Mac mini Reparaturbericht

15/11/2009 - 22:27 von O. Goltz | Report spam
Hallo,

hier mal ein kleiner Reparatur-Erfahrungsbericht:

Mitten beim Mailen geht der 17 Monate alte Mac mini aus.
Netzteil untersucht; ist ok.
Mac mini zu Gravis zur Reparatur gebracht; Annahme kostet 60 EUR; wird
bei Reparatur verrechnet.
Anruf einen Tag spàter: "Motherboard muss getauscht werden; macht 292 EUR"
Autsch! Das ist ziemlich heftig! Aber ich habe keine andere Wahl und
stimme zàhneknirschend nach einer Überlegungs-Nacht zu.
Mac mini spàter repariert/ausgetauscht abgeholt und defektes MoBo
verlangt. Antwort "Gibt's nicht! Apple verlangt eine Rücksendung des
defekten Boards". Als ich erwidere, dass es _mein_ Board ist, bekomme
ich als Antwort "So sind die Vertragsbedingungen. Sie haben ja auch ein
vergünstigtes Austausch-Board erhalten". Als ich gefragt habe, wie viel
denn ein "normales" Board kostet, sagte man mir "etwa das doppelte". Das
entspricht beinahe einem neuen Mac mini!

Ziemlich enttàuscht von Apple...

Ach ja: Mir wurde nicht mal mitgeteilt, was denn überhaupt defekt auf
dem MoBo war. Vermutlich bekommen die Linkshànder in der Werkstatt
gerade noch die Kiste auf und können das Board tauschen, ohne die
Ursache zu suchen und zu finden. Armselig.
Garantie? Ja! Ich bekomme ganze 3 Monate Garantie auf die Reparatur!

So hàlt man nicht seine Kunden...

OG
 

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#1 Markus Elsken
16/11/2009 - 00:06 | Warnen spam
Moin!

O. Goltz schrieb:

Mac mini zu Gravis zur Reparatur gebracht; Annahme kostet 60 EUR; wird
bei Reparatur verrechnet.



Naja, zu Gravis habe ich da meine eigene Meinung... Bei der
Mac-Werkstatt vor Ort kostet der KVA 25,- Euro.

Anruf einen Tag spàter: "Motherboard muss getauscht werden; macht 292 EUR"
Autsch! Das ist ziemlich heftig! Aber ich habe keine andere Wahl und
stimme zàhneknirschend nach einer Überlegungs-Nacht zu.
Mac mini spàter repariert/ausgetauscht abgeholt und defektes MoBo
verlangt. Antwort "Gibt's nicht! Apple verlangt eine Rücksendung des
defekten Boards". Als ich erwidere, dass es _mein_ Board ist, bekomme
ich als Antwort "So sind die Vertragsbedingungen. Sie haben ja auch ein
vergünstigtes Austausch-Board erhalten". Als ich gefragt habe, wie viel
denn ein "normales" Board kostet, sagte man mir "etwa das doppelte". Das
entspricht beinahe einem neuen Mac mini!



Dass Apple relevante Teile zurückverlangt hat einen sehr simplen Grund:
Sicherheit. Früher gab es "Spezialisten", die defekte Teile (speziell
Netzteile) notdürftig geflickt und dann wieder verkauft haben. Eine
Woche spàter setzte dann ein brennendes Netzteil die Wohnung in Brand.
Apple arbeitet ausgetauschte Boards übrigens wieder auf, wenn das
technisch möglich und sinnvoll ist. Die fiependen Boards der ersten
MacBook pro (fehlerhafte Spannungswandler) kamen dann mit verànderten
Wandlern (getauschte Bauteile) wieder zurück.

Ach ja: Mir wurde nicht mal mitgeteilt, was denn überhaupt defekt auf
dem MoBo war. Vermutlich bekommen die Linkshànder in der Werkstatt
gerade noch die Kiste auf und können das Board tauschen, ohne die
Ursache zu suchen und zu finden. Armselig.



Hallo? Siehst Du einem der hochintegrierten Chips auf dem Board den
Defekt an? Mal eben auslöten ist dank BGA-Technik auch unmöglich. So
etwas wird allenfalls noch zentral bei Apple gemacht, da Diagnosegeràte
für so ein Board extrem aufwendig sind.

mfg Markus

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