Laserdiode modulieren

08/10/2011 - 21:07 von Bruno Oesch | Report spam
Hallo,

ich habe gerade mit einer roten 50mW Laserdiode rumexperimentiert und mich
gefragt was wohl die obere Grenzfrequenz ist.
Meine Schaltung sieht so aus: Microchip MCP14E6 FET Driver, In und Out von A
und B parallel, 22 Ohm Vorwiderstand, 50mW rote Laserdiode aus China (ebay).
Pulsstrom 100mA. Mein Generator reicht bis 10MHz bis zu dieser Frequenz
làuft die Diode tiptop(Verifikation über eine sehr schnelle Photodiode) .
Meine Fragen:
kann ich den Puls-Strom, über den spezifizierten Grenzstrom erhöhen
(Puls/Pause 1:1)?
Wo liegt die Puls-Grenzfrequenz von Laserdioden?
Ich nehme an, dass der Energieaufbau in der Cavity eine gewisse Zeit braucht
und auch innerhalb der Cavity eine gewisse Dispersion vorhanden ist, die die
Ausgangspulse auch bei schön rechteckigen pumpen verschmiert.
Wo liegt die Grenzfrequenz bei verdoppelten Lasern (532nm)?

Bruno
 

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#1 Joerg
08/10/2011 - 21:35 | Warnen spam
Bruno Oesch wrote:
Hallo,

ich habe gerade mit einer roten 50mW Laserdiode rumexperimentiert und mich
gefragt was wohl die obere Grenzfrequenz ist.
Meine Schaltung sieht so aus: Microchip MCP14E6 FET Driver, In und Out
von A
und B parallel, 22 Ohm Vorwiderstand, 50mW rote Laserdiode aus China
(ebay).
Pulsstrom 100mA. Mein Generator reicht bis 10MHz bis zu dieser Frequenz
làuft die Diode tiptop(Verifikation über eine sehr schnelle Photodiode) .
Meine Fragen:
kann ich den Puls-Strom, über den spezifizierten Grenzstrom erhöhen
(Puls/Pause 1:1)?




Bei normalen Laserdioden auf keinen Fall.


Wo liegt die Puls-Grenzfrequenz von Laserdioden?




Meist im GHz-Bereich, ist fast nur begrenzt durch Kapazitaeten,
Bahnwiderstaende und wie schnell Dein Treiber ist. Da muesstest Du eine
Datenblatt von Deiner Laserdiode besorgen.

Dein Treiber schafft wohl so 50MHz, aber mache das nicht ueber mehr als
ein paar Pulse. Sonst raucht er ab. Wenn man super-schnell pulsen muss
macht man das ueber "Current Robbing". Dabei wird ein Strom aufgepraegt
der dem maximalen LD-Strom entspricht den man moechte. Ein FET schliesst
den nach Masse "kurz" wenn Pause sein soll. Bipolartransistor geht auch
aber man muss den aus der CE-Saettigung raushalten. Ein dankbarer und
billiger Geselle ist z.B. der 2N7002, mit dem man eine LD ueber LVDS
Translators oder anderer sehr schneller Logik angesteuert in rund zwei
Nanosekunden rumreissen kann.


Ich nehme an, dass der Energieaufbau in der Cavity eine gewisse Zeit
braucht
und auch innerhalb der Cavity eine gewisse Dispersion vorhanden ist, die
die
Ausgangspulse auch bei schön rechteckigen pumpen verschmiert.




Nein, ein Laser stirbt "optisch" und das kann in weniger als einer
Mikrosekunde schon zu spaet sein. Dann ist die Cavity kaputt und man hat
aus einer Laserdiode eine Leuchtdiode gemacht.

Die mit denen ich zu tun hatte konnte man weit in den
Sub-Nanosekundenbereich pulsen. Und auch zerstoeren, was ich angesichts
eines vierstelligen Preises vermieden habe :-)


Wo liegt die Grenzfrequenz bei verdoppelten Lasern (532nm)?




Da muss ich passen, vermutlich aber aehnlich hoch.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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