ltsp und shared root

16/09/2007 - 17:28 von Cord Seifert | Report spam
Hallo NG,
ich hab da mal ne Frage.

Wenn ich meinen Computer über PXE an einem LTSP Terminalserver anmelde
wird der Kern per TFTP gestartet. Ist es richtig, das der Computer auf
dem TFTP làuft, auch der Computer ist, der die Ressourcen (Speicher,
Prozessorleistung) bereitstellt?
Wenn ich den gleichen Kern (+ initramfs +...) auf meinen Computer
kopiere und mittels Grub starte stellt mein Comuter die Ressourcen
(Speicher, Prozessorleistung) bereitstellt. Richtig?
Es ist bei beiden Varianten völlig egal ob der Root-Path von LTSP auf
dem Rechner liegt, auf dem TFTP làuft oder auf einem anderen solange ich
ihn in der DHCPD.CONF richtig angebe. In diesem Fall stellt der Rechner
mit dem LTSP Root-Path nicht die Ressourcen bereit. Richtig???

Für eine baldige Antwort wàre ich dankbar
Cord
 

Lesen sie die antworten

#1 Alexander Bartolich
16/09/2007 - 19:15 | Warnen spam
Cord Seifert schrieb:
[...]
Wenn ich meinen Computer über PXE an einem LTSP Terminalserver anmelde
wird der Kern per TFTP gestartet. Ist es richtig, das der Computer auf
dem TFTP làuft, auch der Computer ist, der die Ressourcen (Speicher,
Prozessorleistung) bereitstellt?



Ja. In einfachsten Fall liegen DHCPD, TFTP, nfs, GNOME/KDE und z.B.
Firefox alle auf einem Rechner. Allerdings muss das nicht so sein.

PXE holt sich von einem DHCP-Daemon einige Konfigurationsdaten
und làdt dann über TFTP einen Bootloader, z.B. pxelinux.

pxelinux làdt über TFTP eine Konfigurationsdatei. In der steht der
Dateiname des Kernels und eines initrd-Image, sowie Bootparameter.
Nach dem Laden der zwei Dateien über TFTP startet pxelinux dann
den Kernel.

Der Linux-Kernel findet im initrd-Image dann ein Mini-Userland vor.
Zusammen mit einer RAM-Disk kann das für Spezialanwendungen reichen.
Es ist allerdings auch möglich, ein Netzwerklaufwerk als Wurzel-
Dateisystem in Betrieb zu nehmen.

X-Terminals starten dann einen X-Server, etwa XFree86 oder Xorg-X11.
Der X-Server selbst stellt nur Bildschirm, Tastatur und Maus über's
Netzwerk zur Verfügung. Ohne Anwendungen, die diese Hardware dann
benutzt, ist so ein X-Server sinnlos.

Bei X-Terminals werden die Anwendungen üblicherweise auf dem "Terminal-
server" gestartet; nur die Ein-/Ausgabe wird auf dem X-Terminal selbst
abgearbeitet. Wobei man unter "Anwendung" auch Window-Manager, Datei-
Manager, Menüzeile, usw. versteht. Das heißt üblicherweise stellt so
ein X-Terminal nur den nackten X-Server zur Verfügung und KDE/GNOME
làuft dann bereits auf dem "Terminalserver".

Für diese Betriebsart gibt es dann noch ein spezielles Protokoll,
X Display Manager Control Protocol (XDMCP), mit dem man sich von
einem nackten X-Terminal auf einem "Terminalserver" einloggen kann.
Auf dem X-Terminal sieht man dabei nur eine Liste der verfügbaren
Server, sowie eine Passwort-Abfrage.

Allerdings ist es auch das andere Extrem möglich, d.h. auf dem
X-Terminal ein Netzwerklaufwerk mit KDE/GNOME zu mounten und den
Desktop lokal zu starten. Dann làuft stellt der "Computer auf dem
TFTP làuft" nur seine Festplatte zur Verfügung.

Wenn ich den gleichen Kern (+ initramfs +...) auf meinen Computer
kopiere und mittels Grub starte stellt mein Comuter die Ressourcen
(Speicher, Prozessorleistung) bereitstellt. Richtig?



Nein.

Es ist bei beiden Varianten völlig egal ob der Root-Path von LTSP auf
dem Rechner liegt, auf dem TFTP làuft oder auf einem anderen solange ich
ihn in der DHCPD.CONF richtig angebe.



Ja.

In diesem Fall stellt der Rechner mit dem LTSP Root-Path nicht die
Ressourcen bereit. Richtig???



Du kannst DHCPD, TFTP, nfs, GNOME/KDE auf separate Rechner legen.
Wenn du mit Ressourcen den RAM plus Prozessor meinst, auf dem dann
Firefox làuft, hàngt das vor allem von XDMCP ab.

Für eine baldige Antwort wàre ich dankbar



news.albasani.net

Ähnliche fragen