Lenz'sche Regel und Supraleitung

18/11/2007 - 17:15 von Benno Hartwig | Report spam
Mit Sohnematz (Untersekunda) habe ich gerade über die
Lenz'sche egel gesprochen.
In der Schule hatten sie einen anschaulichen Versuch
gemacht, bei dem ein Hufeisenmagnet kaum gebremst hin
und her pendelt. Wenn er aber z.B. mit seinem Nordpol in
eine kurzgeschlossene Spule taucht, wird er recht
schnell gebremst.
Es werden halt jeweils in der Spule Ströme induziert,
die eine Magnetfeld erzeugen, welches der Pendelbewegung
des Magneten entgegenwirkt.
Gut, soweit.
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########## Südpol
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## SpuleSpuleSpule
########## Nordpol S e
SpuleSpuleSpule
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Er fragte mich, wo die Energie dann eigentlich abbleibt.
Gute Frage. Ich vermutete mal: Es wird ja ein Strom induziert,
der dann durch Spule, Anschlüsse und Verbindungsdraht fließt.
Vermutlich werden all diese Dràhte erwàrmt.
Und da bleibt sie eben ab, die Energie.
Gut die Erklàrung? Oder nicht so gut?

Was passiert aber, wenn ich den Versuch da mache, wo die
Bedingungen für Supraleitung bestehen?
Wird da der pendelnde Magnet nicht abgebremst?
Und wenn doch (was ich eigentlich vermute), wo bleibt dann
die in der Pendelei zunàchst vorhandene Energie ab?
Erwàrmt sich womöglich der Magnet, weil er jenem
wechselndem Magnetfeld der Spule ausgesetzt ist?

Benno
(meinem Sohn irgendwie noch eine Antwort schuldig)
 

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#1 Hans-Bernhard Bröker
18/11/2007 - 18:11 | Warnen spam
Benno Hartwig wrote:
Mit Sohnematz (Untersekunda) habe ich gerade über die
Lenz'sche egel gesprochen.
In der Schule hatten sie einen anschaulichen Versuch
gemacht, bei dem ein Hufeisenmagnet kaum gebremst hin
und her pendelt. Wenn er aber z.B. mit seinem Nordpol in
eine kurzgeschlossene Spule taucht, wird er recht
schnell gebremst.



Das ist allerdings weniger ein Versuch zur Lenz'schen Regel als zur
Wirbelstrombremse.

Es werden halt jeweils in der Spule Ströme induziert,
die eine Magnetfeld erzeugen, welches der Pendelbewegung
des Magneten entgegenwirkt.



Das alleine würde aber langfristig keine Bremsung des Pendels, sondern
nur eine hàrtere Reflektion des Magneten ergeben, denn das frisch
aufgebaute Gegenfeld würde ihn ja wieder abstoßen, und ihm so die
ausgetauschte Energie wieder zurückgeben.

Er fragte mich, wo die Energie dann eigentlich abbleibt.
Gute Frage. Ich vermutete mal: Es wird ja ein Strom induziert,
der dann durch Spule, Anschlüsse und Verbindungsdraht fließt.
Vermutlich werden all diese Dràhte erwàrmt.
Und da bleibt sie eben ab, die Energie.
Gut die Erklàrung? Oder nicht so gut?



Genau richtig.

Was passiert aber, wenn ich den Versuch da mache, wo die
Bedingungen für Supraleitung bestehen?



Dann wird der Magnet von der supraleitenden Spule abprallen, ohne dabei
insgesamt Energie abzugeben.

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