lorentzkraft

31/12/2009 - 01:49 von :michael | Report spam
Hi!

Ich würde gerne wissen, ob die Lorentzkraft das Resultat der
Wechselwirkung zwischen Magnetfeld und elektrischer Ladung, oder der
Wechselwirkung zwischen Magnetfeld und dem Magnetfeld, das von der
elektrischen Ladung erzeugt wird, ist.

http://www.medizinfo.de/magnetfeldt..._kraft.gif

Ich weiss, dass es die elektrische Ladung nicht ohne dem
entsprechenden Magnetfeld geben kann, oder umgekehrt. Wenn ich jedoch
den elektrischen Leiter durch einen Stabmagneten austauschen würde,
der das selbe Magnetfeld, wie der elektrische Leiter besitzt, gàbe es
dann die auftretende Lorentzkraft ohne elektrische Ladung?

Ich weiß, dass ein solcher Stabmagnet in der Praxis nicht möglich ist,
es handelt sich auch nur um eine theoretische Frage.

michael
 

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#1 Roland Franzius
31/12/2009 - 03:49 | Warnen spam
:michael schrieb:
Hi!

Ich würde gerne wissen, ob die Lorentzkraft das Resultat der
Wechselwirkung zwischen Magnetfeld und elektrischer Ladung, oder der
Wechselwirkung zwischen Magnetfeld und dem Magnetfeld, das von der
elektrischen Ladung erzeugt wird, ist.

http://www.medizinfo.de/magnetfeldt..._kraft.gif

Ich weiss, dass es die elektrische Ladung nicht ohne dem
entsprechenden Magnetfeld geben kann, oder umgekehrt. Wenn ich jedoch
den elektrischen Leiter durch einen Stabmagneten austauschen würde,
der das selbe Magnetfeld, wie der elektrische Leiter besitzt, gàbe es
dann die auftretende Lorentzkraft ohne elektrische Ladung?



Ja, die Lorentzkraft tritt selbst in freien Wellen auf, die mit Ladungen
primàr nichts zu tun haben.


Ich weiß, dass ein solcher Stabmagnet in der Praxis nicht möglich ist,
es handelt sich auch nur um eine theoretische Frage.



Im momentanen Ruhesystem einer Punktladung verschwindet offenbar die
Lorentzkraft
K_L = q v x B
eines reinen Magnetfeldes wegen Geschwindigkeit v=0, und die Kraft ist
allein das Resultat K = q E_L des lorentztransformierten elektrischen
Feldes
E_L = -v x B/sqrt(1-v^2/c^2).

Die elementare relativistische Deutung für Punktteilchen ist also klar,
es ist ein relativistischer Effekt der Einheit von elektrischer und
magnetischer Feldstàrke, im mitbewegten momentanen Ruhesystem wirkt
immer nur eine rein elektrische Kraft auf die Punktladung.

Für die Quantenfelder ist die Argumentation viel komplexer, führt aber
letzlich auf dasselbe hinaus: Sie verhalten sich im Mittel so, wie wenn
man die Zustànde als ràumlich verschmierter Ladungsdichte behandelt,
also als wàren es Ladungsdichten von Punktteilchen.

Die Analogie bei Quantenzustànden endet aber bei diesen
Mittelwertbetrachtungen. Die Welt des Magnetismus der Quantenzustànde
ist ein anderes Universum, in dem der Spin der Fermionen eine
dominierende Rolle in klassisch unbekannten Phànomenen spielt.


Roland Franzius

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