Li-Ion Akkus viel umweltfreundlicher als erwartet

01/09/2010 - 19:19 von Martin Kobil | Report spam
Batterie betriebene Elektrofahrzeuge dürften für die Mobilitàt der
Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Bisher war jedoch nicht bekannt,
wie umweltvertràglich Herstellung, Betrieb und Entsorgung der
Antriebsbatterie sind. Empa-Forschende haben nun erstmals den
ökologischen Fussabdruck für den gebràuchlichsten Typ, die Lithium-
Ionen-Batterie, berechnet; der fàllt geringer aus als befürchtet.
[.]

Die Studie zeigt, dass der eigentliche Li-Ion-Antrieb des Elektroautos
die Umwelt nur màssig belastet; nur maximal 15 Prozent der
Gesamtbelastung durch das Elektroauto entfallen auf die Batterie,
durch deren Herstellung, Unterhalt und Entsorgung. Die Hàlfte davon
wiederum – also rund 7.5 Prozent der Belastung – machen die Gewinnung
und Herstellung der Batterierohstoffe Kupfer und Aluminium aus; die
Lithiumgewinnung schlàgt dagegen nur mit 2.3 Prozent zu Buche.
«Lithium-Ionen-Akkus sind also nicht so schlecht wie bisher
angenommen», sagt Dominic Notter, Mitautor der Studie, die soeben im
Fachjournal «Environmental Science & Technology» publiziert wurde.

Anders sieht es dagegen für den Betrieb des Elektromobils über eine
erwartete Lebensdauer von 150'000 Kilometer aus: Die grösste
Umweltbelastung verursacht das regelmàssige Laden der Batterie, also
der «Sprit» des e-Autos. «Tankt» man einen in Europa üblichen Strommix
aus Atom-, Wasser- und Kohlekraftwerken, wird die Umwelt dreimal mehr
belastet als durch den Li-Ion-Akku an sich. Hier lohnt es sich,
Alternativen zu prüfen: Wàhrend Strom, der vollstàndig in
Kohlekraftwerken produziert wird, die Ökobilanz nochmals um 13 Prozent
mehr belasten würde, wird diese um 40 Prozent entlastet, wenn der
Strom ausschliesslich aus Wasserkraft stammt.

Quelle: http://www.empa.ch/plugin/template/...99073//l=1
 

Lesen sie die antworten

#1 gUnther nanonüm
01/09/2010 - 19:27 | Warnen spam
"Martin Kobil" schrieb im Newsbeitrag
news:

Lithiumgewinnung schlàgt dagegen nur mit 2.3 Prozent zu Buche.
«Lithium-Ionen-Akkus sind also nicht so schlecht wie bisher
angenommen», sagt Dominic Notter, Mitautor der Studie, die soeben im
Fachjournal «Environmental Science & Technology» publiziert wurde.



Hi,
viel "schlimmer" ist der Verbrauch an gewissen seltenen Erden, Yttrium,
Neodym...diese werden für die superstarken Magnete gebraucht, die in allen
hocheffizienten Motoren stecken. China hat da Weitblick und sammelt schonmal
"strategisch". Kurzsichtig dagegen handeln die "Technologiestaaten", wie
etwa auch wir. Die Wiederaufbereitung ist zwar machbar, aber deutlich
kniffeliger als die von Altreifen oder Batterien...und auch da gibts
faktisch einen erheblichen Verlust. Wie soll das wohl laufen, wenn eines
Tages sàmtliche Benzinfresser auf die eine oder andere Art elektrisch sind?
Und die Aufarbeitung von Neodym aus Altmagneten wird richtig teuer und
brisant. Das sind teilweise Metalle seltener als Gold. Die Preise stiegen
auch vor Chinas Exportstopp schon enorm.

mfg,
gUnther

Ähnliche fragen