Lösung für Ubuntu, nfs-Mounts und Hänger

05/05/2013 - 12:22 von Holger Marzen | Report spam
(Ubuntu 12.04 LTS)

Die sysv-init-Alternative upstart ist ja gut gemeint, hat aber bei mir
gelegentliche Probleme mit nfs-Mounts, die in der /etc/fstab eingetragen
sind.

Drückt man beim Booten F1, sieht man, dass erst die DNS-Namensauflösung
nicht geht, dann findet er keinen laufenden Portmap. In den meisten
Fàllen versucht er es so oft, bis er dann schließlich die Filesysteme
gemountet bekommt. Allerdings klappt das nicht immer. Manchmal
hinterlàsst er ein hàngendes System, bei dem es nicht weitergeht im
Bootprozess. So viel zu gleichzeitigem Booten. Es hilft auch nichts, in
der fstab die ip-Adresse zu hinterlegen. Manchmal klemmt es einfach.

Ich hab mich jetzt von den Eintràgen in der fstab verabschiedet. Der
upstart kriegt es einfach nicht zuverlàssig auf die Reihe.

Als Alternative habe ich autofs installiert. Damit kann man alles
Mögliche basteln, ich habe aber eine ganz einfache Konfiguration
gewàhlt, die - so wie es aussieht - eine stabile Alternative zu
folgenden Eintràgen in der /etc/fstab ist:

# /etc/fstab: static file system information.
#-- nfs
james:/data2/mp3 /var/mp3 nfs rw,soft,intr,rsize92,wsize92 0 0
james:/data2/mp3-playlists /var/mp3-playlists nfs ro,soft,intr,rsize92,wsize92 0 0
james:/data/daten /var/daten nfs rw,soft,intr,rsize92,wsize92 0 0
james:/data2/audio-video /var/audio-video nfs rw,soft,intr,rsize92,wsize92 0 0
james:/data2/software /var/software nfs rw,soft,intr,rsize92,wsize92 0 0
james:/data/www /var/www-nfs nfs rw,soft,intr,rsize92,wsize92 0 0

Wir brauchen dazu eine /etc/auto.master mit einer einzigen Zeile:

/- /etc/auto.nfs

Und eine /etc/auto.nfs:

/var/mp3 -fstype=nfs,rw,rsize92,wsize92,retry=0 10.66.53.146:/data2/mp3
/var/mp3-playlists -fstype=nfs,rw,rsize92,wsize92,retry=0 10.66.53.146:/data2/mp3-playlists
/var/audio-video -fstype=nfs,rw,rsize92,wsize92,retry=0 10.66.53.146:/data2/audio-video
/var/daten -fstype=nfs,rw,rsize92,wsize92,retry=0 10.66.53.146:/data/daten
/var/software -fstype=nfs,rw,rsize92,wsize92,retry=0 10.66.53.146:/data2/software
/var/www-nfs -fstype=nfs,rw,rsize92,wsize92,retry=0 10.66.53.146:/data/www

Ich hab einfach die ip-Adressen genommen, weil ich keinen Nerv hatte,
das noch mit Rechnernamen zu versuchen. Zu dem Zeitpunkt des Mountens
sollte allerdings das Paket resolvconf ausgekaspert haben und die
DNS-Auflösung zuverlàssig funktionieren.

Vielleicht hilft es ja einem.
 

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#1 Christoph Mehdorn Weber
06/05/2013 - 15:39 | Warnen spam
Hallo!

* Holger Marzen :

Die sysv-init-Alternative upstart ist ja gut gemeint, hat aber bei mir
gelegentliche Probleme mit nfs-Mounts, die in der /etc/fstab eingetragen
sind.
# /etc/fstab: static file system information.
#-- nfs
james:/data2/mp3 /var/mp3 nfs rw,soft,intr,rsize92,wsize92 0 0



Da es bei dir nur Boot-Probleme waren, hàtte ich es zunàchst mal
mit "_netdev" als Mount-Option versucht. Das hilft meistens.

Deine Autofs-Variante hat allerdings den Vorteil, daß bei Bedarf
gemountet wird. D.h. wenn der NFS-Server mal nicht erreichbar ist,
gehte es eben schief, aber wird bei spàteren Versuchen, sofern er
wiederkehrt, automatisch nachgeholt.

Solange allerdings einige NFS-Quellen mit "hard" eingebunden
werden, hàngt die Kiste ggf., wenn der Server im Betrieb
wegbricht (ansonsten verliert man aber ggf. ungesicherte Daten --
sollte man sich also genau überlegen.)

Christoph

Unsinnig. Security by obscurity funktioniert nicht. --
Naja wenn er den Dienst an Port 70000 bindet findet den keiner.
(Urs Traenkner, Timo Kehler)

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