits um etwa 1600vCh im alten Aegypthen und
spàter um etwa 600vCh in Judàea finden lassen.




Letztere Tradition ist dann ausschliesslich Quelle für die Bibel,
aufgrund einer geographischen Selektion und Verbreitung, Israel,
Griechenland, Oströmisches Reich, Europa. Nach der Uebernahme àlterer
frühantiker Traditionen aus dem alten Ägypthen entstand im alten Israel
600vCh, eine besondere geistige Strömung, gefördert durch den König, mit
für damalige Zeit geradezu revolutionàren sozialen Ansicht, bez.
Rücksicht auf Kranke, Arme und Mittellose. Daraus bildete sich dann
langsam aber stetig eine religiöse Überzeugung unter Berufung dieser
Ideale auf Gott, aber auch mit übetriebenen Forderungen an die Glàubigen
der Gemeinschaft.




Zu beginn der Zeitrechung, uns bekannt als christliche Zeitrechnung,
wurden dieses sozial revolutionàre Ideengut weiter gepflegt und weiter
entwickelt von einem gewissen Jesus. Kanalisiert wurden jene sozial-
revolutionàren Ideen, (Gleichheit aller Menschen, usw.) welche bereits
600 Jahre davor ihren Ursprung haben. Allerdings brauchte es da, in der
philosophischen Überzeugung jener Zeit, einen Bezug zu einem Gott um
dieser Idee eine rechtfertigende Geltung zu verschaffen. Zumindest ist
das die Eigen-Darstellung der Christen.




Übernommen wurde in unsere heutige christliche Weltanschauung die
geistige Botschaft, bez. sozialer Ideale, aber auch, insbesondere in der
Institution Kirche, obskure Auswüchse des Anspruchs einer theologischen
Auslegung. Die humanistischen Ideen unserer Zeit haben allerdings ihre
Wurzel im christlichen Ideengut, nicht in der Praxis der Kirche.




Heute ist der christliche Glaube im Ursprungsgebiet seiner Entwicklung,
in Europa, eine sàkularisierte Religion, getrennt von der Staatsgewalt
und frei vom Ausübungszwang. Ein Verbot anderer Weltansichten und
Religionen steht daher nicht mehr in seiner Macht.


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Der Koran, richtig Quran, ist ein funktionelles Nachahmerwerk der
christlichen Bibel, ohne eine eigene geschichtliche geistige Tradition
des Ideentums, was von unvoreingenommenen Moslems frei anerkannt wird.
Wegen des fehlens einer geschichtlichen geistige Tradition beruft sich
der Islam ausschliesslich auf dieses schriftliche Werk und nicht auf eine
geistige Haltung oder Weltansicht, im Unterschied zum Christentum. Es ist
im Ursprung das Werk eines einzelnen Menschen, im Unterschied zur Bibel,
mit Zufügungen spàterer Zeit. Eine Religion wurde daraus, genau wie bei
den Christen, erst durch die Einführung als Religion der Herrschenden, 20
Jahre nach seinem Tode.




Gesammelt und zusammengeschrieben aus schriftlicher und mündlicher
Überlieferung wurden die Verse von Zaid ibn Thabith, nach Beauftragung
seines Schwiegervater Abu Bakr. Ohne ihn würde es den Koran nicht geben.
Zaid ibn Thabith ist der tatsàchliche Autor der Sammlung, nicht Mohammed.




Nachdem die Sammlung Abu Bakrs vom zweiten Kalifen, Ummar, aufbewahrt
wurde, waren bereits mehrere Fassungen im Umlauf. Wàhrend der Zeit des
dritten Kalifen, Uthman, brachen Zwistigkeiten mit Morden darüber aus.
Daher erbat sich Uthman von Hafsa, der Tochter des zweiten Kalifen, das
von Abu Bakr gesammelte Erst-Koranwerk. Er ließ nach seinen eigenen
Überlegungen und denen von vier Mitarbeitern, besonders Zaid ibn Thabit,
eine Standardversion anfertigen. Sie wurde nach dem Dialekt der
"Quraisch" geschrieben, von denen Mohammed abstammte, um so Originalitàt
vorzutàuschen und ist bis heute die gültige Version. Jede vorhandene
Originalschrift ließ Uthman 651 n.Chr. verbrennen. Allerdings folgten
nicht alle Muslime seiner Anordnung. Heute jedoch sind alle einstmaligen
Originalschriften verloren gegangen. Selbst die von Uthman angefertigte
Standardversion ist nicht mehr im Original vorhanden. Nach dem Tod von
Uthman nahm al-Hajjaj, der Regent von Kufa, noch weitere elf kleine
Verànderungen am Korantext vor.




Trotz belegter biologischer Existenz ist im Islam aus dem Leben Mohammeds
nichts bekannt. Er wird vollstàndig, auch als Mensch, von den
Religionslehrern vereinnahmt. Um aus seinem Leben wirklich etwas zu
erfahren muss man auf nichtreligiöse Quellen zurückgreifen. Aber auch da
wird keine Motivation oder geistige Haltung sichtbar welche in
veranlasste den Koran zu schreiben. Anscheinend wollte er, nach
christlicher Tradition, den monotheistischen Glauben Abrahams wieder
herstellen, nachdem dieser, seiner Meinung nach, von den Juden und
Christen verfàlscht worden war und in den damaligen arabischen Làndern
ein politeistischer Götzenglaube vorzufinden war. Fakt ist, dass von
Anfang an die Durchsetzung und Verbreitung des Glaubens mit dem Schwert
geführt wurde.




Ein wichtiges Kennzeichen des Korans ist, im Unterschied zur Bibel, sein
"Selbstbezug". Der Koran thematisiert sich an vielen Stellen selber.
Auch die meisten Glaubenslehren der Muslime hinsichtlich des Korans
stützen sich auf solche selbstreferentiellen Aussagen im Koran.




Als Ursprung des Ideenguts wird die Botschat des Erzengels Gabriel an den
Propheten Mohammed angegeben.




Das ist einer der wesentlichen Unterschiede zur Bibel. Der Koran enthàlt
kein höheres gesellschaftliches Ideal als Ziel, sondern ist im
wesentlichen eine Einforderung der Gottesfürchtigkeit seiner Anhànger.
Eine Sammlung von Geboten und Verboten, rein aufs Individuum bezoegn, für
seine Anhànger, ohne eine höhere geistige Botschaft oder Ansicht über die
Welt und ohne Erlösungsideal hier auf Erden. Insofern bietet der Islam
auch keine besonderen Ansàtze zur geistigen Weiterentwicklung, was in der
heutigen Zeit auch schwierig wàre, da jedwelche religiöse Ansicht
inzwischen vom Zeitalter der Aufklàrung überholt wurde.




Dieses geschichtliche Stadium hat der Koran noch nicht erreicht,
insbesondere auch deshalb nicht, weil der vom Islam geforderte
individuelle Gehorsam, dies bisher erfolgreich verhindern konnte, da er
auch heute noch riguros mit religiös-juristischer Staatsgewalt und
Unterdrückung durch Ausübungszwang mit der Waffe durchgesetzt wird. Die
Trennung von der Staatsgewalt ist da noch nicht erfolgt. Atheismus oder
andere Religionen sind durch die Staatsmacht verboten und werden mit
Waffengewalt bekàmmpft.


 

Lesen sie die antworten

#1 Robert Rohling
05/10/2013 - 17:27 | Warnen spam
Unvoreingenommener Mensch wrote in
news::


Huch? Koran und Bibel in d.s.m. ?

Du Vochele du, an dem 130.133.4.10 müßmer fei noch a bissle arbeiten, gell.



Gruß R.R.

Ich bin unschuldig, ich hab sie nicht gewàhlt!

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