Ladestrom begrenzen

05/01/2008 - 09:43 von Stefan Ollermann | Report spam
Hallo allerseits,

ich habe hier eine wartungsfreie 12V Batterie (CTX9-BS) mit 8Ah Kapazitàt.
Mir steht ein Ladegeràt (KBA 1210) für Autobatterien zur Verfügung, daß
mindestens 25Ah Kapazitàt fordert. Das Ladegeràt liefert maximal 7A, die
Batterie darf aber nur mit 1..4A geladen werden.

Kann ich einfach einen 2,7 Ohm Widerstand (5%, 5W) in Reihe davor schalten,
um das Ladegeràt trotzdem zu benutzen oder ist der Sachverhalt etwas
komplizierter? Das Ladegeràt wirbt nicht mit Mikroprozessor oder speziellen
Ladekurven.

Gruß,

Stefan
 

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#1 Ralf Kusmierz
05/01/2008 - 12:31 | Warnen spam
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begin quoting, Stefan Ollermann schrieb:

ich habe hier eine wartungsfreie 12V Batterie (CTX9-BS) mit 8Ah Kapazitàt.
Mir steht ein Ladegeràt (KBA 1210) für Autobatterien zur Verfügung, daß
mindestens 25Ah Kapazitàt fordert. Das Ladegeràt liefert maximal 7A, die
Batterie darf aber nur mit 1..4A geladen werden.
Kann ich einfach einen 2,7 Ohm Widerstand (5%, 5W) in Reihe davor schalten,
um das Ladegeràt trotzdem zu benutzen oder ist der Sachverhalt etwas
komplizierter? Das Ladegeràt wirbt nicht mit Mikroprozessor oder speziellen
Ladekurven.



Das kann man ohne Kenntnis der Schaltung des Ladegeràtes so pauschal
nicht sagen. Wenn Du Meßgeràte zur Verfügung hast, nimm einfach mal
die Ladekurve des Ladegeràtes selbst auf. (Hm, das ist auch wieder mit
Haken und Ösen verbunden: An sich müßte man als Last eine
Spannungsquelle haben (ein großer, ziemlich leerer Autoakku wàre
geeignet) und dann den Ladestrom in Abhàngigkeit von der
Batteriespannung messen. Nur muß man ein geeignetes Meßgeràt für die
Strommessung verwenden: Man braucht nàmlich den arithmetischen
Mittelwert des Stroms und nicht irgendwas, was sich ein digitales
Schàtzeisen als "nàherungsweise true RMS" möglicherweise
zurechtrechnet - ein "klassisches" Drehspulinstrument würde es tun.)

Ich würde es so machen:
Worst-case-Annahme: Wenn die zu ladende Batterie "sehr leer" ist, dann
hat sie noch 6 V Spannung. Das Ladegeràt hat eine Leerlaufspannung von
15 V und würde an den 6 V Last 7 A abgeben (miß mal die Spannung an
einem 1-Ohm/10-W-Widerstand, mit dem das Ladegeràt belastet wird).
Dieser Strom soll auf 4 A reduziert werden, also braucht man einen
"Vorwiderstand", der an 9 V 4 A aufnimmt.

Ich würde dafür Glühlampen nehmen. Für Glühlampen gilt nàherungsweise
I^5~U^3. Die 9 V hochgerechnet auf die Betriebsspannung von
Auto-Glühlampen von 13,8 V ergibt einen Betriebsstrom von 5,17 A oder
eine Leistung von 71,3 W. Schalte also als "Vorwiderstand" so viele
12-V-Glühlampen parallel, daß sie zusammen eine Nennleistung von
70-100 W haben, dann "paßt's".

Die Sache ist ohnehin eher unkritisch: Leere Bleibatterien vertragen
ziemlich hohe Ladeströme, und volle begrenzen ihren Ladestrom selbst,
solange kein hirntotes Ladegeràt Konstantstrom reinpumpt - jedes
einigermaßen brauchbare Ladegeràt dreht aber den Strom in der Nàhe der
Gasungsspannung (ca. 2,4 V/Zelle, zusammen 14,4 V) runter.


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus

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