Linux-Bridges "mal anders"

12/01/2012 - 18:23 von Paul Muster | Report spam
Hallo,

kann man eine Linux-Bridge auch derart einrichten, dass die zugeordneten
Interfaces mit ihrer IP-konfiguration „bestehen bleiben“?

Eine Bridge ist ein virtueller Switch. In diesen Switch möchte ich
virtuelle Netzwerkkabel einstöpseln und dabei die physikalisch
vorhandenen Netzwerkkarten unangetastet lassen. Dabei kommt es mir
hauptsàchlich auf deren IP-Konfiguration an.

| Server |
| |
| | --
| eth0 | -- | |
| | Kabel |br0|
| eth1 | -- | |
| | --

Bei der Art und Weise, wie Linux-Bridges sonst verwendet werden,
"wechselt" die IP-Konfiguration von der phys. Netzwerkkarte auf die
Bridge. Vgl. http://wiki.debian.org/BridgeNetworkConnections

Ich möchte sinngemàß ungefàhr dies:

# brctl show
bridge name bridge id STP enabled interfaces
br0 8000.001ec952d26b yes eth0
eth1

und in /etc/network/interfaces
# ifconfig eth0
eth0 Protokoll:Ethernet Hardware Adresse 00:E0:18:1B:21:55
inet Adresse:10.11.12.13 Bcast:10.11.12.255 Maske:255.255.255.0
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1500 Metric:1
RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:8 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlànge:100
RX bytes:0 (0.0 b) TX bytes:576 (576.0 b)
Interrupt:9 Basisadresse:0x7c00

# ifconfig eth1
eth1 Protokoll:Ethernet Hardware Adresse 00:E0:18:1B:21:56
inet Adresse:10.11.13.13 Bcast:10.11.13.255 Maske:255.255.255.0
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1500 Metric:1
RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:8 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlànge:100
RX bytes:0 (0.0 b) TX bytes:576 (576.0 b)
Interrupt:9 Basisadresse:0x7c00

wàhrend br0 keine IP-Adresse hat.

Geht das? Einfach so? Oder will man das nicht? Warum?

(In Wirklichkeit ist "die andere Seite" der Bridge nicht eth1, sondern
ein Interface einer virtuellen Maschine.)


Danke & viele Grüße

Paul
 

Lesen sie die antworten

#1 Sven Hartge
13/01/2012 - 02:13 | Warnen spam
Paul Muster wrote:

kann man eine Linux-Bridge auch derart einrichten, dass die zugeordneten
Interfaces mit ihrer IP-konfiguration „bestehen bleiben“?



Kann schon, das Verhalten ist dann aber nicht mehr wirklich definiert.
Kann auch sein, das aktuelle Kernel (3.0+) das sogar verbieten. Mir
schwirrte da im Hirn eine Diskussion auf der netdev-ml herum, in der das
IIRC angesprochen wurde.

Eine Bridge ist ein virtueller Switch. In diesen Switch möchte ich
virtuelle Netzwerkkabel einstöpseln und dabei die physikalisch
vorhandenen Netzwerkkarten unangetastet lassen. Dabei kommt es mir
hauptsàchlich auf deren IP-Konfiguration an.

| Server |
| |
| | --
| eth0 | -- | |
| | Kabel |br0|
| eth1 | -- | |
| | --

Bei der Art und Weise, wie Linux-Bridges sonst verwendet werden,
"wechselt" die IP-Konfiguration von der phys. Netzwerkkarte auf die
Bridge. Vgl. http://wiki.debian.org/BridgeNetworkConnections

Ich möchte sinngemàß ungefàhr dies:

# brctl show
bridge name bridge id STP enabled interfaces
br0 8000.001ec952d26b yes eth0
eth1

und in /etc/network/interfaces
# ifconfig eth0
eth0 Protokoll:Ethernet Hardware Adresse 00:E0:18:1B:21:55
inet Adresse:10.11.12.13 Bcast:10.11.12.255 Maske:255.255.255.0

# ifconfig eth1
eth1 Protokoll:Ethernet Hardware Adresse 00:E0:18:1B:21:56
inet Adresse:10.11.13.13 Bcast:10.11.13.255 Maske:255.255.255.0

wàhrend br0 keine IP-Adresse hat.

Geht das? Einfach so? Oder will man das nicht? Warum?



Warum willst du das, was für ein Problem versuchst du zu lösen? Warum
überhaupt die Bridge, wenn du eh unterschiedliche IP-Bereiche hast?
Oder warum legst du dann nicht die beiden IPs auf br0?



Sigmentation fault. Core dumped.

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