Langzeit-Einlagerung von NiCd-Akkuzellen

25/08/2008 - 12:05 von Christoph Stracke | Report spam
Hallo zusammen,

da ich nicht weiß, inwieweit Nickel-Cadmium-Zellen in einigen Jahren
noch erhàltlich sein werden und da es günstiger ist, mehrere zu kaufen,
habe ich mir überlegt, einen kleinen Vorrat davon auf Halde zu legen.
Im Netz habe ich zwar viele, aber z.T. àußerst widersprüchliche
Informationen zu dem Thema gefunden; darum möchte ich hier (mal
wieder?) die Frage in den Raum werfen: Wie kann ich NiCd-Akkuzellen am
besten über làngere Zeit (soll heißen: ein paar Jahre ...) einlagern
(und wie lange)?

Was übereinstimmend gesagt wurde: kühl und trocken (im verschlossenen
Behàlter, evtl. mit Silicagel).

Aber jetzt beginnt meist der Glaubenskrieg:

Lagerung

- wie geliefert, mit offenen Anschlüssen
- zunàchst mit Widerstand bis auf 0V entladen, dann mit offenen
Anschlüssen
- dto., aber wàhrend der Lagerung mit Widerstand gebrückt
- vollgeladen, mit offenen Anschlüssen (versteht sich hier von
selbst ...).
- wie geliefert, mit regelmàßigem Auf- und Entladezyklus (bis auf ca.
0,9V) alle 3-12 Monate.
- zunàchst auf 0V entladen, dann mit regelmàßigem Auf- und
Entladezyklus (wieder bis auf 0V) alle 3-12 Monate.
- vollgeladen, mit regelmàßigem Ent- und Aufladezyklus alle 3-12 Monate.

Und nebenbei: ist es sinnvoll, um "klare Verhàltnisse" zu schaffen, die
Einzelzellen (nicht das Akkupack!) vor dem Laden (das wiederum als
Akkupack passiert) regelmàßig mittels Widerstand auf 0V zu entladen? Es
geht NICHT um NiMH, sondern um NiCd-Zellen.

In der Hoffnung, daß die Frage endlich mal vernünftig beantwortet wird
und nicht (wie wohl meist bei dem Thema üblich) wieder einen
Glaubenskrieg heraufbeschwört ... -- schonmal vielen Dank für die
Antworten. :-)

Christoph
 

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#1 Bernd Stolle
25/08/2008 - 12:41 | Warnen spam
Christoph Stracke wrote:

Nickel-Cadmium-Zellen [...] auf Halde zu legen.

Wie kann ich NiCd-Akkuzellen am
besten über làngere Zeit (soll heißen: ein paar Jahre ...) einlagern

In der Hoffnung, daß die Frage endlich mal vernünftig beantwortet wird
und nicht (wie wohl meist bei dem Thema üblich) wieder einen
Glaubenskrieg heraufbeschwört ... -- schonmal vielen Dank für die
Antworten. :-)



Ob es darüber wissenschaftlich fundierte Untersuchungen gibt weiß ich nicht.
Vermutlich eher nicht, die Industrie jedenfalls kann kein Interesse daran
haben.

Ich habe (etwas) persönliche Erfahrung damit mit z.T. über 30a alten NiCds,
aber da ich das weder explizit untersucht habe noch mir die exakten
physikalischen und chemischen Grundlagen dazu angelesen habe, bleiben meine
Erfahrungen damit auch im Reich des Glaubens, d.h. ich kann keine
wissenschaftlichen Argumente anführen.
Um mich nicht dem Verdacht auszusetzen, den ersten Stein zu einem
Glaubenskrieg geworfen zu haben, verzichte ich deshalb darauf Details
meiner pragmatischen Methode(*) anzugeben.
Es gibt jedoch im Netz jede Menge (widersprüchliche) Meinungen dazu, wovon
man allerdings mit etwas Logik schon einige aussondern kann.

Ob das nun eine vernünftige Antwort ist überlasse ich Dir.

B


(*) Wer möchte kann sich hier seinen Teil denken.

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