Liste von groesseren Sendern

25/10/2010 - 03:10 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
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Moin!

Ich suche eine möglichst vollstàndige Liste größerer Sendeanlagen
(sagen wir mal: ab 1 kW Sendeleistung aufwàrts) aus dem
deutschsprachigen Raum aus dem letzten halben Jahrhundert mit deren
genauen geographischen Koordinaten und der Betriebszeit sowie den
Frequenzbàndern (LW, MW, (U)KW usw.) und Sendeleistungen, also nicht
nur Rundfunksender, sondern z. B. auch Behördensender (Militàr,
Polizei, Seefunk, etc). Hat da vielleicht mal jemand Links?

Dumme Frage am Rande: Wie hàngt die Feldstàrke eigentlich von der
Entfernung vom Sender ab? Im freien Raum würde ich sagen: reziprok.
Aber real gibt es wohl noch Bodendàmpfung, und außerdem stimmt es im
Nahbereich wohl auch nicht mehr, weil da keine Fernfeldbedingungen
vorliegen.

Nehmen wir als Beispiel mal unseren MW-Sender Oberneuland: P = 50 kW
bei 936 kHz (lambda gut 300 m), geknickte Reusenantenne mit
Rundstrahlcharakteristik (wie funktioniert das eigentlich? Einfach den
lambda/4-Stab rechteckig geknickt auf 45 m Diagonale, und dann hat der
auch noch 4,5 dB Antennengewinn *und* Rundstrahlcharakteristik?
Erstaunlich...), ERP = 140 kW. Steht bei 53° 6' 31.29" N, 8° 56' 9.61"
E auf freiem Feld. Welche Feldstàrken am Boden kann man in 100 m, 200
m, 500 m, 1, 2, 5, 10 und 20 km Entfernung in der landschaftstypischen
plattdeutschen Gegend "optimal", "worst case" und "typisch" erwarten,
wie sieht der Funktionsverlauf allgemeiner aus?

Aus Freifeldbedingungen kàme ich auf

Abstand Leistungs- Feld-
dichte stàrke
W/m^2 V/m
100 m 1,11 20,49
200 m 0,279 10,24
500 m 0,0446 4,10
1 km 0,0111 2,05
2 km 2,79e-3 1,02
5 km 4,46e-4 0,41
10 km 1,11e-4 0,20
20 km 2,79e-5 0,10
50 km 4,46e-6 0,04

(falls ich mich nicht irgendwo verhauen habe), aber
Fernfeldbedingungen hat man wohl ohnehin erst für einige lambda
Abstand, also so bei ca. einem Kilometer oder mehr. Was ist real zu
erwarten?

Die nàchsten Bauernhöfe sind so ca. einen halben Kilometer vom Sender
entfernt, schàtze ich. (Am vorherigen Standort "Leher Feld" war der
20-kW-Sender ein paar hundert Meter neben der Autobahn und hat mir in
der Uni immer das Oszilloskop vollgestopft.) Wieviel erlauben denn die
EMV-Vorschriften eigentlich maximal?


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 Jan Bruns
25/10/2010 - 09:06 | Warnen spam
Ralf . K u s m i e r z:

Ich suche eine möglichst vollstàndige Liste größerer Sendeanlagen (sagen
wir mal: ab 1 kW Sendeleistung aufwàrts) aus dem deutschsprachigen Raum
aus dem letzten halben Jahrhundert mit deren genauen geographischen
Koordinaten und der Betriebszeit sowie den Frequenzbàndern (LW, MW,
(U)KW usw.) und Sendeleistungen, also nicht nur Rundfunksender, sondern
z. B. auch Behördensender (Militàr, Polizei, Seefunk, etc). Hat da
vielleicht mal jemand Links?



Wird es zumindest ab 1kW nicht geben, da zahllose illegale Anlagen
(bspw. CB-Funk) auf diesem Level betrieben wurden. Und was regulàre
Amateurfunker so in den Äther geblasen haben, dürfte ebenfalls
weitestgehend unbekannt geblieben sein.

Gruss

Jan Bruns

Ein paar Fotos: http://abnuto.de/gal/

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