Linux Dateisystem nicht lesbar

31/08/2013 - 19:39 von Heiko Warnken | Report spam
Hi Leute,

heute kam ein Kumpel mit seinem NAS (QNAP) zu mir mit dem Fehlersymptom:
"Die Festplatten machen merkwürdige Geràusche."

Also dachte ich mir, QNAP einschalten und warten, was passiert. Und
siehe da, mind. eine der Festplatten macht am Anfang laute schleifende
Geràusche. Gar nicht gut.
Nachdem ich dann versucht habe, auf die Festplatten via lan zuzugreifen,
musste ich feststellen, dass das weder unter Windows noch mit meinem Mac
funktioniert. Es ist kein Zugriff möglich.

Also die Festplatten ausgebaut und in ein USB-Gehàuse gesteckt und via
USB an den Mac angeschlossen. Die Festplatten geben im USB-Gehàuse keine
merkwürdigen Schleifgeràusche von sich, sondern ganz normale Laufgeràusche.
Also ran an den Mac, ind der HOffnung, das Dateisystem mit dem Mac lesen
zu können.

Und was liefert mir der Mac? Eine Fehlermeldung, dass er das Dateisystem
nicht erkannt hat und das Laufwerk deshalb nicht gemountet werden kann.
Schaltflàchen "Initialisieren", "ignorieren", "auswerfen" und "Abbruch".
Auf "Initialisieren" geklickt und der Festplattenmanager öffnet sich.
Also Partition des Problemlaufwerkes ausgewàhlt und dann gemerkt, dass
eine Festplattenprüfung nicht möglich ist, dementsprechend auch keine
Reparatur.

Ein beherzter Druck auf CMD+I ergibt folgende Ausgabe:
Name: Disk1 S2
Typ: Partition
Nedienidentifikation: Disk1 S2
Mountpoint: nicht aktiviert
Partitionstyp: Linux
Verbindungsbus: USB
Geràtebaum (wohl unwichtig, oder?)
Beschreibbar: ja
Kapazitàt: 998,12 GB
Eigentümer aktiviert: nein
Eigentümer ausschaltbar: nein
formatierbar: nein
startfàhig: nein
journaled unterstützt: nein
journaling: nein
Mediennummer: 1
Partitionsnummer: 2

Die 2. HDD enthàlt exakt die gleichen Infos.
Da die beiden HDD im NAS idiotischerweise im RAID0 gekoppelt sind, und
möglichst alle Daten gesichert werden sollen, müsste ich, nachdem ich
irgendwie einen Zugriff auf die HDDs bekommen habe, im
Festplattendienstprogramm einen Raid0 anlegen, oder?

Kann mir jemand behilflich sein, die Daten so gut es geht zu lesen?
Welches Linuxdateisystem verbirgt sich hinter der angabe "Linux"?

Vielen Dank für Eure Hilfe und Tipps.

Gruß
Heiko

P. S.: habe meinen MacBook Pro jetzt 1 Jahr und bin soweit damit ganz
zufrieden. :-)
 

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#1 Günther Dietrich
01/09/2013 - 00:03 | Warnen spam
Heiko Warnken wrote:

heute kam ein Kumpel mit seinem NAS (QNAP) zu mir mit dem Fehlersymptom:
"Die Festplatten machen merkwürdige Geràusche."

Also dachte ich mir, QNAP einschalten und warten, was passiert. Und
siehe da, mind. eine der Festplatten macht am Anfang laute schleifende
Geràusche.



Ist das wirklich eine der Festpaltten, die da Geràusche macht, oder
steckt vielleicht auch ein Lüfter drin? Die machen nàmlich auch ganz
gerne mal Ärger.


Nachdem ich dann versucht habe, auf die Festplatten via lan zuzugreifen,
musste ich feststellen, dass das weder unter Windows noch mit meinem Mac
funktioniert. Es ist kein Zugriff möglich.



Was bedeutet "Es ist kein Zugriff möglich."?

Passt die IP-Adresse zur Subnetz-Addresse Deines LAN? Kannst Du das NAS
per ping erreichen?


Also die Festplatten ausgebaut und in ein USB-Gehàuse gesteckt und via
USB an den Mac angeschlossen. Die Festplatten geben im USB-Gehàuse keine
merkwürdigen Schleifgeràusche von sich, sondern ganz normale Laufgeràusche.
Also ran an den Mac, ind der HOffnung, das Dateisystem mit dem Mac lesen
zu können.



Wie wurden die Festplatten im NAS formatiert? Als einzelne Festplatten,
oder als RAID? Welches Dateisystem (ext2, ext3, ext4, btrfs, ...)?


Und was liefert mir der Mac? Eine Fehlermeldung, dass er das Dateisystem
nicht erkannt hat und das Laufwerk deshalb nicht gemountet werden kann.
Schaltflàchen "Initialisieren", "ignorieren", "auswerfen" und "Abbruch".
Auf "Initialisieren" geklickt und der Festplattenmanager öffnet sich.
Also Partition des Problemlaufwerkes ausgewàhlt und dann gemerkt, dass
eine Festplattenprüfung nicht möglich ist, dementsprechend auch keine
Reparatur.



Nochmal die Frage von oben: Wie wurden die Festplatten im NAS formatiert?


Ein beherzter Druck auf CMD+I ergibt folgende Ausgabe:
Name: Disk1 S2
Typ: Partition
Nedienidentifikation: Disk1 S2
Mountpoint: nicht aktiviert
Partitionstyp: Linux
Verbindungsbus: USB
Geràtebaum (wohl unwichtig, oder?)
Beschreibbar: ja
Kapazitàt: 998,12 GB
Eigentümer aktiviert: nein
Eigentümer ausschaltbar: nein
formatierbar: nein
startfàhig: nein
journaled unterstützt: nein
journaling: nein
Mediennummer: 1
Partitionsnummer: 2

Die 2. HDD enthàlt exakt die gleichen Infos.
Da die beiden HDD im NAS idiotischerweise im RAID0 gekoppelt sind,



Ah, da kommt endlich ein kleines Stück Information. Die beiden Platten
sind also per RAID0 zu einer großen virtuellen Festplatte
zusammengefasst. Welches Dateisystem?

Mit einer einzelnen Festplatte aus einem RAID0 wirst Du mit Sicherheit
nichts sinnvolles anfangen können. Egal, ob unter Mac OS oder dem
Betriebssystem des NAS. Da musst Du schon alle beteiligten Platten
anschließen und zum RAID-Verbund zusammenfassen. Wenn es ein mdadm-RAID
ist, wirst Du damit unter Mac OS Pech haben.


und
möglichst alle Daten gesichert werden sollen, müsste ich, nachdem ich
irgendwie einen Zugriff auf die HDDs bekommen habe, im
Festplattendienstprogramm einen Raid0 anlegen, oder?



Wenn unter Linux (so vermutlich im NAS) per mdadm ein Software-RAID
angelegt wird, ist das ziemlich sicher nicht kompatibel zu dem, was
Apple bzw. dessen Festplattendienstprogramm und Mac OS X unter RAID
verstehen. Also lass das im Festplattendienstprogramm lieber, Du würdest
damit nur die Daten auf den Platten in die ewigen Jagdgründe schicken.


Kann mir jemand behilflich sein, die Daten so gut es geht zu lesen?
Welches Linuxdateisystem verbirgt sich hinter der angabe "Linux"?



Am ehesten wàre Dir geholfen, wenn Du den Mac mit einem Life-Linux von
CD, DVD oder USB-Speicherstick starten würdest. Wenn Du die richtige
Distribution nimmst, kennt die alle notwendigen Varianten von RAID und
Dateisystem. Ich würde es mit Partition Magic versuchen.

Allerdings würde ich an Deiner Stelle erst mal mit ein Paar alten
Festplatten üben, ein RAID zu erstellen und mit Dateisystem zu versehen.
Mit diesem RAID kannst Du dann auch Deine ersten Gehversuche machen, wie
man das dann wieder zum Leben erweckt. Mit den echten Daten eines
Kumpels wàre ich da zunàchst sehr vorsichtig.




Grüße,

Günther

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