Line Interactive USV von 120V auf 230V umbauen(?)

23/10/2007 - 23:50 von Wolfgang Draxinger | Report spam
Heute bin ich günstig (so günstig, dass es selbst im Falle der
Unbrauchbarkeit nicht weh tàte) an eine gebrauchte, ordentliche
Line Interactive USV (APC Smart UPS 1400 Rack Mount) gekommen.

Diese Anschaffung scheint hier wohl bitter nötig zu sein, da wir
hier letzte Woche, aufgrund brösliger Isolation der hier
verlegten sehr alten Erdkabel (stammen scheinbar noch aus den
1950ern), den 3. Stromausfall innerhalb weniger Jahre hatten =>
Wasser war in ein Kabel eingedrungen und die Schutzsicherung in
der Trafostation ist geflogen. Zum Glück waren auf meinem
Computer keine ungespeicherten Daten, aber es war mir eine
Warnung. Zumal mir einer der E-Techniker von den Stadtwerken
sagte, das dergleichen hier in nàchster Zeit wohl noch öfter
passieren wird, da es sich für die Schlipse nicht rechnet, alle
Kabel in einem Aufwasch zu ersetzen und so nach jedem Ausfall
ein Team anrückt um nur dieses eine Kabel auszutauschen.

Einziges Manko: Das USV will 120V anstatt der hierzulande
üblichen 230V sehen. Aber alle 230V USVs die ich auf den
einschlàgigen Seiten gefunden hatte waren entweder zu schwach
auf der Brust (ich mache auf der abzusichernden Kiste 3D
Modelling und Echtzeit 3D und dementsprechend ist das Teil recht
Stromhungrig) oder sprengten bei weitem meinen finanziellen
Rahmen. Die 120V USV ging wohl auch deshalb so günstig her.

Die Ausgangsseitige Spannung ist eigentlich wurscht, da der
betreffende Computer ein Weitbereichsnetzteil hat.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Vor die USV einen 2:1-Trafo
hàngen (müsste ich erst besorgen).

Oder die USV entsprechend umbauen (Garantie ist lt. Verkàufer vor
ein paar Wochen ausgelaufen); das selbe Modell gibt es auch
(fast identisch) als 230V Version. Sowohl die 120V als auch die
230V Version stellen sich auf die eingangsseitige Netzfrequenz
ein und beide Modelle akzeptieren 47Hz bis 63Hz. Das làsst mich
vermuten, dass die Unterschiede wohl nur in den Werten einiger
Meßwiderstànde bzw. Spannungsteiler, den Wicklungen der
Übertrager und den Sicherungen (doppelte Spannung, halber Strom)
bestehen. Damit müsste es doch möglich sein, durch den Austausch
dieser Komponenten das Teil auf Betrieb mit 230V umzubauen?
Könnte es vielleicht sogar so sein, dass man einfach nur ein
paar Drahtbrücken umlöten muss, mittels der bei der Herstellung
die Betriebsspannung festgelegt wird?

Also zusammenfassend, falls keine Drahtbrücken, sondern wirklich
andere Bauteile: Kondensatoren nach dem Eingangsgleichrichter
evtl. durch Typen mit höherer Spannung austauschen, evtl. auch
die Gleichrichterdioden, Anzahl der Primàrwicklungen der
Übertrager zum Akkukreis verdoppeln (die Sense-Wicklung für den
Schaltregler müsste bei einem primàrseitig geregelten Netzteil
doch AFAIK gleich bleiben), Sicherungen durch Typen für den
halben Max.-Strom austauschen und evtl. Meßwiderstànde im Wert
verdoppeln, bzw. Spannungsteiler.

Und natürlich die Ami-Steckdosen für den Endgeràteanschluss durch
Kaltgeràtebuchsen austauschen, das ist aber das allergeringste
Problem.

Natürlich würde ich mir den fachgerechten Umbau von einem
Elektriker attestieren lassen.

Irgend welche Meinungen dazu?

Wolfgang Draxinger
E-Mail address works, Jabber: hexarith@jabber.org, ICQ: 134682867
 

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#1 Joerg
24/10/2007 - 00:04 | Warnen spam
Wolfgang Draxinger wrote:
Heute bin ich günstig (so günstig, dass es selbst im Falle der
Unbrauchbarkeit nicht weh tàte) an eine gebrauchte, ordentliche
Line Interactive USV (APC Smart UPS 1400 Rack Mount) gekommen.

Diese Anschaffung scheint hier wohl bitter nötig zu sein, da wir
hier letzte Woche, aufgrund brösliger Isolation der hier
verlegten sehr alten Erdkabel (stammen scheinbar noch aus den
1950ern), den 3. Stromausfall innerhalb weniger Jahre hatten =>
Wasser war in ein Kabel eingedrungen und die Schutzsicherung in
der Trafostation ist geflogen. Zum Glück waren auf meinem
Computer keine ungespeicherten Daten, aber es war mir eine
Warnung. Zumal mir einer der E-Techniker von den Stadtwerken
sagte, das dergleichen hier in nàchster Zeit wohl noch öfter
passieren wird, da es sich für die Schlipse nicht rechnet, alle
Kabel in einem Aufwasch zu ersetzen und so nach jedem Ausfall
ein Team anrückt um nur dieses eine Kabel auszutauschen.

Einziges Manko: Das USV will 120V anstatt der hierzulande
üblichen 230V sehen. Aber alle 230V USVs die ich auf den
einschlàgigen Seiten gefunden hatte waren entweder zu schwach
auf der Brust (ich mache auf der abzusichernden Kiste 3D
Modelling und Echtzeit 3D und dementsprechend ist das Teil recht
Stromhungrig) oder sprengten bei weitem meinen finanziellen
Rahmen. Die 120V USV ging wohl auch deshalb so günstig her.

Die Ausgangsseitige Spannung ist eigentlich wurscht, da der
betreffende Computer ein Weitbereichsnetzteil hat.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Vor die USV einen 2:1-Trafo
hàngen (müsste ich erst besorgen).




Das isses. So habe ich das hier fuer alle aus Europa mitgebrachten
Hausgeraete gemacht. Es reicht i.d.r. eine Spartrafoanordnung. Dicker
Trafo mit zweimal 120V primaer, USV an den Mittelanzapf. Achtung: Das
geht nur, wenn Du das fest ans Netz verdrahtest und auf keinen Fall die
Phase direkt am USV liegt, denn die EMV Kondesatoren und so sind da drin
oft nicht fuer 230V Betrieb ausgelegt.

Allzu riesig wird so ein Trafo nicht. Z.B. haengt der Kompressor des
deutschen Bosch Kuehlschranks hier an einem 500W Exemplar, der Trafo hat
die Groesse von vier Cola-Dosen.


Oder die USV entsprechend umbauen (Garantie ist lt. Verkàufer vor
ein paar Wochen ausgelaufen); das selbe Modell gibt es auch
(fast identisch) als 230V Version. Sowohl die 120V als auch die
230V Version stellen sich auf die eingangsseitige Netzfrequenz
ein und beide Modelle akzeptieren 47Hz bis 63Hz. Das làsst mich
vermuten, dass die Unterschiede wohl nur in den Werten einiger
Meßwiderstànde bzw. Spannungsteiler, den Wicklungen der
Übertrager und den Sicherungen (doppelte Spannung, halber Strom)
bestehen. Damit müsste es doch möglich sein, durch den Austausch
dieser Komponenten das Teil auf Betrieb mit 230V umzubauen?
Könnte es vielleicht sogar so sein, dass man einfach nur ein
paar Drahtbrücken umlöten muss, mittels der bei der Herstellung
die Betriebsspannung festgelegt wird?




Das ist meist mit Umwickeln des Uebertragers verbunden. Das wiederum ist
verbunden mit Fluchen, blutigen Fingerknoecheln etc.


Also zusammenfassend, falls keine Drahtbrücken, sondern wirklich
andere Bauteile: Kondensatoren nach dem Eingangsgleichrichter
evtl. durch Typen mit höherer Spannung austauschen, evtl. auch
die Gleichrichterdioden, Anzahl der Primàrwicklungen der
Übertrager zum Akkukreis verdoppeln (die Sense-Wicklung für den
Schaltregler müsste bei einem primàrseitig geregelten Netzteil
doch AFAIK gleich bleiben), Sicherungen durch Typen für den
halben Max.-Strom austauschen und evtl. Meßwiderstànde im Wert
verdoppeln, bzw. Spannungsteiler.

Und natürlich die Ami-Steckdosen für den Endgeràteanschluss durch
Kaltgeràtebuchsen austauschen, das ist aber das allergeringste
Problem.

Natürlich würde ich mir den fachgerechten Umbau von einem
Elektriker attestieren lassen.




Der wird einen Umbau der Interna kaum verstehen und dann (hoffentlich)
auch nicht attestieren. Den Spartrafo sollte er verstehen.

Am Rande: Kann Dein Monitor 120V? Die beste USV nutzt nix, wenn man nix
mehr sicht.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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