Literatur f. Studium ET (1. Semester)

19/11/2009 - 07:31 von Alexander Ausserstorfer | Report spam
Hallo,

ich hatte hier einmal vor làngerer Zeit nach Literatur zur
Vorbereitung auf das Studium Elektrotechnik (FH) gefragt.

Nach den ersten sieben Wochen habe ich folgende Literatur
aufgestöbert, die mir derzeit sehr hilft:

Assmann, Bruno, Technische Mechanik 1 - 3, vom Oldenbourgh Verlag
Gert, Hagmann, Grundlagen der Elektrotechnik, AULA-Verlag
Gert, Hagmann, Aufgabensammlung zu den Grundlagen der Elektrotechnik
AULA-Verlag

Für die Mathematik sollte noch folgende Literatur erwàhnt werden:
Fetzer / Frànkel, "Mathematik, Lehrbuch für ingenieurwissenschaftliche
Studiengànge", Band 1/2, Springer 2005

Das Tabellenwerk / die Formelsammlung von Bartsch ist wirklich viel
übersichtlicher, klarer und verstàndlicher in seiner Darstellung als
der Bronstein. Bei uns ist jedoch nur der Bronstein zugelassen. Warum
einfach, wenn es auch schwierig und umstàndlich geht?

Diesen Sommer habe ich den ersten Band von Papula durchgearbeitet und
bin inzwischen beim zweiten Band angekommen. Papula ist sehr
verstàndlich und gut strukturiert. Bei unseren Vorlesungen in
Mathematik bringt er jedoch nicht wirklich viel, obwohl ich jetzt
immer wieder über bekannte Themen stolpere, die ich in den Mathematik-
Vorlesungen jedoch nicht verstehe. Dabei helfen mir auch die Werke von
Papula nicht. Zudem ist Papula manchmal nicht ganz richtig; doch die
Fehler merkt man schnell auf Grund von Logik. Mir persönlich bringen
tut er jedoch auf alle Fàlle etwas. Der Stoff ist - wie schon erwàhnt
- sehr zugànglich.

Zum Stoff selbst: Elektrotechnik finde ich derzeit am einfachsten.
Technische Mechanik und Mathematik finde ich viel schwieriger; jedoch
nicht den Stoff oder die Gebiete anno für sich - sondern den Zugang
auf Grund der Art der Vermittlung (Vorrechnen an der Tafel und
Mitschreiben) sowie der Menge des Stoffes. Ein gut verstàndliches
Buch, das den Stoff lückenlos, aber knapp formuliert und an Beispielen
vollstàndig vorgerechnet darstellt, finde ich hier viel besser.
Kurzum: Mir bringen die Vorlesungen kaum etwas (variert jedoch sehr
stark).

Manchmal kommt es mir hier so vor, wie wenn man zu einem Vortrag z. B.
übers Klettern geht und nach wenigen Tagen schon zur Prüfung durch die
Watzmann-Ostwand geschickt wird. Den Ausgang kann sich jeder selbst
denken.

Was einem fehlt sind praktische Erfahrung durch eigene Tàtigkeit,
Vorstellung und ein Verstàndnis und Gefühl für die Materie. Man muss
sich ja entwickeln, d. h. reinwachsen können. Darauf wird meines
Erachtens nach viel zu wenig geschaut.

Ein Problem für mich war und ist die Undurchsichtigkeit des
Lehrstoffes sowie die Menge. Man weiß oft einfach nicht, woran man
ist. Wenn man sich vor Studienbeginn oder generell schon mit dem Stoff
beschàftigen will, weiß man nicht, was man sich erarbeiten soll, weil
man nichts in Erfahrung bringen kann. Man soll sich von Anfang an
reinknien, hieß es. Wie denn, wenn man in den Vorlesungen nichts
versteht oder nicht mitkommt und stàndig den Faden verliert
(gleichzeitig abschreiben und mitdenken?).

Skripte von den Professoren gibt es bei uns nur von einem. Dieser hat
gerade erst in seiner Lehrtàtigkeit angefangen.

Die geschnürte Menge ist ein großes Problem. Man erfàhrt oft viel zu
wenig und hat dann große Probleme, die Aufgaben zu lösen.

Grüße,

Alex'
 

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#1 Hans-Jürgen Schneider
19/11/2009 - 10:27 | Warnen spam
Alexander Ausserstorfer schrieb:

Diesen Sommer habe ich den ersten Band von Papula durchgearbeitet und
bin inzwischen beim zweiten Band angekommen. Papula ist sehr
verstàndlich und gut strukturiert. Bei unseren Vorlesungen in
Mathematik bringt er jedoch nicht wirklich viel, obwohl ich jetzt
immer wieder über bekannte Themen stolpere, die ich in den Mathematik-
Vorlesungen jedoch nicht verstehe. Dabei helfen mir auch die Werke von
Papula nicht.



Jetzt weißt Du woher die Redensart stammt: "Das bringt keine Punkte."

Mir persönlich bringen tut er jedoch auf alle Fàlle etwas.
Der Stoff ist - wie schon erwàhnt - sehr zugànglich.



Wenn Du Dich mit dem falschen Zeug vollstopfst, dann bist Du genauso
gut vorbereitet, als hàttest Du die ganze Zeit im Kino gesessen.

Vielleicht bist Du auch zu sehr auf eine bestimmte Denkweise fixiert.
Manche Lehrer legen ja Wert auf einen ganz bestimmten Rechenweg. Sie
werden dann mitunter ziemlich ungehalten, wenn jemand davon abweicht.
Und manche Schüler schließen daraus, dass es nur diesen einen Weg gibt
und können sich gar nichts anderes mehr vorstellen.

MfG
hjs


ps. http://www.leo.org/information/frei...udtag.html

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