Leitwertmessung

13/03/2015 - 16:39 von Hans-Peter Diettrich | Report spam
Aufgabe: Leitwert/Leitfàhigkeit einer Flüssigkeit berührungslos messen,
möglichst einfach, mit Microcontroller.

Zunàchst fàllt mir dazu eine induktive oder kapazitive Einkopplung einer
Schwingung ein. Beides wird bereits in der "Hochfrequenz-Messung der
Leitfàhigkeit" verwendet, wobei die Verstimmung eines Schwingkreises
durch die Flüssigkeit gemessen wird. Der Einfluß des Leitwerts ist dabei
etwas undurchsichtig (Dàmpfung?), es funktioniert aber anscheinend
irgendwie.

Nun frage ich mich, ob sich der Leitwert auch noch anders (möglichst
direkter) messen làßt, wenn man Spule bzw. Kondensator hauptsàchlich zur
galvanischen Trennung von der Flüssigkeit nimmt. Gibt's noch andere
Effekte, die da ausgenutzt werden könnten? Bestimmung der Güte von
Kondensator oder Spule...?

Ein alternatives Beispiel mit µC ist die super-simple Messung der
Entladezeit eines Kondensators über die Flüssigkeit als Lastwiderstand,
wozu allerdings zwei Kontakte in die Flüssigkeit eingetaucht werden
müssen - was möglichst vermieden werden soll. Geht sowas in dieser Art
auch ohne galvanische Kopplung?

Sonst noch irgendwelche Ideen?


Eigene Versuche konnte ich noch nicht machen, bin seit Januar dabei, mir
eine Elektronik-Werkstatt einzurichten, ein Scope fehlt noch. Danach
wollte ich eine Spule um ein Reagensglas o.à. wickeln, dieses zum Teil
mit Salzwasser füllen, eine Rechteckspannung anlegen und dann schauen,
welche Änderungen sich feststellen lassen, wenn der Spulenkern mit Luft
bzw. Salzwasser gefüllt ist. Zum Vergleich (Meßbrücke) könnte erst mal
ein zweites Glas mit Wasser ohne Salz herhalten. Oder kann jemand jetzt
schon sagen, daß dabei nichts Brauchbares herauskommt?

TIA
DoDi
 

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#1 Olaf Kaluza
13/03/2015 - 22:04 | Warnen spam
Hans-Peter Diettrich wrote:


Nun frage ich mich, ob sich der Leitwert auch noch anders (möglichst
direkter) messen làßt, wenn man Spule bzw. Kondensator hauptsàchlich zur
galvanischen Trennung von der Flüssigkeit nimmt.



Ueblich sind induktive oder conduktive Messung. Bei der induktiven
hast du keine galvanische Verbindung weil die beiden Spulen vergossen
sein koennen. Bei der conduktiven, also zwei definierte Metallplatten
in der Fluessigkeit bist du ueblicherweise auch potentialfrei weil man
die Elektronik halt potentialtrennend aufbaut.


Gibt's noch andere
Effekte, die da ausgenutzt werden könnten? Bestimmung der Güte von
Kondensator oder Spule...?



Es gab wohl mal 1950-1960 rum versuche mit "Hochfreuenz". Hat sich
aber wohl nicht durchgesetzt.

Ein alternatives Beispiel mit µC ist die super-simple Messung der
Entladezeit eines Kondensators über die Flüssigkeit als Lastwiderstand,
wozu allerdings zwei Kontakte in die Flüssigkeit eingetaucht werden
müssen - was möglichst vermieden werden soll. Geht sowas in dieser Art
auch ohne galvanische Kopplung?



Das geht auch induktive. Aber ganz so einfach wie du dir das
vorstellst ist das sowieso nicht.

Eigene Versuche konnte ich noch nicht machen, bin seit Januar dabei, mir
eine Elektronik-Werkstatt einzurichten, ein Scope fehlt noch. Danach
wollte ich eine Spule um ein Reagensglas o.à. wickeln, dieses zum Teil
mit Salzwasser füllen, eine Rechteckspannung anlegen und dann schauen,
welche Änderungen sich feststellen lassen, wenn der Spulenkern mit Luft
bzw. Salzwasser gefüllt ist. Zum Vergleich (Meßbrücke) könnte erst mal
ein zweites Glas mit Wasser ohne Salz herhalten. Oder kann jemand jetzt
schon sagen, daß dabei nichts Brauchbares herauskommt?



Mein Bauch sagt mir das es nicht geht. :-)

Du hast auch noch kein Wort ueber den Messbereich gesagt den du
abdecken willst.

Deine Reagenzglasmethode ist im Prinzip 'induktive
Messung'. Allerdings sind in den Messkoepfen spezielle Ferrite drin.

Ausserdem ist das ganze leider erheblich komplizierter als du es dir
so vorstellst.

Olaf

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