Linux RAID1 (softraid) auf HD klonen für neuen Server

29/05/2008 - 12:47 von Gabriel Kaufmann | Report spam
Hallo,
ich bin gerade dabei einen neuen Intranet-Server aufzusetzen, welcher
einen bisherigen 1:1 ersetzen soll. Da das bisherige System noch
einwandfrei funktioniert würde ich gerne das komplette System (OpenSuSE
10.1) samt Arbeitsdaten per USB-Adapter auf eine neue Festplatte
(gleiche größe + Bauart) spiegeln und diese dann in den neuen Server
einbauen und dort wiederrum in ein RAID1 (2 Platten) integrieren.

Eine Überlegung hierzu ist mittels mdraid (linux software raid) die
USB-Platte als neues RAID-Device zum bestehenden RAID1 hinzuzufügen,
sodass alle Daten automatisch gespiegelt werden. Danach würde das
Laufwerk wieder aus dem RAID-Verbund entfernt werden. Ist diese
Vorgehensweise klug oder sollten die Daten besser mittels "dd"
gespiegelt werden? Sind probleme mittels der Einbindung per USB zu erwarten?

Das spiegeln der Daten sollte nach möglichkeit ohne Neustart
funktionieren, um einen Ausfall wàhrend dieser Zeit zu umgehen und ein
weiteres Arbeiten im Büro zu gewàhrleisten.

Im Internet wurde ich leider noch nicht fündig, ob mdraid zum Klonen
geeignet wàre. Über Tips und Anregungen wàre ich daher dankbar.

MfG
Gabriel
 

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#1 tc-jus
30/05/2008 - 19:10 | Warnen spam
Habe es nicht ausprobiert, aber in der Theorie sollte das NICHT
funktionieren, weil eine RAID-Partition und eine Linux-Partition sich um
mehr als nur die Typ-ID unterscheiden. Also einfach umlabeln is nicht.

Gegen die Einbindung einer USB-Platte in ein RAID-1 ist dagegen nichts
einzuwenden (von Performance mal abgesehen). Das habe ich schon für
verschiedene Anwendungen mit nem USB-Stick gemacht.

Es gàbe sicher verschiedene Methoden, aber im Kern wàre mir das alles
etwas zu heiss. Ohne die Systeme genauer zu kennen, würde ich wohl erstmal
ein simples oS 10.1 installieren und dann alles Nötige per cpio-
passthrough, rsh, o.à. rüberschieben. Etwas manuelle Nacharbeit musst Du
eh erledigen, weil die Partitionen ja auf einem neuen device (md0) zu
liegen kommen.

Vorteil: Du kannst das neue System in Ruhe offline testen. Danach den
aktuellen Stand wàhrend einer scheduled downtime rüberzuschieben, sollte
dann nicht mehr so das große Problem sein.

Es gibt natürlich auch Lösungen a la AFS, GFS, etc. die in Grenzen über
Systemgrenzen hinweg spiegeln können. Dahinter steckt aber eher mehr
Aufwand und insbesondere kommt man nicht um nen Eingriff am alten System
herum.

Gruss,
Tobias.

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