Lichtgeschwindigkeit in der QED

17/04/2010 - 23:12 von Andreas Maier | Report spam
Hallo,

In seinem Buch "QED - Die seltsame Theorie des Lichts und der Materie"
schreibt Feynman,
zur Berechnung der Amplitude eines Photons um von Punkt A nach Punkt B
zu gelangen:

"Der grösste Beitrag zu P(A nach B) ist bei der bekannten
Lichtgeschwindigkeit zu beobachten ..., mit anderen Worten, dort, wo
wir ihn ausschliesslich vermutet haetten. Daneben aber hat das Licht
auch eine Amplitude, sich schneller (oder langsamer) auszubreiten. Es
zeigt sich also, dass es ebensowenig auf die herkoemmliche
Lichtgeschwindigkeit festgelegt ist wie auf die geradlinige
Ausbreitung.
Das mag sie ueberraschen. Allerdings sind die Amplituden eines
Photons, sich schneller oder langsamer als mit der herkoemmlichen
Lichtgeschwindigkeit c zu bewegen, verglichen mit dem Beitrag bei c
sehr klein; mehr noch, bei grossen Entfernungen heben sie sich
gegenseitig auf. Bei kurzen Entfernungen dagegen - wie in vielen
unserer Diagramme - erlangen sie ein so grosses Gewicht, dass sie
unbedingt beruecksichtigt werden muessen."

Kurz gesagt, ueber kurze Entfernungen gibt es eine endliche,
nichtverschwindende Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Photon schneller
oder langsamer als mit der klassischen Lichtgeschwindigkeit
ausbreitet.

Aber stimmt das wirklich? Ist es nicht experimentell belegt, dass sich
Licht auch auf kurze Entfernungen immer genau mit Lichtgeschwindigkeit
ausbreitet? Steht Feynmans Aussage nicht auch im Widerspruch zur
Lorentzinvarianz, von der man doch ausgeht, dass sie exakt auf allen
Laengenskalen gilt und nicht nur mit hoher Wahrscheinlichkeit fuer
grosse Entfernungen?

Viele Gruesse,
Andreas Maier
 

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#1 Kurt Bindl
17/04/2010 - 23:59 | Warnen spam
Andreas Maier wrote:

Kurz gesagt, ueber kurze Entfernungen gibt es eine endliche,
nichtverschwindende Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Photon schneller
oder langsamer als mit der klassischen Lichtgeschwindigkeit
ausbreitet.




Nun, das kann nicht sein, denn ein Photon bewegt sich nicht.
Es gibt nàmlich keins.

Kurt

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