Li-Ion + Motor

15/03/2012 - 18:46 von Oliver | Report spam
Hallo zusammen,

Ich hatte an dieser Stelle vor ein paar Wochen einige gute
Tips zu LiIon-Akkus bekommen. Vielen Dank nochmals dafür!

Inzwischen bin ich ein gutes Stück weitergekommen. Die
Pollin-Akkus wurden geliefert; laut Aufdruck sind sie schon
knapp vier Jahre alt. Erwartungsgemàß erreichen sie auch
nicht mehr die volle Kapaziàt, aber für meine Zwecke genügt
es völlig.

Durch weitere Tests habe ich ermittelt, dass die eingebaute
Schutzschaltung bei 2,5 Volt abschaltet. Das Ladegeràt
benötigt dann ein paar Sekunden, bevor es den Akku erkennt,
beginnt dann aber brav, ihn wieder aufzuladen. Das Handy,
für das die Akkus eigentlich gedacht sind, schaltet schon
viel früher ab; wohl aus gutem Grund. Daher habe ich mir
zusàtzlich die kleinen Schutzschaltungen von Conrad besorgt,
die bereits bei 3,0 V abschalten.

So weit, so gut ... Aber jetzt habe ich eine Beobachtung
gemacht, die mich etwas beunruhigt.

Ich habe das Modellfahrzeug auf einem Rund-Parcour laufen
lassen und gleichzeitig die Stromaufnahme gemessen. Auf
gerader Strecke sind es rund 30 mA, an Steigungen geht es
bis ca. 70 mA herauf. Also nicht viel. Aber: Wenn es
ein Gefàlle herabgeht, zeigt mein Multimeter kurzzeitig
eine negative Stromstàrke an. Offenbar arbeite der Motor
in dem Fall als Generator. Ich vermute, dass das auf Dauer
nicht so gut für die LiIon-Akkus ist, oder?

Genügt es als Schutz, eine Diode (1N4001 oder so) in den
Stromkreis einzusetzen? Allerdings verliere ich dann rund
1 Volt Spannung, was blöd ist. Gibt es auch eine andere
Möglichkeit, die nicht zu aufwendig ist?

Nochmal zur Erinnerung: Es geht um einen kleinen Motor in
einem Modellfahrzeug, der eigentlich für eine 9V-Batterie
gedacht ist. Ich möchte ihn stattdessen mit 2 Stück LiIon-
Akkus betreiben (7,2 Volt). Mit einer Diode hàtte ich dann
nur noch 6,2 bis 6,5 Volt; dann ist das Fahrzeug schon arg
langsam.

Hat jemand 'ne Idee?

Viele Grüße
Oliver
 

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#1 Joerg
15/03/2012 - 19:07 | Warnen spam
Oliver wrote:
Hallo zusammen,

Ich hatte an dieser Stelle vor ein paar Wochen einige gute
Tips zu LiIon-Akkus bekommen. Vielen Dank nochmals dafür!

Inzwischen bin ich ein gutes Stück weitergekommen. Die
Pollin-Akkus wurden geliefert; laut Aufdruck sind sie schon
knapp vier Jahre alt. Erwartungsgemàß erreichen sie auch
nicht mehr die volle Kapaziàt, aber für meine Zwecke genügt
es völlig.

Durch weitere Tests habe ich ermittelt, dass die eingebaute
Schutzschaltung bei 2,5 Volt abschaltet. Das Ladegeràt
benötigt dann ein paar Sekunden, bevor es den Akku erkennt,
beginnt dann aber brav, ihn wieder aufzuladen. Das Handy,
für das die Akkus eigentlich gedacht sind, schaltet schon
viel früher ab; wohl aus gutem Grund. Daher habe ich mir
zusàtzlich die kleinen Schutzschaltungen von Conrad besorgt,
die bereits bei 3,0 V abschalten.

So weit, so gut ... Aber jetzt habe ich eine Beobachtung
gemacht, die mich etwas beunruhigt.

Ich habe das Modellfahrzeug auf einem Rund-Parcour laufen
lassen und gleichzeitig die Stromaufnahme gemessen. Auf
gerader Strecke sind es rund 30 mA, an Steigungen geht es
bis ca. 70 mA herauf. Also nicht viel. Aber: Wenn es
ein Gefàlle herabgeht, zeigt mein Multimeter kurzzeitig
eine negative Stromstàrke an. Offenbar arbeite der Motor
in dem Fall als Generator. Ich vermute, dass das auf Dauer
nicht so gut für die LiIon-Akkus ist, oder?

Genügt es als Schutz, eine Diode (1N4001 oder so) in den
Stromkreis einzusetzen? Allerdings verliere ich dann rund
1 Volt Spannung, was blöd ist. Gibt es auch eine andere
Möglichkeit, die nicht zu aufwendig ist?

Nochmal zur Erinnerung: Es geht um einen kleinen Motor in
einem Modellfahrzeug, der eigentlich für eine 9V-Batterie
gedacht ist. Ich möchte ihn stattdessen mit 2 Stück LiIon-
Akkus betreiben (7,2 Volt). Mit einer Diode hàtte ich dann
nur noch 6,2 bis 6,5 Volt; dann ist das Fahrzeug schon arg
langsam.

Hat jemand 'ne Idee?




Ja, aber die hatte TI, Seiko und so schon vor mir :-)

http://datasheet.sii-ic.com/en/batt...254A_E.pdf

Sowas plus MOSFETs sollte in Akku Packs bereits drin sein, doch man soll
sich natuerlich nicht drauf verlassen. Mit solchen Chips kann man den
Akku abtrennen wenn Ueberspannung droht.

Bis dahin waere aber eine Rueckladung nicht schlecht. Sowas machen
Elektrofahrzeuge bewusst. An sich sollte es unmoeglich sein die Spannung
durch Rueckgewinnung hoeher zu treiben als sie beim Start des Fahrzeugs
war. Stichwort Energiesatz oder so :-) ... Es sei denn Du stellst das
Fahrzeug oben auf den Pass und laesst es die ganze Bergstrasse
runtersausen. In dem Fall muss die Energie des Motors aber irgendwo hin,
denn es kommt irgendwann die erste Spitzkehre und die Schlucht und so
weiter ...

Wenn es ein sehr grosses Vehikel ist und Du es in Amiland fahren laesst
koennte es sein dass zusaetzliche gelbe Bremsleuchten fuer regenerativen
Bremsbetrieb reinmuessen :-)

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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