LED-Beleuchtung wie schalten?

10/08/2009 - 19:15 von Roland Damm | Report spam
Moin,

ich (eher meine Arbeitsgruppe) hat ein Mikroskop organisiert,
welches angeblich defekt ist. Die Mechanik ist schon wieder
gàngig, aber die Beleuchtung ist kaputt. Nun die Idee, diese
Beleuchtung auf LED-Licht umzubauen. All zu große Vorteile hat
es sicher nicht, aber es ist cool:-)

Bisherige Beleuchtung: 2 Lampen a 10W Halogen, eine für den
Leuchttisch, eine für das Oberlicht.

So soll das wieder. Je eine Hochleistungs-LED bringt IMO genau so
viel Licht, wie diese Halogenlàmpchen (die keinen Reflektro
haben, also deren Licht nur schlecht ausgenutzt wird).

Aber: Ich würde natürlich eine Konstantstromquelle einbauen, z.B.
700mA, mit Dimmer. Daran hàngen die beiden LEDs in
Reihenschaltung. Nur möchte ich die LEDs einzeln an/aus schalten
können. Dazu dachte ich mir einfach, ich verbaue einen
Wechselschalter (mit Nullposition in der Mitte), mit dem ich
wahlweise die eine/keine/die andere LED überbrücken kann.

Die Konstantsromquelle kann 1 bis 3 solche LED betreiben.

Jetzt aber die Frage: Geht das gut? Wenn ich beide LED an habe,
liefert das Netzteil ja in etwa 8V. Schalte ich um und
überbrücke die eine LED, dann fallen im ersten Augenblick diese
8V an nurnoch der einen LED am, was langfristig zu viel wàre.
Langfristig: Wie schnell regelt so eine Konstantstromquelle denn
herunter? Oder tritt diese Situation der Überspannung quasi
garnicht auf?

Ich weiß, dass man das exakt nur beantworten kann, wenn man die
verwendeten Bauteile genau kennt, aber dennoch kann man ja
vielleicht auch eine allgemeine Aussage dazu machen.

Oder sollte man das anders tun, z.B. die LED mit einem Widerstand
von z.B. 5Ohm/4W überbrücken? Dann sollte an der LED und dem
parallelwiderstand so wenig Spannung abfallen, dass die LED aus
geht. Es liegen aber dann nicht nach dem Schalten sofort 8V an
der verbleibenden LED an.

Oder irgendwie anders sanft umschalten, statt einem Wechsler ein
Poti welches man von einem zum anderen Anschlag drehen muss (und
hoffen muss, dass der Widerstand zwischen Schleifer und
Anschlusspin am Anschlag verschwindend klein ist?

Gleich noch eine zweite Konstantstromquelle einbauen finde ich
irgendwie übertrieben, noch dazu wo die dimmbaren schon noch
einiges kosten.

Schaltplan:


I=const-+--+
| |
| V LED
|
1 o |
|
2 o+
|
3 o |
| V LED
|
| |
GND--+--+

Schalterstellung 1: nur untere LED an, 2: beide an, 3:...

CU Rollo
 

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#1 Oliver Holzer
10/08/2009 - 19:59 | Warnen spam
Roland Damm schrieb:


Jetzt aber die Frage: Geht das gut? Wenn ich beide LED an habe,
liefert das Netzteil ja in etwa 8V. Schalte ich um und
überbrücke die eine LED, dann fallen im ersten Augenblick diese
8V an nurnoch der einen LED am, was langfristig zu viel wàre.
Langfristig: Wie schnell regelt so eine Konstantstromquelle denn
herunter? Oder tritt diese Situation der Überspannung quasi
garnicht auf?




Also ich kann dazu nur sagen das bei uns reihenweise LEDs sterben weil
die Kunden die LED-Leuchten an die bereits versorgten
Konstantstromkonverter stecken (der Gang zum Sicherungskasten dauert
halt...).
Die haben alle einen Ausgangskondensator drin der sich da schlagartig
entlàdt.
Je nach Hersteller und Serie gehen die dann auf 0 Ohm, eher selten auf
Leerlauf oder sterben nach wenigen 10 Stunden.

Also ich würd unbedingt was machen das die LEDs sanft umschaltet bzw.
den Strom auf jeden Fall unter dem absuluten Maximalwert hàlt.

Ich hab dazu mal Versuche zu einer Art "schnellen Überstrombegrenzung"
gemacht: 2x BSP149 parallel geschaltet in die Zuleitung gehàngt, Gate
direkt mit Source verbunden.
Selbst ein 60V Konstantstromkonverter, auf den schlagartig nur eine LED
gehàngt worden ist, hat die LED nicht mehr töten können (ob die jetzt
schnell genug war das die LED nicht doch ein paar Stunden verloren hat
kann ich aber nicht sagen).


MfG Oli

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