Laserdrucker

07/09/2016 - 16:21 von Holger | Report spam
Mal ein bißchen was zum Gruseln: Laserdrucker.

So, nun habe ich mich mal mit Laserdruckern von Kyocera beschàftigt.
Diese Marke gilt als der Mercedes unter den Druckern, wàre also Qualitàt
statt Ramsch. Ich habe im Laufe der Jahre ein paar Drucker vom Typ
FS-600 und FS-680 angesammelt. Wenn diese Drucker in die Jahre kommen
(Garantie: 3 Jahre oder 100000 Seiten, dann ist die PU hinüber), fangen
sie an, Toner zu spucken. Das bedeutet unter anderem, sie verlieren
Entwickler aus der Process Unit, der sich als schwarzer Staub im Inneren
des Gehàuses niederschlàgt. Was auch passieren kann, ist der Verlust von
Toner am Abscheider hinter der Bildtrommel, der den Schneckenantrieb zur
Förderung des Resttoners in den Resttonerbehàlter blockiert und spàter
dann nicht mehr im Resttonerbehàlter landet, sondern ebenfalls sonstwo.

Diese Geràte werden also über kurz oder lang zu gesundheitsschàdlichen
Tonerkotzern, gefàhrlich, weil Toner als Feinstaub die Lungen belastet
und Krebs auslösen kann.

Das alles ist konstruktionsbedingt. Es gibt in diesen Druckern keine
langfristig wirksamen Kapselungen, zum Beispel durch entsprechende
Kugellager, die bei den sich drehenden Wellen auch für mehr
Betriebssicherheit sorgen würden. Angewendet werden ausschließlich
Gleitlager, Metall reibt in Plastikhülsen. Abdichtungen werden mit
aufgeklebten Lederstreifen vorgenommen, zum Beispiel an der Magnetwalze.
Doch das Leder nutzt ab, die Klebstelle löst sich auf, der Toner
verflüchtigt sich in bedeutenden Mengen ins Gehàuse und von da aus in
die Atemluft. Man kann dem nur begegnen, indem man die Drucker
regelmàßig prüft. Also PU raus, Schublade für den Vorrat an Papier raus,
mit dem Finger durch das Innere des Geràtes fahren. Ist der Finger
schwarz, befindet sich ausgetretener Toner im Geràt. Làßt sich der Toner
mit einem Magneten absaugen, war es Entwickler aus der PU, die ihrem
baldigen Ende entgegensieht.

Die Abhilfe ist abenteuerlich und nicht jedermanns Sache. Die PU
auseinandernehmen, den Entwickler gesondert und vor allem staubfrei
zwischenlagern. Dann sàmtliche Lederabdichtungen prüfen, eventuell neu
kleben; desgleichen mit Schaumstoffabdichtungen, die sich im Laufe der
Jahre zu einer klebrigen Masse verwandeln und ersetzt gehören. Dann die
PU wieder zusammenbauen, den Entwickler wieder einfüllen und hoffen, daß
es staubfrei geblieben ist. Staub àußert sich in unerwünschten Punkten
im Ausdruck. An der rechten Seite sollte der Tonercontainer noch mit
einem kleinen Pad gegen das Zahnràdchen des Tonermotors gedrückt werden,
weil es sonst passieren kann, daß kein Toner nachgeliefert wird, was
sich in Ausfàllen und ausgebleichten Drucken bemerkbar macht. Kann man
den Toner aus der zusammengebauten PU durch Schütteln in der
Waagerechten wieder herausrieseln sehen, ist die Lederabdichtung an der
Magnetwalze noch nicht in Ordnung. Wer sowas reparieren will, kann sich
ja Lederreste beim Schuhmacher besorgen, Farbe egal, aber ca. 1mm dick
und rund 2 mm breit sollten die Lederstreifchen schon sein. Sie lassen
sich mit Sekundenkleber einkleben, aber Vorsicht mit diesem Zeug. Geràt
Sekundenkleber durch kontaminierte Finger auf die grüne Bildwalze, ist
es mit dieser Walze aus und vorbei. Diese Walze gibt es auch nicht als
Ersatzteil.

Wenn man alldies beachtet, kann man diese Geràte betreiben. Aber ich
glaube, sie sollten dennoch nicht im tàglichen Gebrauch eingesetzt
werden. Also suche ich nach brauchbaren Alternativen, doch ich will
nicht vom Regen in die Traufe. Nach was für Druckern ich Ausschau halten
sollte, das ist jetzt meine Frage.

Viele Grüße, Holger
 

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#1 Joerg
07/09/2016 - 17:01 | Warnen spam
On 2016-09-07 07:21, Holger wrote:
Mal ein bißchen was zum Gruseln: Laserdrucker.

So, nun habe ich mich mal mit Laserdruckern von Kyocera beschàftigt.
Diese Marke gilt als der Mercedes unter den Druckern, wàre also Qualitàt
statt Ramsch. Ich habe im Laufe der Jahre ein paar Drucker vom Typ
FS-600 und FS-680 angesammelt. Wenn diese Drucker in die Jahre kommen
(Garantie: 3 Jahre oder 100000 Seiten, dann ist die PU hinüber), fangen
sie an, Toner zu spucken. Das bedeutet unter anderem, sie verlieren
Entwickler aus der Process Unit, der sich als schwarzer Staub im Inneren
des Gehàuses niederschlàgt. Was auch passieren kann, ist der Verlust von
Toner am Abscheider hinter der Bildtrommel, der den Schneckenantrieb zur
Förderung des Resttoners in den Resttonerbehàlter blockiert und spàter
dann nicht mehr im Resttonerbehàlter landet, sondern ebenfalls sonstwo.

Diese Geràte werden also über kurz oder lang zu gesundheitsschàdlichen
Tonerkotzern, gefàhrlich, weil Toner als Feinstaub die Lungen belastet
und Krebs auslösen kann.

Das alles ist konstruktionsbedingt. Es gibt in diesen Druckern keine
langfristig wirksamen Kapselungen, zum Beispel durch entsprechende
Kugellager, die bei den sich drehenden Wellen auch für mehr
Betriebssicherheit sorgen würden. Angewendet werden ausschließlich
Gleitlager, Metall reibt in Plastikhülsen. Abdichtungen werden mit
aufgeklebten Lederstreifen vorgenommen, zum Beispiel an der Magnetwalze.
Doch das Leder nutzt ab, die Klebstelle löst sich auf, der Toner
verflüchtigt sich in bedeutenden Mengen ins Gehàuse und von da aus in
die Atemluft. Man kann dem nur begegnen, indem man die Drucker
regelmàßig prüft. Also PU raus, Schublade für den Vorrat an Papier raus,
mit dem Finger durch das Innere des Geràtes fahren. Ist der Finger
schwarz, befindet sich ausgetretener Toner im Geràt. Làßt sich der Toner
mit einem Magneten absaugen, war es Entwickler aus der PU, die ihrem
baldigen Ende entgegensieht.

Die Abhilfe ist abenteuerlich und nicht jedermanns Sache. Die PU
auseinandernehmen, den Entwickler gesondert und vor allem staubfrei
zwischenlagern. Dann sàmtliche Lederabdichtungen prüfen, eventuell neu
kleben; desgleichen mit Schaumstoffabdichtungen, die sich im Laufe der
Jahre zu einer klebrigen Masse verwandeln und ersetzt gehören. Dann die
PU wieder zusammenbauen, den Entwickler wieder einfüllen und hoffen, daß
es staubfrei geblieben ist. Staub àußert sich in unerwünschten Punkten
im Ausdruck. An der rechten Seite sollte der Tonercontainer noch mit
einem kleinen Pad gegen das Zahnràdchen des Tonermotors gedrückt werden,
weil es sonst passieren kann, daß kein Toner nachgeliefert wird, was
sich in Ausfàllen und ausgebleichten Drucken bemerkbar macht. Kann man
den Toner aus der zusammengebauten PU durch Schütteln in der
Waagerechten wieder herausrieseln sehen, ist die Lederabdichtung an der
Magnetwalze noch nicht in Ordnung. Wer sowas reparieren will, kann sich
ja Lederreste beim Schuhmacher besorgen, Farbe egal, aber ca. 1mm dick
und rund 2 mm breit sollten die Lederstreifchen schon sein. Sie lassen
sich mit Sekundenkleber einkleben, aber Vorsicht mit diesem Zeug. Geràt
Sekundenkleber durch kontaminierte Finger auf die grüne Bildwalze, ist
es mit dieser Walze aus und vorbei. Diese Walze gibt es auch nicht als
Ersatzteil.

Wenn man alldies beachtet, kann man diese Geràte betreiben. Aber ich
glaube, sie sollten dennoch nicht im tàglichen Gebrauch eingesetzt
werden. Also suche ich nach brauchbaren Alternativen, doch ich will
nicht vom Regen in die Traufe. Nach was für Druckern ich Ausschau halten
sollte, das ist jetzt meine Frage.




In der Annahme, dass Du keine 100000 Seiten drucken musst:

HP hielt bei mir immer fast ewig, der kleine HP5L feiert bald seinen
20-sten und musste nur einmal in einer Art Recall-Action nachgessert
werden (konnte man selbst machen). Brother war von der Software her echt
gut, aber die Mechanik und auch die Elektronik zickten mir zuviel rum.
Canon verhaelt sich hingegen gusseisern robust, statt Knetern hoert man
sonores Klacken aus der Mechanik, aber Software schreiben koennen die
IMO nicht oder zumindest keine gescheiten Specs dafuer.

Hat bis auf den HP weniger als $300/Geraet gekostet, aber der HP laege
heutzutage auch weit darunter.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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