LED-Status minimal-invasiv abgreifen

12/02/2013 - 21:29 von Matthias Hanft | Report spam
Hallo,

Aufgabenstellung: Eine Waschmaschine hat eine "Ende"-LED, die aufleuchtet,
wenn das Waschprogramm fertig ist. Dieses Ereignis soll mit einem Computer
weiterverarbeitet werden (z.B. E-Mail oder SMS "Wàsche ist fertig").

Bei unserer alten Maschine war das recht einfach: Bedienblende mit zwei
Schrauben abnehmen, die Leiterbahn zur Ende-LED durchkratzen, Feld-Wald-
und-Wiesen-Optokoppler aus der Bastelkiste dazwischenschleifen und den
Ausgang direkt zwischen RTS und CTS der seriellen Schnittstelle schalten.
Hat viele Jahre lang prima funktioniert.

Leider hat nun allerdings die Mechanik der 18 Jahre alten Maschine den
Geist aufgegeben. Die neue hat nun netterweise sogar *wieder* eine Ende-
LED. Allerdings habe ich auf die Schnelle nicht herausgefunden, wie man
da rankommt, und zumindest wàhrend der Garantiezeit möchte man da eigent-
lich auch (noch) nicht drin rumpfuschen. Überlegung also: Außen auf die
LED einen Fototransistor draufpappen.

Bevor ich jetzt viel Zeit in Experimente stecke:
- hat das Projekt überhaupt eine Chance? Komplett vom Umgebungslicht kann
mans ja vermutlich nicht abschirmen. Die LED ist allerdings schon ziem-
lich hell. Dooferweise ist direkt daneben die "Schleudern"-LED (die wohl
unmittelbar vorher leuchtet); da darf's natürlich noch nicht ansprechen.
Wer das Layout sehen will: http://tinyurl.com/b7hdp4e (PDF Seite 13; die
LEDs sind diese senkrechte Anordnung bei Nr. 7; "Ende" ist die unterste).
- evtl. mit zusàtzlicher Beschaltung einen verschiebbaren Arbeitspunkt
einstellen? Wie?
- ich kenn' mich mit Fototransistoren kaum aus - haben die eine "steil
genuge" Kennlinie, daß der Computer sicher den Ein-/Aus-Zustand erkennen
kann, oder braucht man da noch einen Schmitt-Trigger dazwischen? (Irgend-
was drumherum, was eine eigene/zusàtzliche Spannungsversorgung braucht,
wàre allerdings arg unpraktisch. Evtl. könnte man notfalls ein paar mA
aus der seriellen Schnittstelle abzapfen.)
- "Fototransistor" liefert bei Conrad 130 Treffer - hat jemand einen Tip,
was da geeignet wàre? Auf jeden Fall wohl eine flache statt runde Ober-
flàche, damit's besser klebt. Spannungsmàßig liefert so eine serielle
Schnittstelle an der RTS-Leitung je nach Computer irgendwas zwischen
5 und 12 Volt (im Aus-Zustand allerdings auch negativ - falls das dem
Fototransistor weh tut, würde ich natürlich auch noch eine 1N4148
spendieren). Strom ist wohl im "wenige-mA-Bereich" (könnte ich noch
exakt messen, falls es genau drauf ankommt).

Gibts da Aussicht auf Erfolg? Vielen Dank schon mal im Voraus für alle
Ratschlàge!

Gruß Matthias.
 

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#1 Christian Müller
13/02/2013 - 05:55 | Warnen spam
Matthias Hanft schrieb:

Aufgabenstellung: Eine Waschmaschine hat eine "Ende"-LED, die
aufleuchtet, wenn das Waschprogramm fertig ist. Dieses Ereignis
soll mit einem Computer weiterverarbeitet werden (z.B. E-Mail
oder SMS "Wàsche ist fertig").



Irgendwie hatte ich sofort den Gedanken an
Message-ID: :-)

Eine meiner damals genannten Möglichkeiten ist das Messen der
Stromaufnahme von der ganzen Maschine. Wenn der Strom klein genug
geworden ist, wird ein Monoflop getriggert, was dann nach einer
einstellbaren Zeit das "Ready"-Signal liefert.
In der Zeit, in der du dich auf den Weg zur Maschine begibst, wird
das Thermoschloss der Tür erkalten und du hast ohne lange
Wartezeit vor dem Geràt Zugriff auf deine Wàsche.

Den Strom kannst du nichtinvasiv messen, wenn du eine kurze
Verlàngerung SchuKo-m/-f baust und einen der Leiter mit ein paar
Windungen Draht umwickelst.


Bei unserer alten Maschine war das recht einfach: Bedienblende mit
zwei Schrauben abnehmen, die Leiterbahn zur Ende-LED durchkratzen,
Feld-Wald-und-Wiesen-Optokoppler aus der Bastelkiste
dazwischenschleifen und den Ausgang direkt zwischen RTS und CTS
der seriellen Schnittstelle schalten.
Hat viele Jahre lang prima funktioniert.



Ich weiß:-)

Die Verkabelung kannst du weiterhin verwenden.
Das "Monoflop" kannst du - wenn du das damals als Software
realisiert hast - auch so lassen.
Lediglich den Schmitttrigger musst du jetzt noch realisieren.
Aber das stelle ich mir nicht problematisch vor - so, wie du
damals engagiert warst, sollte das klappen.


Der Vorteil der Strommessmethode ist der gegenüber der
Aufklebmethode bessere WAF:
Der Optokoppler muss exakt positioniert sein und darf nicht
wegrutschen. Mit unausreichend starkem Kleber (du willst die
Front ja nicht beschàdigen) wird das nichts.
Auch gehen die Kabel irgendwie über die Vorderseite zum Koppler.
Besser ist also hinten ein Kaschterl mit dem Stromsensor.


Mal schauen, wie weit sich dieser Thread wieder entwickelt.
Ich hatte mich damals mit meinen schließenden Worten zwar auf
ein neues Projekt gefreut, aber diesmal ist die Herausforderung
ja die Nichtinvasivitàt:-)


Gruß Christian

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