lightdm & ~/.profile sourcen für ~/bin

31/12/2014 - 04:22 von Bernd Hohmann | Report spam
Umgebung: Debian 7.7, xfce4, xfce4-goodies, lightdm, nodm

Im gdm und früher auch lightdm wurde die .profile mit abgearbeitet, da
aber lightm eigentlich keine Login-Shell ist wurde das kürzlich (so vor
2 Jahren) geàndert.

Mit dem Resultat, dass zb. auch ~/bin nicht mehr im Pfad vorhanden ist
wenn irgendwas (und sei es ein Terminal) über die GUI gestartet wird.

Da lightdm mindestens ~/.xsessionrc durchlàuft hab ich die mal erzeugt
und mutig als einzigste Zeile

. ~/.profile

eingetragen.

Funktioniert bislang ganz prima, ich hàtte jetzt aber wie vom alten
Gnome und Ubuntu erwartet dass er nach einem "sudo -s" ebenfalls das
bin-Verzeichnis des ursprünglichen Users mit im Pfad hat (da war doch
irgendwas bei sudo mit "preserve Environment" in den Vorgaben?)

Deshalb 3 Fragen:

1) Mach ich mir mit dem ". ~/.profile" in ~/.xsssionrc irgendwo anders
was kaputt?

2) Wie bekomme es hin, dass nach dem sudo -s das ursprüngliche
bin-Verzeichnis ebenfalls im Pfad ist?

3) geht das nicht etwas einfacher? Ich will hier nàmlich alles auf xfce4
und lightdm umstellen weil Gnome einfach nur noch schlimmer wird.

Bernd
 

Lesen sie die antworten

#1 Helmut Waitzmann
31/12/2014 - 15:42 | Warnen spam
Vorbemerkung: Sowohl sudo als auch X11 sind keine linux‐spezifischen
Umgebungen, daher folge ich dem

Followup-To: de.comp.os.unix.linux.misc

nicht. Statt dessen schlage ich

Followup-To: de.comp.os.unix.shell

vor.

Bernd Hohmann writes:

Umgebung: Debian 7.7, xfce4, xfce4-goodies, lightdm, nodm

ich hàtte jetzt aber wie vom alten Gnome und Ubuntu erwartet dass er
nach einem "sudo -s" ebenfalls das bin-Verzeichnis des ursprünglichen
Users mit im Pfad hat (da war doch irgendwas bei sudo mit "preserve
Environment" in den Vorgaben?)



Nur um ganz sicherzugehen: Du möchtest als Benutzer „ich“ mittels

$ sudo -s

den Benutzer wechseln und dabei trotzdem die Login‐Umgebung
des Benutzers „ich“ haben?

Tu's nicht. Das schreit geradezu nach Ärger: Eine Login‐Umgebung
enthàlt nicht nur die Umgebungsvariable PATH. Da kommen u. a. mit der
Umgebungsvariablen HOME jede Menge weitere Effekte dazu:

Viele Programme verlassen sich darauf, dass das HOME‐Verzeichnis dem
Benutzer gehört, unter dem sie gerade laufen. Sollte das nicht der Fall
sein, tun sich leicht Sicherheitslöcher auf.

Viele Programme halten sich Konfigurationsdateien, die sie unterhalb des
in der Umgebungsvariablen HOME genannten Verzeichnisses ablegen. Das
hàtte dann den Effekt, dass du in deinem HOME‐Verzeichnis Dateien
findest, die root gehören und die dann den Programmen Ärger bereiten,
wenn sie unter deiner Benutzerkennung laufen sollen.

Leg lieber unter roots HOME‐Verzeichnis ein „bin“‐Verzeichnis an und
mach es in der Login‐Umgebung von root so àhnlich wie in deiner eigenen.

„preserve environment“ ist mit extremer Vorsicht zu genießen. Ich
möchte sogar sagen: Es ist im Allgemeinen nicht sinnvoll.

2) Wie bekomme es hin, dass nach dem sudo -s das ursprüngliche
bin-Verzeichnis ebenfalls im Pfad ist?



Tu's nicht. Lass root selber eine entsprechende Umgebung in seiner
~/.profile aufbauen.

Ähnliche fragen