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Lichtbogenzündung - Schaltplan verstehen

23/06/2008 - 13:53 von Ludolph Kremer | Report spam
Hallo Kundige,

aus einer Schweissmaschine (1980) stammt folgender Schaltplan einer
Zündeinrichtung (WIG-Schweissen). Bin etwas unsicher, was die Erklàrung
der Funktion angeht. Würde mich freuen, wenn sich jemand mit der
Erklàrung einverstanden erklàrt oder Verbesserungen hat.

+--+--+-R-+-D-P-D-F-+ +-C-S-R-+
| | | | | | |
T C +-C-+ T T HV!
| | | | |
+--+--F-+ +-+

Von links nach rechts: T Trafoausgang mit 2,2kV/10mA/50Hz, C 0,01µF/9kV,
R 330kOhm, D Drossel 3µH/3A, P ein Bauteil das mit Patrone bezeichnet
wird, wahrscheinlich eine Funkenstrecke (Kontaktabstand 0,5mm, Arc 59c),
F Doppellochferrite mit 2,5 Wdg., T Ausgangstrafo mit Ü=1,2, C 2µF/250V~
MKT, S Sicherung 1A/250V~, R Widerstand, HV! Ausgangsklemmen.

Kann es sich bei der Schaltung um einen Schwingkreis TC handeln, welcher
vom Trafo gespeist sich resonant bis zum Durchschlag hochschaukelt?
Hiernach die Patrone leitend wird, der Schwingkreis entladen, restliche
Energie in R verbraten und der Rest an den Ausgangstrafo weitergereicht
wird? Aber wozu die ganzen Drosseln? Auch scheint mir die
Resonanzfrequenz von 50Hz reichlich wenig. Wird die Resonanz auf einer
der Oberwellen hergestellt? Wer kann weiterhelfen.

Gruss, Ludolph.
 

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#1 Jan Conrads
23/06/2008 - 19:08 | Warnen spam
Hallo,

mal ein Deutungsversuch:

Ludolph Kremer wrote:
Hallo Kundige,

aus einer Schweissmaschine (1980) stammt folgender Schaltplan einer
Zündeinrichtung (WIG-Schweissen). Bin etwas unsicher, was die Erklàrung
der Funktion angeht. Würde mich freuen, wenn sich jemand mit der
Erklàrung einverstanden erklàrt oder Verbesserungen hat.






Schwingkreis Funkenstr Schutz vor dem Schweißstrom
+--+--+-R-+-D-P-D-F-+ +-C-S-R-+
| | | | | | |
T C +-C-+ T T HV!
| | | | |
+--+--F-+ +-+



2kV? HF Übertrager


Von links nach rechts: T Trafoausgang mit 2,2kV/10mA/50Hz, C 0,01µF/9kV,
R 330kOhm, D Drossel 3µH/3A, P ein Bauteil das mit Patrone bezeichnet
wird, wahrscheinlich eine Funkenstrecke (Kontaktabstand 0,5mm, Arc 59c),
F Doppellochferrite mit 2,5 Wdg., T Ausgangstrafo mit Ü=1,2, C 2µF/250V~
MKT, S Sicherung 1A/250V~, R Widerstand, HV! Ausgangsklemmen.




Bei 0,5mm brennt bei 2KV ein Lichtbogen sicher (Funkenstrecke). Der
0,01uF C sorgt für einen HF-Kurzschluss des 50Hz HV Trafos. Prinzipiell
ist das ein Löschfunkensender ohne Antenne. Der HF Übertrager verdoppelt
nochmal die Spannung nochmal.
Das C-S-R Glied schützt den HF Übertrager von dem Schweißstrom un
begrenzt auch den HF Strom. Falls der 250V C durchhaut, klemmt S1 die
Schaltung vom Schweißstromkreis ab. Die beiden Ferritspulen begrenzen
ein wenig die Oberwellen.




Kann es sich bei der Schaltung um einen Schwingkreis TC handeln, welcher
vom Trafo gespeist sich resonant bis zum Durchschlag hochschaukelt?
Hiernach die Patrone leitend wird, der Schwingkreis entladen, restliche
Energie in R verbraten und der Rest an den Ausgangstrafo weitergereicht
wird? Aber wozu die ganzen Drosseln? Auch scheint mir die
Resonanzfrequenz von 50Hz reichlich wenig.



Bei 50Hz ist einiges an Kapazitàt/Induktivitàt nötig, um da zu schwingen.

Wird die Resonanz auf einer
der Oberwellen hergestellt? Wer kann weiterhelfen.



ich vermute mal Prinzip Löschfunkensender ohne Antenne.

Gruss, Ludolph.



Gruß Jan Conrads

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