Linux und BSD sind kalter Kaffee

22/07/2008 - 13:38 von Stefan Sprungk | Report spam
Hallo Leute,

entschuldigt bitte den provokanten Header. Ich habe mich in den letzten
ca. 15 Jahren viel mit Linux und diversen anderen UNIX Systemen
beschàftigt. Linux hat mich sehr weit voran gebracht und ich habe die
Unabhàngigkeit genossen, die mir diese Systeme gegeben haben. Dafür bin
ich den Communities sehr dankbar.

Seit kurzem beschàftige ich mich mit OpenSolaris bzw. solaris 5.11. Ich
bin nach einer relativ kurzen Einarbeitungsdurststrecke überrascht, wie
leistungsfàhig und innovativ dieses System ist. Dagegen kommen mir die
tradierten Systeme geradezu altbacken vor.

Im Grunde möchte ich nur Reklame dafür machen das sich mehr Linux-Freaks
die OpenSolaris Landschaft nàher anschauen und ggf. mitwirken.

http://www.opensolaris.org/index.html

Hier nur einige Features, die mir besonders Positiv aufgefallen sind.

1. Automatisches Erkennen der Prozessorhardware und automatisches nutzen
des richtigen Kernels. Man kann von derselben CD bzw. DVD aus solaris
5.11 für X86-32bit, Intel-64 bit und AMD-64 Bit installieren.

2. Ausgefeiltes Rollensystem. Man kann hochdifferenziert den Nutzern
Rechte und Rollen zuordnen und damit die Notwendigkeit vieles unter root
zu erledigen stark einschrànken.

3. Vernünftiges Paktemanagement und Update System, welches ein wenig an
aptitude von debian erinnert.

4. Die gesamte Prozessverwaltung wurde neu Entwickelt. Prozesse
terminieren nicht mehr unkontrolliert sondern werden überwacht und ggf.
automatisch neu gestartet. Es werden beim starten und runterfahren
Abhàngigkeiten beachtet, die in einer SQL Datenbank definiert sind. Das
aktivieren und deaktivieren von Daemons ist über die neue Service
Management Facility stark vereinfacht.

5. Das neue ZFS Filesystem ist ein Wonne.
Das aufsetzen und einbinden von Volumes ist sehr einfach. Das aufbauen
von RAID Verbünden genauso. Das erweitern des Filesystems auf den zur
Verfügung stehenden Speicherplatz geschieht automatisch. Die Snapshot
Funktionalitàt gibt einen zusàtzliche Sicherheit bei Systemtests.

6. Container.
Man kann parallel mehrere Solarisinstanzen über denselben Kernel
steuern. Diese ist ein Feature welches zusàtzlich zur Virtual Box oder
Xen besteht.

7. Netzwerk.
Der gesamte IP Stack und die Verwaltung von Netzkomponenten wurde
erneuert und ist nachweislich leistungsfàhiger geworden.

8. Fehlersuche.
Mit DTrace gibt es ein stabiles Debuggingwerkzeug, welches sich auch in
Produktivumgebungen einsetzen làsst. Es lassen sich sogar Vorgànge im
Kernel tracen und anhand der Sources spiegeln.

9. Oberflàchen.
Es làsst sich neben dem SUN eigenen CDE auch Gnome oder sogar KDE
verwenden. Es stehen sehr viele Applikationen wie z.B. Gimp, Openoffice
etc. zur Verfügung wie man sie von linux her kennt.

10. Zum System gehört standardmàßig ein Werkzeug mit dem man ein
Systemimages generieren und über das Netzwerk auf einem Server ablegen
kann. Das Image kann dabei wàhrend des laufenden Betriebes erstellt werden.

usw.

Vielleicht ist die Zeit gekommen, alle Kràfte auf ein neues
hochinteressantes System zu bündeln und die Vorteile beider Welten zu
nutzen.

MFG Stefan
 

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#1 Ansgar Strickerschmidt
22/07/2008 - 14:03 | Warnen spam
Am 22.07.2008, 13:38 Uhr, schrieb Stefan Sprungk :

Hallo Leute,

entschuldigt bitte den provokanten Header.



Ich entschuldige.

Im Grunde möchte ich nur Reklame dafür machen das sich mehr Linux-Freaks
die OpenSolaris Landschaft nàher anschauen und ggf. mitwirken.



Dafür kàmen wohl eher Gruppen mit "advocacy" im Namen in Frage...

Ansgar

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