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Leistungsindex - abhängig von Treibern?

16/04/2010 - 07:58 von Dieter Wilhelm | Report spam
Hallo!
Schon bei Vista - jetzt auch bei Win 7 (Thomas - bitte melden) hatte ich
beim Leistungsindex - Grafik den Wert 5,1. Für mich völlig ausreichend, ich
spiele nichts mit meinem Laptop.
Unabhàngig davon stellt sich die Frage, ob ich diesen Wert - etwa durch
Verwendung anderer / aktueler Grafiktreiber - veràndern kann?

Dabke, Gruß D. Wilhelm
 

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#1 Thomas D.
16/04/2010 - 09:40 | Warnen spam
Hallo,

Dieter Wilhelm schrieb:
Schon bei Vista - jetzt auch bei Win 7 (Thomas - bitte melden) hatte ich
beim Leistungsindex - Grafik den Wert 5,1. Für mich völlig ausreichend, ich
spiele nichts mit meinem Laptop.
Unabhàngig davon stellt sich die Frage, ob ich diesen Wert - etwa durch
Verwendung anderer / aktueler Grafiktreiber - veràndern kann?



Grundsàtzlich ist das möglich, ja.

Du kannst Dir solche Tests vorstellen, als gàbe Windows Deiner Grafikkarte
eine Rechenaufgabe (jeder Prozessor rechnet nur mit Zahlen). Rein auf
Hardware-Ebene (Assembler) sollte jeder "Prozessor" des gleichen Modells
diese Aufgabe gleich schnell lösen können.

In der Informatik abstrahiert man jedoch. Das ist beispielsweise notwendig,
um Standards zu etablieren. Ohne Standards müsstest Du bspw. zur Erstellung
eines Rechtecks zig verschiedene Implementierungen in Deiner Anwendung
vorhalten, da nVIDIA bspw. zur Darstellung eines Rechtecks die Parameter in
der Reihenfolge "links oben", "rechts oben", "links unten" und "rechts
unten" benötigt, wàhrend ATI hingegen sie in der Reihenfolge "links unten",
"links oben", "rechts oben" und "rechts unten" erwartet.

Daher bietet Windows eine API "Zeichne ein Rechteck" an. Jeder
Grafikkartentreiber muss diese API unterstützen. Ein Programmierer muss
jetzt gar nicht mehr wissen, wie die Grafikkarte eigentlich zeichnet,
welche Unterschiede es zwischen den Herstellern gibt. Er muss nur die
Windows-API kennen.

Es ist jetzt die Aufgabe des Grafikkarten-Treibers diesen Befehl derart an
die Hardware weiterzugeben, dass diese das Ergebnis wie gewünscht erzeugt.

Genau hier entsteht Optimierungspotential.

Es ist beispielsweise denkbar, dass man schnellere Algorithmen entwickelt.
Erkennt, dass das Rechteck einen gelben Rahmen haben und rot aufgefüllt
werden soll und daher den Rahmen gleich in gelb zeichnet anstatt ihn erst
in der Standardfarbe zu zeichnen und danach einfàrbt (ein Schritt gespart).

Weiß man das, so wundert man sich bei den neuen Treibern auch nicht mehr so
über die Meldungen "20% schneller in Spiel X" ;)

Du solltest jetzt aber nicht erwarten, dass jeder neue Treiber die
Performance erheblich steigert. Der Windows-Leistungstest vergleicht
Standardberechnungen. In die Regel sind diese bereits optimal umgesetzt,
Änderungen erkennst Du nur in der Konsole (winsat einfach mal in der
Eingabeaufforderung aufrufen).


Grüße
Thomas

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