Langzeit-Sicherheitsdaten für oral verabreichtes Apremilast bei Plaque-Psoriasis und Psoriasis-Arthritis auf dem EADV-Kongress vorgestellt

12/10/2016 - 08:02 von Business Wire

Langzeit-Sicherheitsdaten für oral verabreichtes Apremilast bei Plaque-Psoriasis und Psoriasis-Arthritis auf dem EADV-Kongress vorgestelltGepoolte 3-Jahres-Daten der Studien ESTEEM-1 und -2 sowie PALACE-1 bis -3 zeigten keine Zunahme der Häufigkeit unerwünschter Ereignisse (UE), keine neuen Sicherheitshinweise und eine verbesserte Verträglichkeit bei Apremilast-Exposition über bis zu 156 Wochen1 Die Raten von schwerwiegenden unerwünschten kardiovaskulären Ereignissen, Malignomen und schweren Infektionen waren unter Apremilast über einen Zeitraum von bis zu 16 Wochen mit Placebo vergleichbar und blieben auch bei längerer Exposition auf niedrigem Niveau1.

Celgene International Sàrl, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Celgene Corporation (NASDAQ: CELG), gab heute bekannt, dass im Rahmen der Jahrestagung der EADV (European Academy of Dermatology and Venereology) in Wien, Österreich, Langzeit-Sicherheitsdaten aus laufenden klinischen Studien zu Apremilast, dem oral verabreichten selektiven Inhibitor der Phosphodiesterase-4 (PDE4) des Unternehmens, präsentiert wurden.

Es wurden Analysen der gepoolten Sicherheitsdaten aus den Studien ESTEEM-1 und -2 sowie PALACE-1 bis -3 über einen Zeitraum von 156 Wochen (3 Jahre) vorgestellt. Die Studien schlossen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis (ESTEEM) und aktiver Psoriasis-Arthritis (PALACE) ein, die mit Apremilast in der Dosierung 30 mg zweimal täglich behandelt wurden. Patienten mit Psoriasis-Arthritis erhielten Apremilast entweder als Monotherapie oder in Kombination mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARDs), einschließlich Methotrexat.

Dr. med. Volker Koscielny, Head of Medical Affairs Inflammation & Immunology für Celgene in Europa, erklärte: „Psoriasis ist eine komplexe, facettenreiche und chronische Erkrankung, was die Behandlung erschwert. Darüber hinaus entwickelt eine erhebliche Anzahl der Patienten auch eine Psoriasis-Arthritis. Körperliche Symptome und Auswirkungen der Erkrankung gehen über die Hautsymptomatik hinaus und daher sollten mehrere Faktoren, einschließlich der individuellen Patientenbedürfnisse, bei der Wahl geeigneter Behandlungsoptionen berücksichtigt werden. Bei weltweit mehr als 100.000 behandelten Patienten seit der Zulassung2 ist das Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil von besonderer Bedeutung, welches die vorliegende gepoolte Analyse der 3-Jahres-Daten zu Psoriasis und Psoriasis-Arthritis gezeigt hat.“

Die gepoolte Sicherheitsanalyse über einen Zeitraum von bis zu 16 Wochen umfasst insgesamt 2.242 Patienten (Placebo: n = 913; Apremilast 30 mg zweimal täglich (APR): n = 1.329), wobei 1.905 Patienten Apremilast im Rahmen der APR-Expositionsperiode über bis zu 156 Wochen erhielten (3.527,5 Patientenjahre).1

In beiden Studienprogrammen wurden unter Apremilast bis Woche 16 als häufigste unerwünschte Ereignisse (UE, die bei mindestens 5 Prozent der Patienten auftraten) Diarrhoe, Übelkeit, Kopfschmerzen, Infektionen der oberen Atemwege und Nasopharyngitis beobachtet. In der Mehrzahl der Fälle wurde die Diarrhoe bzw. Übelkeit als leicht bis mittelschwer angegeben, trat während der ersten beiden Behandlungswochen auf und klang im Allgemeinen nach einem Monat wieder ab.1

Die Rate von Studienabbrüchen aufgrund von Diarrhoe und Übelkeit betrug in den Wochen 0 bis ≤ 52 unter Apremilast 1,3 Prozent bzw. 1,7 Prozent und in den Wochen > 104 bis ≤ 156 jeweils 0,0 Prozent für beide UE.3

Die expositionsadjustierten Inzidenzraten (Exposure Adjusted Incidence Rates; EAIR/100 Patientenjahre) für unerwünschte Ereignisse, schwerwiegende unerwünschte Ereignisse und Behandlungsabbrüche aufgrund unerwünschter Ereignisse stiegen bei fortgesetzter Apremilast-Exposition (0 bis ≤ 156 Wochen; 3.527,5 Patientenjahre) nicht an. Dies wurde durch den Vergleich der Raten der jeweiligen Expositions-Jahre bestätigt.1

Die Inzidenzen (EAIR/100 Patientenjahre) von schwerwiegenden unerwünschten kardiovaskulären Ereignissen, Malignomen und schweren Infektionskrankheiten waren unter Apremilast bis Woche 16 mit Placebo vergleichbar und blieben auch bei längerer Exposition auf niedrigem Niveau. Schwere opportunistische Infektionen oder klinisch relevante Veränderungen der Laborparameter wurden nicht beobachtet.1

Die Raten von Depression oder Suizidalität stiegen unter fortgesetzter Apremilast-Exposition nicht an. Die Mehrzahl der mit Apremilast behandelten Patienten hielt ihr Körpergewicht innerhalb einer 5-Prozent-Abweichung im Vergleich zum Ausgangswert, wobei 21,1 Prozent der Patienten im Verlauf der 3-jährigen Apremilast-Behandlung einen Gewichtsverlust von weniger als 5 Prozent verzeichneten. Die Rate der Behandlungsabbrüche aufgrund von Gewichtsverlust war gering.3

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Über Apremilast

Apremilast ist ein oral verabreichter Inhibitor der Phosphodiesterase-4 (PDE4) mit spezifischer Wirkung auf das zyklische Adenosinmonophosphat (cAMP). Die Hemmung von PDE4 führt zu einem Anstieg der intrazellulären Konzentration von cAMP, welche die Produktion von Entzündungsmediatoren, über einen wahrscheinlich indirekten Mechanismus, reguliert 4

Bitte entnehmen Sie die vollständigen Europäischen Verschreibungsinformationen der Summary of Product Characteristics (aktuelle Fachinformation).

Über ESTEEM5

ESTEEM-1 und -2 sind zwei große, zulassungsrelevante, randomisierte, placebokontrollierte Phase-III-Studien zur Prüfung von Apremilast bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, deren Erkrankung bereits über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten vor dem Screening vorlag. Die Patienten kamen außerdem für eine Phototherapie und/oder eine systemische Therapie infrage. Etwa 1.250 Patienten wurden im Verhältnis 2 : 1 randomisiert. Sie erhielten nach einer anfänglichen fünftägigen Titrations- bzw. Eindosierungsphase während der ersten 16 Wochen entweder zweimal täglich 30 mg Apremilast oder ein Placebo, gefolgt von einer Erhaltungsphase von Woche 16 bis 32, in der die Placebo-Gruppe bis Woche 32 auf 30 mg Apremilast zweimal täglich umgestellt wurde. Anschließend folgte eine randomisierte Absetzphase von Woche 32 bis 52 für Patienten, die auf die Behandlung ansprachen – je nach anfänglicher Apremilast-Randomisierung und PASI-Ansprechen. Etwa 30 Prozent aller Patienten hatten zuvor eine Phototherapie und 54 Prozent eine konventionelle systemische und/oder eine Biologika-Therapie erhalten.

Über PALACE5

Bei den Studien PALACE-1, -2 und -3 handelt es sich um zulassungsrelevante multizentrische, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppen-Studien der Phase III mit zwei Verumgruppen. Rund 1.500 Patienten erhielten im Verhältnis 1 : 1 : 1 randomisiert über einen Zeitraum von 16 Wochen entweder zweimal täglich 20 mg Apremilast, zweimal täglich 30 mg Apremilast oder ein gleich aussehendes Placebo. In der 16. Woche erfolgte die randomisierte Zuteilung eines Teils der mit Placebo behandelten Patienten zu einem der beiden Apremilast-Arme, während die verbliebenen Patienten bis zur 24. Woche weiter mit Placebo behandelt wurden. Nach Woche 24 begannen alle Patienten eine langfristige, offene Verum-Behandlungsphase. Mit den Studien PALACE-1, -2 und -3 wurde ein breites Spektrum von Patienten mit aktiver Psoriasis-Arthritis untersucht, darunter Patienten, die mit oral verabreichten krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (Disease-Modifying Anti-Rheumatic Drugs; DMARDs) und/oder Biologika vorbehandelt waren, sowie Patienten, die zuvor nicht auf einen TNF-Blocker (Tumornekrosefaktor-Hemmer) angesprochen hatten. Bei Behandlungsbeginn erhielten 64,2 Prozent der im Rahmen von PALACE-1, -2 und -3 mit Apremilast behandelten Patienten begleitend DMARDs, einschließlich Methotrexat.

Bis heute ist das PALACE-Programm das größte Zulassungsstudienprogramm zu Psoriasis-Arthritis.

ÜBER PSORIASIS UND PSORIASIS-ARTHRITIS

In Europa sind ca. 14 Millionen Menschen von Psoriasis betroffen. Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Systemerkrankung, die sich auf der Haut zeigt. Sie ist immunvermittelt, das heißt, sie wird durch eine Immunreaktion im Körper verursacht.6

Psoriasis-Plaques finden sich häufig in der Nähe von Gelenken wie den Ellbogen- und Kniegelenken, können aber auch an der Kopfhaut auftreten.6 Nagel-Psoriasis betrifft bis zu 50 Prozent der Menschen mit Psoriasis und bis zu 90 Prozent der Menschen mit Psoriasis-Arthritis.7, 8 Bis zu 84 Prozent der Menschen mit Psoriasis klagen über Juckreiz und mehr als ein Drittel führt Juckreiz als den Faktor an, der am stärksten zur Erkrankungsschwere beiträgt.9, 10

75 Prozent der Menschen mit Psoriasis finden, dass die Erkrankung ihre Lebensqualität beeinträchtigt und 83 Prozent versuchen aktiv, die sichtbaren Zeichen ihrer Erkrankung zu verbergen.11, 12

Rund ein Drittel der Menschen mit Psoriasis kann im Lauf der Erkrankung eine Psoriasis-Arthritis entwickeln, die zu anderen körperlichen Beeinträchtigungen als Psoriasis führt und häufig Schmerzen sowie Schwellungen und Druckschmerzempfindlichkeit, insbesondere im Bereich der Gelenke, verursacht. Es ist nachgewiesen, dass die beiden Krankheitsbilder eng zusammenhängen. Die Psoriasis-Arthritis kann ohne Behandlung zu einer schweren Beeinträchtigung der Mobilität und der körperlichen Funktion führen.13

Zwei charakteristische Manifestationen der Psoriasis-Arthritis sind die Daktylitis (Schwellung eines gesamten Fingers bzw. Zehs) und die Enthesitis (Entzündung des Sehnen- oder Bänderansatzes am Knochen). Ein beträchtlicher Anteil (41Prozent) der Patienten mit Psoriasis-Arthritis leidet an Daktylitis der Finger und auch der Zehen und erfahrungsgemäß weisen bis zu 71 Prozent der Patienten eine Enthesitis auf.14 Patienten mit Psoriasis-Arthritis können bis zu 10 Jahre vor dem Auftreten der Gelenkbeschwerden Hauterscheinungen aufweisen.15

Die Diagnosestellung kann bei Psoriasis-Arthritis schwierig sein, da die Erkrankung häufig ähnliche Symptome zeigt wie andere Formen entzündlicher Arthritiden, beispielsweise rheumatoide Arthritis (RA) und Gicht. Sie kann auch als Osteoarthritis (OA), die häufigste Form von Arthritis, verkannt werden.16

ÜBER CELGENE

Celgene International Sàrl mit Sitz in Boudry im Schweizer Kanton Neuchâtel ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft und internationaler Hauptsitz der Celgene Corporation. Die Celgene Corporation hat ihren Hauptsitz in Summit im US-Bundesstaat New Jersey und ist ein integriertes, weltweit tätiges Biopharmaunternehmen mit Schwerpunkt auf der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien zur Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.celgene.com Folgen Sie Celgene auf den Sozialen Medien: @Celgene, Pinterest, LinkedIn, FaceBook und YouTube.

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, bei denen es sich im Allgemeinen um Aussagen handelt, die keine historischen Fakten darstellen. Zukunftsbezogene Aussagen sind an Wörtern wie „erwartet“, „geht davon aus“, „ist überzeugt“, „beabsichtigt“, „schätzt“, „plant“, „wird“, „Ausblick“ und ähnlichen Ausdrücken erkennbar. Die zukunftsbezogenen Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Annahmen und Prognosen der Geschäftsleitung und geben nur den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wieder. Die Celgene Corporation unterliegt keinerlei Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsbezogener Aussagen aufgrund neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Zukunftsbezogene Aussagen sind mit Risiken und Unwägbarkeiten behaftet, die zumeist schwer vorhersehbar sind und sich in der Regel der Kontrolle des Unternehmens entziehen. Die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in zukunftsbezogenen Aussagen implizierten Erwartungen abweichen, infolge der Auswirkungen einer Reihe von Faktoren, von denen viele im Jahresbericht von Celgene auf Formblatt 10-K und in anderen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereichten Berichten ausführlicher beschrieben sind.

Quellen

1 Crowley, J. et al. Annual meeting of the European Academy of Dermatology and Venereology 2016: Long-term Safety in Psoriasis and Psoriatic Arthritis Patients Treated With Apremilast: Pooled Analysis for ≥156 Weeks in the ESTEEM and PALACE 1-3 Phase 3 Trials (Abstract)

2 Celgene. Data on file. 2016

3 Crowley, J. et al. Annual meeting of the European Academy of Dermatology and Venereology 2016: Long-term Safety in Psoriasis and Psoriatic Arthritis Patients Treated With Apremilast: Pooled Analysis for ≥156 Weeks in the ESTEEM and PALACE 1-3 Phase 3 Trials (Poster P2052)

4 PH Schafer et al. Apremilast, a cAMP phosphodiesterase-4 inhibitor, demonstrates anti-inflammatory activity in vitro and in a model of psoriasis. British Journal of Pharmacology (2010), 159, 842–855.

5 Fachinformation OTEZLA, Celgene GmbH, Stand Juli 2016 sowie European Summary of Product Characteristics (https://www.celgene.com/content/uploads/emea-combined-h981en.pdf).

6 Augustin M and The European Expert Working Group for Healthcare in Psoriasis. A framework for improving the quality of care for people with psoriasis. JEADV 2012, 26 (Suppl. 4), 1–16.

7 De Vries AC et al. Cochrane Database Syst Rev. 2013; 1:CD007633

8 Tan EST et al. Am J Clin Dermatol; 2012; 13(6):375–388.

9 Lebwohl MG et al.Patient perspectives in the management of psoriasis: Results from the population-based Multinational Assessment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis Survey J Am Acad Dermatol 2014;70:871−81

10 Yosipovitch et al. Br J Dermatol. 2000;143:969.

11 Bhosle M, Kulkarni A, Feldman S, Balkrishnan R. Quality of life in patients with psoriasis. Health Qual Life Outcomes. 2006;4(35)

12 Armstrong et al. PLOS One. 2012;12:e52935.

13 Gladman, DD et al. Psoriatic arthritis: epidemiology, clinical features, course and outcome. Ann Rheum Dis. 2005;64(Suppl II):ii14–ii17. doi: 10.1136/ard.2004.032482

14 Ritchlin C et al. Ann Rheum Dis 2014; 73(6):990–999.

15 World Psoriasis Day Consortium. Facts about Psoriasis. Aktualisierung: März 2015. (http://www.worldpsoriasisday.com/web/page.aspx?refid=129)

16 Arthritis Foundation. Psoriatic Arthritis Diagnosis. http://www.arthritis.org/about-arthritis/types/psoriatic-arthritis/diagnosing.php

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Source(s) : Celgene

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