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Ladeschaltungen, Flugzeugbatterien und zu leise Autoradios

19/06/2009 - 09:39 von Ole Jansen | Report spam
Hallo an alle Liebhaber der zeitgenössischen Unterhaltungsmusik,

Hat jemand einen Vorschlag für eine mögl. einfache,
Spannungs und strombegrenzte Ladeschaltung, um einen 12V
Bleivlies Akku an einem PKW Bordnetz *1) mit ca. 40A zu laden,
ohne diesen durch Überspannung zu beschàdigen?

Ein Strom- und Spannungsbegrenzter Schaltregler auf Basis
einschlàgiger IC's zum Beispiel? Gibt es Fertigteile?

O.J.



Hintergrund:

Mein Neffe ist laut eigener Aussage audiophil, aber
anscheinend etwas schwerhörig. Seine Freundin findet sein
Autoradio auch viel zu leise und hat daher einen Verstàrker mit
2000W Sinusleistung angeschafft. Falls dies nicht laut genug
ist, will er sich eventuell noch einen Zweiten zulegen.

- Bei dem Geràt handelt es sich um einen, soweit bekannt, elektronisch
linearisierten CMOS Audioverstàrker in Vollbrückenschaltung
eines namhaften Herstellers.

- Es ist jedenfalls eine Eigenschaft dieses Verstàrkers, daß er
vorrangig den zur Leistungserbringung benötigten Strom zieht und erst
bei fast völligem Zusammenbrechen der Versorgungsspannung abregelt.
Der Hersteller des Verstàrkers schreibt dazu, dieser Fall könne den
Apparat beschàdigen und sei auf alle Fàlle zu vermeiden!

Es wird ein geeigneter Pufferspeicher benötigt, denn:

Bei der Musik, die mein Neffe so hört, verbraucht die Anlage
im Mittel bei "aureichender" Lautstàrke so ca. 300W, aber
auch wenn dem Verstàrker ein sog. "elektronischer Kondensator"
vorgeschaltet ist, zieht beides zusammen im Labor
kurzfristig bis 1kA max. *2) an 12V. Es existiert zwar eine IMHO
aureichend dimensionierte Leitung zur Plusklemme der
Fahrzeugbatterie (ca. 80mm^2), die Fahrzeugbatterie bringt aber
kalt "nur" gemessene ~360A Kurzschlussstrom. Für eine größere
Fahrzeugbatterie ist kein Platz.

Mein Neffe hat ein Satz Bleivlies Flugzeugakkumulatoren mit zusammen
bis zu 6kA Kurzschlussstrom aufgetrieben, klein genug, um noch in die
Lautsprecherbox der Tieftöner mit eingebaut zu werden.

Ein Anschluss direkt an das Bordnetz zB. über ein Batterietrennrelais
ist zur Zeit nicht sinnvoll. Der Laderegler der Lichtmaschine begrenzt
die Spannung nicht zuverlàssig genug.



*1) Kompaktwagen, 13Jahre alt, Ottomotor, "dicke" Diesel-Lichtmaschine
mit 800W Nennleistung eingebaut, mehr geht wohl nicht.

*2) angeschlossen am Bleigel Akku einer großen USV, 0.1mOhm Shunt,
mit Speicheroszi gemessen
 

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#1 j
19/06/2009 - 09:56 | Warnen spam
Ole Jansen wrote:

Mein Neffe ist laut eigener Aussage audiophil, aber
anscheinend etwas schwerhörig.



Naja, das kann ja dann nur noch schlimmer werden...

..., die Fahrzeugbatterie bringt aber
kalt "nur" gemessene ~360A Kurzschlussstrom.



Das kommt mir seltsam wenig vor. Ich habe vor vielen Jahren mal
versucht, eine ,,Kurzschlusstrom''-Messung an meiner damaligen
Mopedbatterie (6 V, 12 Ah) vorzunehmen. Der Messwiderstand war dabei
10 mOhm. Gemessen habe ich 250 A -- um dann hinterher festzustellen,
dass das alles andere als ein Kurzschluss für die Batterie war,
sondern ein Lastfall, den selbst eine derartig kleine Mopedbatterie
noch ein paar Sekunden lang aushalten darf.

Sorry, einen passenden Regler/Spannungsbegrenzer kann ich dir auch
nicht empfehlen, will ich aber auch gar nicht -- ich denke, wenn man
im Auto nicht telefonieren darf, dann sollte man *derartige*
Lautstàrken ebenso verbieten.
cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL

http://www.sax.de/~joerg/ NIC: JW11-RIPE
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