"LF Enoise"?

20/02/2008 - 21:27 von Kai-Martin Knaak | Report spam
Moin.

Ich stöbere gerade in den Spec-Tabellen von Opamps auf der suche nach der
besten Wahl für Diodenlaser-Stromtreiber. Beim Vergleich von LT1007 und
LT1028 fàllt mir außer dem Unterschied in der der Bandbreite ein Faktor
500 für eine Größe, die in der Tabelle "LF enoise" genannt wird und in
µVpp angegeben ist. Leider finde ich keine ausdrückliche Erklàrung für
die Größe.

Vermute ich richtig, dass das die absolute Amplitude des Rauschens des
Ausgangs ist? Das wàre dann unabhàngig vom Verstàrkungsfaktor und bei
beliebig niedrigen Frequenzen Also so etwas wie die obere Schranke
des 1/f Rauschens?

Das würde bedeuten, dass sich der LT1007 für Anwendungen, die empfindlich
bis hinab zu DC sind, besser eignen würde. Der DC-Zweig des
Diodenstromtreibers ist gerade so ein Fall. Hohe Frequenzen werden mit
fetten Induktivitàten geblockt. Aber alles in der Nàhe von DC kommt
natürlich durch. Irgendwelche µV setzen sich über den FET der Endstufe in
spürbare Stromstàrken um.

Bei der Gelegenheit: Für den FET würde man sich eine möglichst flache
Kennlinie und dabei auch noch lineare Kennlinie I_D(V_GS) im Bereich
100 mA bis 1A wünschen. Das ist natürlich Wunschdenken. Aber
unterscheiden sich die handelsüblichen FETS in dieser Hinsicht
dramatisch? Oder sind die Kennlinien doch alle in etwa àhnlich?

<(kaimartin)>
PS: Dass diese Opamps aus der Edel-Teuer-Ecke stammen, ist klar. Aber man
muss das in Relation zu den Laserdioden sehen, bei der das Preisschild
teilweise vier Stellen vor dem Komma hat.
Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895
Universitàt Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211
Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de
GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get
 

Lesen sie die antworten

#1 Joerg
20/02/2008 - 22:43 | Warnen spam
Kai-Martin Knaak wrote:
Moin.

Ich stöbere gerade in den Spec-Tabellen von Opamps auf der suche nach der
besten Wahl für Diodenlaser-Stromtreiber. Beim Vergleich von LT1007 und
LT1028 fàllt mir außer dem Unterschied in der der Bandbreite ein Faktor
500 für eine Größe, die in der Tabelle "LF enoise" genannt wird und in
µVpp angegeben ist. Leider finde ich keine ausdrückliche Erklàrung für
die Größe.

Vermute ich richtig, dass das die absolute Amplitude des Rauschens des
Ausgangs ist? Das wàre dann unabhàngig vom Verstàrkungsfaktor und bei
beliebig niedrigen Frequenzen Also so etwas wie die obere Schranke
des 1/f Rauschens?




Vermutlich. Ich habe dafuer ganz profan den LM833 genommen. Auch wenn
unsere Dioden ebenfalls teuer sind, allerdings gerade eben noch nicht
vierstellig.


Das würde bedeuten, dass sich der LT1007 für Anwendungen, die empfindlich
bis hinab zu DC sind, besser eignen würde. Der DC-Zweig des
Diodenstromtreibers ist gerade so ein Fall. Hohe Frequenzen werden mit
fetten Induktivitàten geblockt. Aber alles in der Nàhe von DC kommt
natürlich durch. Irgendwelche µV setzen sich über den FET der Endstufe in
spürbare Stromstàrken um.




Da hatte ich keinen Aerger mit. Nur die Stromversorgung musste ich noch
mit einer Fussmatte versehen, in Form eines Folgers mit einigen zig uF
an der Basis und die Basis ueber Widerstand an VCC. Wenn man das gar mit
Darlington macht, sieht der letzte Emitter aus, als wuerde da ein
Kondensator in der Groesse eines Getreidesilos dranhaengen.


Bei der Gelegenheit: Für den FET würde man sich eine möglichst flache
Kennlinie und dabei auch noch lineare Kennlinie I_D(V_GS) im Bereich
100 mA bis 1A wünschen. Das ist natürlich Wunschdenken. Aber
unterscheiden sich die handelsüblichen FETS in dieser Hinsicht
dramatisch? Oder sind die Kennlinien doch alle in etwa àhnlich?





Besonders linear sind FETs von allein nicht:
http://www.rohm.com/products/databo...sk2503.pdf

Aber wozu, wenn der Opamp das erledigt?


<(kaimartin)>
PS: Dass diese Opamps aus der Edel-Teuer-Ecke stammen, ist klar. Aber man
muss das in Relation zu den Laserdioden sehen, bei der das Preisschild
teilweise vier Stellen vor dem Komma hat.




Ich wuerde eher auf den Schutz achten. Dazu setze ich
Hochlastwiderstaende in Serie, sodass der Stromquelle ab einem gewissen
Strom die Puste ausgeht, egal wie viel vorn einprogrammiert wurde. Der
SW Ingenieur war echt froh, als ich ihm erzaehlte, dass bei
versehentlichem Schreiben von 0FFF nichts passieren koenne.

Was wollt Ihr denn da bauen (falls es nicht geheim ist)?

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Ähnliche fragen