Logik contra Relativitaet

24/12/2010 - 11:59 von Ludger Marwitz | Report spam
Logik contra Relativitàt

Zu Weihnachten knackt man ja gerne Nüsse, deshalb habe ich hier eine harte
Nuss fuer Relativisten.

Ich werde nichts rechnen, sondern nur Logik verwenden und drei Bezugssysteme
miteinander in Beziehung setzen.

Stellen wir uns vor, es gebe eine Welt W0, von der aus zwei Raumfahrer zu
zwei gleich weit entfernten Welten WL(inks) und WR(echts) fliegen, die genau
entgegengesetzt liegen, d.h. die Strecke von WL nach WR ist doppelt so lang
wie von W0 zu WL oder WR.

Zuerst beschreibe ich die Reise aus der Sicht der Bodenstation auf W0.

Es starten nun beide zum gleichen Zeitpunkt und beschleunigen auf circa
halbe Lichtgeschwindigkeit.

Die genaue Geschwindigkeit ist nicht wichtig, aber es ist doch so schnell,
dass relativistische Effekte deutlich vorkommen.

Es handelt sich bei der Beschleunigung um einen Vorgang, der endlich viel
Zeit in Anspruch nimmt, aber verschwindend klein ist gegen die extrem lange
Reise zu WL oder zu WR. Es könnte sein, dass sogar Millionen von Jahren
vergehen. Jedenfalls ist die Zeitspanne der Reise sehr sehr viel laenger als
die Zeit fuer die Beschleunigung.

Nachdem die Raumfahrer ihre Ziele WL und WR erreichen, machen sie dort gar
nichts, sondern kehren einfach nur um, d.h. sie beschleunigen nun in die
entgegengesetzte Richtung zurueck nach W0. Diese Beschleunigungsphase ist
ebenfalls endlich lang und sehr sehr viel kürzer als die gesamte Reisezeit.
( Im Prinzip koennten WL und WR beliebig weit voneinander entfernt liegen.)

Zum Schluss muessen beide nochmals abbremsen, um auf W0 zu landen.

In der Bodenstation auf W0 werden nun die beiden Uhren Uhr_WL und Uhr_WR
verglichen, die die beiden Raumfahrer auf ihrer Reise mit sich führten.

Beide zeigen die gleiche Uhrzeit an. Zwar zeigt die Uhr in der Bodenstation
etwas anderes an, aber die Uhren Uhr_WL und Uhr_WR haben identische
Anzeigen.

Der Kapitaen von Raumschiff WL, ein ueberzeugter Relativist, wird
kreidebleich.

Er zieht sich mit seinem Wissenschaftsoffizier zurueck und diskutiert mit
ihm das Logbuch und die Reise aus seiner Sicht:

Am Startzeitpunkt sind beide Uhren synchron. Dann kommt eine
Beschleunigungsphase in der wir gemaess der Allgemeinen Relativitàtstheorie
eine Zeitverschiebung zwischen unserer Uhr_WL und der Uhr_WR errechnet
haben. Dann kam die sehr lange Reise und wir haben berechnet, dass die
Uhr_WR viel langsamer geht als unsere Uhr. Auch die anderen
Beschleunigungsphasen haben wir nach der Allgemeinen Relativitàtstheorie
berechnet, aber weil die Reise so lang war, bewirken die Effekte nach der
ART nur einen Unterschied einige Stellen hinter dem Komma.

Als wir nun in der Bodenstation ankommen haben wir eine Anzeige auf Uhr_WR
erwartet, der viel kleiner ist als unsere Anzeige auf Uhr_WL.

Wie kann das sein ? Was haben wir hier denn jetzt falsch gemacht ?
 

Lesen sie die antworten

#1 kai-martin knaak
24/12/2010 - 12:13 | Warnen spam
Ludger Marwitz wrote:

Was haben wir hier denn jetzt falsch gemacht ?



Dem Kapitaen von Raumschiff WL das eigene Unverstàndnis unterstellt.

<)kaimartin(>
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

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