Kurzer workaround zum beschissenen capi4linux in OpenSuSE 11.2

11/09/2010 - 21:25 von Paul-Wilhelm Hermsen | Report spam
Falls jemand eine Telefonanlage von Agfeo mit TKsuite professional unter
Linux zu steuern gedenkt und die Telefonanlage über capi-Schnittstelle
angesteuert wird.

Das capi4linux aus der OpenSuSE 11.2, auf welches der geneigte Anwender
logischer Weise zunàchst zurück greift, ist Schrott!

Dies verwundert umso mehr, da offensichtlich durch Novell nichts
unternommen wird, um dem Spuk ein Ende zu bereiten

Das capi4linux aus der OpenSuSE 10.3 làsst sich, Gott sei Dank,
stattdessen ohne Probleme installieren. Für interessierte Anwender - es
kann noch von hier bezogen werden:

http://opensuse.foehr-it.de/testing...5.i586.rpm

Damit allerdings nicht genug, denn das capi-Subsystem ist unter 11.2
insofern auch noch buggy, da es nach der Installation nicht, wie es sein
sollte, eine /dev/capi20 hinterlàßt.

Der Befehl capiinfo bringt also eine entsprechende Fehlermeldung.

Abhilfe schafft root in der Konsole mit

mknode /dev/capi20 c 68 0
chmod 0660 /dev/capi20
chgrp dialout /dev/capi20

Ein folgendes capiinit startet das Capi-Subsystem jetzt korrekt und
capiinfo bestàtigt das ordnungsgemàße Laden.

Die 3 obigen Befehle müssen, Novell sei Dank, in die /etc/boot.local
eingetragen werden, damit sie zu jedem Start abgearbeitet werden.

Nun arbeiten die von

http://opensuse.foehr-it.de

zu beziehenden und auf den jeweiligen Kernel abzustimmenden
AVM-ISDN-Treiber auch bei OpenSuSE 11.2 korrekt mit dem capi-Subsystem
zusammen.

Kann mir ja eine Bemerkung nicht verkneifen - man kennt mich ja hier...

Typisch Linux!

Agfeo werde ich diesbezüglich informieren, obwohl die es eigentlich
nicht verdient haben, weil sie ihre für Linux vertriebene Software
partout nicht supporten aber schön angeben, was ihre Anlagen doch alles
so können.
 

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#1 Paul-Wilhelm Hermsen
11/09/2010 - 22:18 | Warnen spam
Am 11.09.10 21:25, schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Die 3 obigen Befehle müssen, Novell sei Dank, in die /etc/boot.local
eingetragen werden, damit sie zu jedem Start abgearbeitet werden.



Es musste natürlich /etc/init.d/boot.local heißen!

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