LasereWriter Select 360 und Xubuntu

19/07/2015 - 16:21 von R.Kiefer.SPAEM | Report spam
Hallo!

Vorhanden ist ein LW Select 360. Der kann Postscript Level 2 und PCL5,
und der hat drei Anschlußmöglichkeiten, auch gleichzeitig nutzbar
(LocalTalk, Parallel, Seriell). Die drei Anschlüsse habe ich vor Jahren
schon genutzt, als neben der Mac-Welt zwei Windows-Kisten dranhingen.
Aktuell hàngt ein Windows XP an der parallen Schnittstelle und
funktioniert. Jetzt möchte ich eine Xubuntu-Kiste an die serielle
Schnittstelle hàngen, aber es gibt Probleme, weswegen ich hier auf
Auskenner hoffe :-)

Vorweg: mein erster schneller Versuch Netatalk auf dem Xubuntu ans
Laufen zu bringen klappte nicht. Warum auch immer? Deswegen die serielle
Schnittstelle.

Fehlerausschluß: die serielle Verbindung klappt. Das Verhalten ist bei
beiden seriellen Schnittstellen der Xubuntu-Hardware dieselbe. Es ist
unabhàngig von der Seriellgeschwindigkeit. Das Kabel funktioniert, denn
der Befehl für die Selbsttestseite vom Drucker geht raus und wird
ausgeführt. Auch die Testseite vom Xubuntu (mit Farb- bzw.
Graustufendruck) wird ausgedruckt!

Auf Seite des Druckers kann ich mithilfe vom "Apple Drucker
Dienstprogramm" unter MacOS 8 diverse Parameter einstellen. Ich kann die
Druckerschnittstelle fest an Postscript heften oder die Automatik
anschalten. Egal. Beim Protokoll (auf welcher Ebene auch immer das ist)
steht Normal oder Original. Kann ich TBCP einstellen, dann
verstruwwelt's den Drucker, so daß der z.B. letzte Nacht durchgehend
geblinkt hat, nicht mehr ansprechbar war und letztendlich doch nichts
ausdruckte. Ok, der hat was Binàres bekommen und falsch interpretiert.
Sollte nicht vorkommen, daß der ins Nirwana abtaucht ...

Auf Xubuntu-Seite kann ich aus drei höherwertigen Protokollen auswàhlen:
"Foomatic/Postscript (empfohlen)", "CUPS+Gutenprint" und
"Foomatic/ljet2p". PPDs habe ich offensichtlich keine, also bastelt er
was generisches. In einem weiteren Dialog kann ich die Druckausgabe u.a.
auf Postscript Level 1 oder Level 2 festlegen. Das macht keinen
Unterschied beim Textausdruck. Und eigentlich habe ich kombinatorisch
die meisten Varianten durchprobiert. Das Druckergebnis hat mit der
Vorlage, wahlweise aus AbiWord oder Libreoffice, nur Ansàtze von
Ähnlichkeit. Es sieht so aus, wie wenn die Daten zum Zeichensatz
zerwürfelt sind, denn ich bekomme diverse Pixelanhàufungen ungefàhr an
den Stellen, wo Text sein sollte, einzelne Buchstaben sind sogar
erkennbar.

Auffàllig: Xubuntu nennt die Datenmenge, die in der Druckerwarteschlange
hàngt und angeblich übertragen wird, mit 40kB. Schaue ich auf die LEDs
vom Seriellschnüffler, dann sehe ich eine Aktivitàt, die sehr viel mehr
annehmen làßt. Aktuell 40kB Druckauftrag, 9600 Baud, aber
ununterbrochene Datenübertragung im Minutenbereich (> 10!). Der Drucker
hat 16MB RAM, d.h. der kollabiert auch unter größeren Druckauftràgen
nicht.

Nachtrag: nach rund 15min verschwand der Druckauftrag aus der
Warteschlange im Xubuntu. Jetzt, weitere 10min spàter, blinkt der
Drucker und signalisiert Beschàftigung, mit was auch immer.

Ideen? Schickt Xubuntu alle seine Zeichensàtze an den "armen" Drucker?
Kann ich mit einer geeigneten PPD-Datei nachhelfen? Wenn ja, kann ich
die aus dem MacOS kopieren? Unter welchem Name an welche Stelle ins
Dateisystem legen?

Gruß, Ralf
 

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#1 Kay Martinen
19/07/2015 - 18:43 | Warnen spam
Am 19.07.2015 um 16:21 schrieb Ralf Kiefer:

unabhàngig von der Seriellgeschwindigkeit. Das Kabel funktioniert, denn
der Befehl für die Selbsttestseite vom Drucker geht raus und wird



Beim Selbsttest nimmt er interne Zeichensàtze...

ausgeführt. Auch die Testseite vom Xubuntu (mit Farb- bzw.
Graustufendruck) wird ausgedruckt!



Vermutlich eine Bitmap oder?

ausdruckte. Ok, der hat was Binàres bekommen und falsch interpretiert.



Vielleicht einen Zeichensatz den er nicht kennt, der zu groß ist,
flasches Format hat?

Vorlage, wahlweise aus AbiWord oder Libreoffice, nur Ansàtze von
Ähnlichkeit. Es sieht so aus, wie wenn die Daten zum Zeichensatz
zerwürfelt sind, denn ich bekomme diverse Pixelanhàufungen ungefàhr an
den Stellen, wo Text sein sollte, einzelne Buchstaben sind sogar
erkennbar.



Nur ein Schuss ins Blaue: Kann der Drucker mit UTF-8 um? Mir ist so als
las ich vor Jahren das es bei xyz-buntu darauf umgestellt wurde und jede
menge Probleme produzierte. Wenn der Drucker alt ist (= du hier fragst)
könnte das eine Möglichkeit sein.

Auffàllig: Xubuntu nennt die Datenmenge, die in der Druckerwarteschlange
hàngt und angeblich übertragen wird, mit 40kB. Schaue ich auf die LEDs



Ich meine es dürfte normal sein das da nur die reinen Druckdaten gezàhlt
werden - ohne Zeichensatzdownload o.a.

Zu den anderen Sachen (Mac, PPD u.a.) kann ich Leider nicht helfen.

Kay



https://www.linuxcounter.net/cert/224140.png

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