Lindy DCF77 Funkuhr-Modul für seriellen Port

10/10/2009 - 14:18 von Robert Berghaus | Report spam
Hallo

Ich möchte die Funkuhr an einem Rechner mit Debian Etch einsetzen.
Von Lindy wird ein Linux Programm mitgeliefert, welche auch mit dem
Modul kommuniziert; leider kommt es nicht zur Synchronisierung, da
wohl immer einzelne Bits falsch sind.
Das gleiche Spiel hatte ich auch unter Windows. Irgendwo hatte ich
dann den Hinweis gefunden, den Puffer für die serielle Schnittstelle
abzuschalten; damit funktioniert die Uhr unter Windows.

Wie kann ich unter Linux den Puffer abschalten?
Bisher habe ich dazu nichts in verschiedenen Wikis gefunden.

schonmal vielen Dank für die Antworten
Robert
 

Lesen sie die antworten

#1 Heiko Nocon
10/10/2009 - 20:35 | Warnen spam
Robert Berghaus wrote:

Ich möchte die Funkuhr an einem Rechner mit Debian Etch einsetzen.
Von Lindy wird ein Linux Programm mitgeliefert, welche auch mit dem
Modul kommuniziert; leider kommt es nicht zur Synchronisierung, da
wohl immer einzelne Bits falsch sind.



Da würde ich in erster Nàherung immer darauf tippen, daß die
Empfangsbedingungen für DCF77 ungünstig sind. Wenn du z.B. nicht sicher
ausschließen kannst, daß in etlichen Metern (ràumlichem) Umkreis ein
CRT-TV làuft, dann brauchst du dich über Empfangsprobleme bei DCF77
nicht zu wundern. Irgendeine Oberwelle der PAL-Zeilenfrequenz liegt
leider ziemlich nahe 77,5kHz und so wird jeder klassische Röhren-TV zum
potentiellen DCF77-Killer.

Das gleiche Spiel hatte ich auch unter Windows. Irgendwo hatte ich
dann den Hinweis gefunden, den Puffer für die serielle Schnittstelle
abzuschalten; damit funktioniert die Uhr unter Windows.



Was meinst du mit "Puffer"? Den FIFO? Wenn das irgendeine Auswirkung
hat, dann ist die Anbindung des Empfangsmoduls an den PC eine
ingenieurtechnische Fehlleistung ersten Grades. Ich kann dann nur den
unverzüglichen Wurf in die Rundablage empfehlen. Weil: Wer nichtmal eine
sinnvolle RS232-Anbindung für so ein primitives Protokoll wie DCF77
gebacken bekommt, ist sowieso ein Vollidiot und sollte besser nur mit
Murmeln spielen, aber keine Elektronikprodukte verticken.

Würde mich mal interessieren: Was kostet denn so ein "Lindy"? Nur um mal
abzuschàtzen, wie hoch der Grad des "Betruges" ist. (Es ist vermutlich
kein Betrug im Sinne des StGB, sondern nur der ganz normale
Kapitalismus: Solange du einen Kàufer für ein Produkt findest, ist der
selber verantwortlich dafür, daß er es kauft, Idiotenschutz gibt's
nicht.)

Wie kann ich unter Linux den Puffer abschalten?
Bisher habe ich dazu nichts in verschiedenen Wikis gefunden.



setserial ist dein Freund. Damit kann man den Schnittstellentreiber u.a.
anweisen, eine 8250-UART als Hardware anzunehmen. Damit gibt's keinen
FIFO mehr, denn die 8250 hatte noch keinen. Jegliche tatsàchlich
vorhandene RS232-Hardware ist abwàrtskompatibel zur 8250-UART. D.h.: Sie
funktioniert wie eine 8250, wenn sie wie eine solche angesteuert wird.
Ein real vorhandener FIFO wird dadurch einfach unwirksam, so als wàre er
nicht existent.

Ähnliche fragen