Loetkolbenspitze loest sich auf...

22/09/2009 - 18:08 von Johannes Lotz | Report spam
Hallo,

ich braeuchte mal einen Tipp von jemandem mit Erfahrung.

Ich habe vor einiger Zeit fuer eine Schulklasse Loetkolben von Weller
(SP 40L, 40W) bei Reichelt gekauft. Bei allen Loetkolben loesen sich nun die
Loetspitzen auf.

http://www.bitte-hier-entlang.de/bi...ze_neu.jpg
http://www.bitte-hier-entlang.de/bi...ressen.jpg

Da nach zwei Doppelstunden a 90min dauerloeten mit kurzen Abkuehlphasen alle
Spitzen so aussehen, glaube ich nicht an einen Produktionsfehler.
Anscheinend machen wir etwas falsch, nur weiss ich nicht was

An Diagnosen habe ich bisher gehoert:

- Zu heiss. Glaub ich nicht, das waere ja abgruendig, wenn ein 40W
Loetkolben nicht mit einer passenden Spitze ausgeliefert wuerde.
- Schuelerbrutalitaet: Nope, fuer meine SuS (Schueler und Schuelerinnen)
lege ich die Hand an die Loetspitze
- Poduktionsfehler: Vielleicht, ich hoere bei Reichelt mal nach
- Schrott gekauft: Kann sein, aber dass die Spitzen nach nicht mal zwei
Tagen so aussehen kann ich bei Weller nicht glauben
- Falsches Lot: Wir _muessen_ bleifreies Lot verwenden (im Moment
Sn95,5 Ag3,8 Cu0,7) und da meine letzten Loeterfahrungen laaaange vor
der Silberzeit liegen, kann ich das nicht ausschliessen. Aber dann haette
ich einen Warnhinweis bei den Kolben erwartet.
- Falsche Bedienung: Kann ebenfalls sein, aber die SuS haben eigentlich
ueberwiegend die Anweisungen befolgt (verzinnen, sauber halten etc.),
und ausserdem wuerde mich immer noch wundern, dass die Spitze sich in dieser
Geschwindigkeit aufloest. Oder bei Silberlot ist alles anders als
ich es gelernt habe, aber dann habe ich im Internet dazu nichts
gefunden.


Fuer einen Tipp waeren meine SuS und ich sehr dankbar, denn eigentlich
ist Loeten in der Schule mal eine echt nette Abwechslung.

Gruesse

J. Lotz


Weapons of Math Instruction: Zirkel, Lineal, Bleistift.
 

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#1 Martin Trautmann
22/09/2009 - 18:19 | Warnen spam
On 22 Sep 2009 16:08:35 GMT, Johannes Lotz wrote:
Hallo,

ich braeuchte mal einen Tipp von jemandem mit Erfahrung.

Ich habe vor einiger Zeit fuer eine Schulklasse Loetkolben von Weller
(SP 40L, 40W) bei Reichelt gekauft. Bei allen Loetkolben loesen sich nun die
Loetspitzen auf.

http://www.bitte-hier-entlang.de/bi...ze_neu.jpg
http://www.bitte-hier-entlang.de/bi...ressen.jpg

Da nach zwei Doppelstunden a 90min dauerloeten mit kurzen Abkuehlphasen alle
Spitzen so aussehen, glaube ich nicht an einen Produktionsfehler.
Anscheinend machen wir etwas falsch, nur weiss ich nicht was

An Diagnosen habe ich bisher gehoert:

- Zu heiss. Glaub ich nicht, das waere ja abgruendig, wenn ein 40W
Loetkolben nicht mit einer passenden Spitze ausgeliefert wuerde.



Es ist also die Original-Spitze drauf?

Das ist vermutlich nur eine einfache, vernickelte. Es gibt auch die S36
als Longlife-Spitze

- Schuelerbrutalitaet: Nope, fuer meine SuS (Schueler und Schuelerinnen)
lege ich die Hand an die Loetspitze



Oha, wirklich?

- Poduktionsfehler: Vielleicht, ich hoere bei Reichelt mal nach



Weller bietet inzwischen auch Billigprodukte. Den SP40L wuerde ich eher
also solchen einstufen, im Unterschied zu Loetstationen, die fuer den
Dauerbetrieb ausgelegt sind.

Fuer Elektronikarbeiten ist er eigentlich zu stark. Was macht ihr denn
damit?

- Schrott gekauft: Kann sein, aber dass die Spitzen nach nicht mal zwei
Tagen so aussehen kann ich bei Weller nicht glauben



Sollte nicht sein - ich hoffe auf einen Produktionsfehler

- Falsches Lot: Wir _muessen_ bleifreies Lot verwenden (im Moment
Sn95,5 Ag3,8 Cu0,7) und da meine letzten Loeterfahrungen laaaange vor
der Silberzeit liegen, kann ich das nicht ausschliessen. Aber dann haette
ich einen Warnhinweis bei den Kolben erwartet.



Dazu ist mir nichts bekannt - ausser, dass oft bei etwas hoeheren
Temperaturen gearbeitet wird, was die Aufloesung beguenstigt.

- Falsche Bedienung: Kann ebenfalls sein, aber die SuS haben eigentlich
ueberwiegend die Anweisungen befolgt (verzinnen, sauber halten etc.),
und ausserdem wuerde mich immer noch wundern, dass die Spitze sich in dieser
Geschwindigkeit aufloest. Oder bei Silberlot ist alles anders als
ich es gelernt habe, aber dann habe ich im Internet dazu nichts
gefunden.



Meine eigene Erfahrung war, dass beim ersten Kratzer in der
Oberflaechenschicht sich der Kupferkern dann rasch aufloest. Zu den
Zeiten, also ich beim Entloeten die durchgesteckten Draehte also direkt
mit der Loetspitze rausdrueckte, habe ich meine Spitzen regelmaessig
nachgefeilt, bis sie zu kurz waren.

Du schreibst nicht, was ihr damit macht - eine eher kleine Spitzenform,
bleistiftspitz, verhindert solchen Gebrauch.

Schoenen Gruss
Martin

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