Leuchtkraft CRT

05/07/2010 - 00:09 von Mark Busch | Report spam
Seit Jahren verrichtet ein Röhrenmonitor von Iiyama zuverlàssig seinen
Dienst. Beim Konfigurieren/Spielen eines alten Klassikers fiel mir bei
der Spiel-Kalibration auf, das die (empfohlene Spiel-)Vorgabe
Monitor-seitig nicht erreichbar war. Helligkeit und Kontrast waren auf
Maximum justiert, trotzdem war das Bild merklich zu dunkel.
Làsst die Leuchtkraft eines CRTs im Laufe seiner Betriebszeit nach?
 

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#1 Marcel Müller
05/07/2010 - 10:08 | Warnen spam
Hallo,

Mark Busch wrote:
Seit Jahren verrichtet ein Röhrenmonitor von Iiyama zuverlàssig seinen
Dienst. Beim Konfigurieren/Spielen eines alten Klassikers fiel mir bei
der Spiel-Kalibration auf, das die (empfohlene Spiel-)Vorgabe
Monitor-seitig nicht erreichbar war. Helligkeit und Kontrast waren auf
Maximum justiert, trotzdem war das Bild merklich zu dunkel.
Làsst die Leuchtkraft eines CRTs im Laufe seiner Betriebszeit nach?



ja, immer. Beim einen schneller, beim anderen langsamer, bei manchen hat
man das Gefühl, es dauert ewig. Das kommt auf die Qualitàt der Röhre und
auf die Cut-Off-Voltage an (besseres Bild vs. langsamere Alterung).

Von einem ca. 8 Jahre alten 21" CRT an einer HP-Workstation, den man
selbst im leicht abgedunkelten Raum kaum noch erkennen konnte bis hin zu
einem 20" CRT von etwa 1990, der, bis ich ihn vor einem halben Jahr mit
einer SGI-Workstation weitergegeben habe, noch bei hellem Tageslicht gut
ablesbar war, habe ich schon alles erlebt. (Die alten Trinitrons sind
nahezu unverwüstlich.)
Gerade sitze ich an einem ca. 11 Jahre alten Nokia, der fast heller ist,
als das Lenovo T61 daneben mit Helligkeit auf Anschlag. Normalerweise
sind LCDs heller als große CRTs.

Ursàchlich altern sowohl die Kathoden als auch der Leuchtstoff. Die
Alterung der Kathoden überwiegt üblicherweise und àußert sich in einem
schlechter werdenden Gammawert, oft verbunden mit einem Farbstich bei
dunklen Grautönen. Die Alterung des Leuchtstoffes àußert sich in
Einbrenneffekten.

Zart-raue Naturen holen sich ein Röhrenschießgeràt, stecken es kurz auf
den Röhrensockel und geben vollgas. Dann wird durch massiven Überstrom
die obere Dreckschicht von den Kathoden regelrecht abgesprengt. Da
fliegen richtig die Brocken. Danach geht die Röhre wieder, oder ist
endgültig hin, wenn man es übertrieben hat. Bevor man aber zu
drastischen Maßnahmen greift, sollte man grob prüfen, ob nicht ein
elektrischer Defekt, den Strahlstrom begrenzt.


Marcel

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